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übergehen  

1über|ge|hen <unr. V.; ist> [mhd. übergān, übergēn, ahd. ubargān]:

1.Besitz eines anderen werden: das Grundstück wird in den Besitz der Gemeinde, in fremde Hände, vom Vater auf den Sohn ü.; die Stadt ging an Baden über.


2.mit etw. aufhören u. etw. anderes beginnen; überwechseln (2 b) : zur Tagesordnung, zu einem anderen Punkt, Thema ü.; zum Angriff ü.; sie gehen immer mehr dazu über, online zu buchen.


3.überwechseln; (2 a); überlaufen (2) : ins feindliche Lager, auf die andere Seite ü.


4.allmählich in ein anderes Stadium kommen: in Gärung ü.; die Leiche war schon in Verwesung übergegangen; bald wird der Schnee in Regen ü.


5.sich ohne sichtbare Grenze vermischen: das Meer schien in den Himmel überzugehen.


6.(Seemannsspr.) über etw. hinwegschlagen: schwere Seen gingen über; er wurde von einem übergehenden Brecher über Bord gespült.


7.(Seemannsspr.) (von Ladung) auf eine Seite rutschen: die Ladung geht leicht über.


8.(geh.) überfließen, (1 a), 1überlaufen: (1 a): die Sektflasche so öffnen, dass kein Schaum übergeht.


9.(Jägerspr.) (vom weiblichen Schalenwild) kein Kalb od. Kitz haben.


2über|ge|hen <unr. V.; hat>:

1.a) über etw. hinweggehen; (1); etw. absichtlich nicht wahrnehmen: er überging unsere Einwände, Bitten, Wünsche;

b)etw. auslassen, überspringen: ein Kapitel, einige Seiten ü.; ich übergehe diesen Punkt zunächst;

c)(bestimmte Bedürfnisse) nicht beachten: den Hunger, die Müdigkeit ü.



2.a)jmdn. nicht beachten: sie überging ihn;

b)jmdn. nicht berücksichtigen: jmdn. bei der Gehaltserhöhung, im Testament ü.; er fühlt sich übergangen.



3.(selten) über etw. [hinweg]gehen.


4.(Jägerspr.) a)über eine Fährte od. Spur gehen, ohne sie zu bemerken;

b)an Niederwild vorbeigehen, ohne es zu sehen.

übergehen  

über|ge|hen (unbeachtet lassen); sie überging ihn; sie hat den Einwand übergangen
übergehen  


1. den Besitzer wechseln.

2. fortschreiten, hinführen, kommen zu, überleiten, [über]springen, [über]wechseln, sich zuwenden.

3. abwandern, desertieren, überlaufen, wechseln.

4. sich [ver]ändern, umschlagen, sich umstellen, sich verwandeln, werden; (geh.): sich wandeln.

5. abfärben, anstecken, sich auflösen, ausstrahlen, sich auswirken, einwirken, sich [ver]mischen.

[1übergehen]
[übergehe, übergehst, übergeht, überging, übergingst, übergingen, übergingt, übergehest, übergehet, überginge, übergingest, überginget, übergeh, übergangen, übergehend, uebergehen]


1. absehen, abtun, ausklammern, auslassen, ausnehmen, ausschließen, außer Acht lassen, außer Betracht lassen, aussparen, beiseitelassen, beiseiteschieben, fortlassen, hinweggehen, hinwegsehen, sich hinwegsetzen, ignorieren, keine/keinerlei Beachtung schenken, keine/keinerlei Notiz nehmen, meiden, missachten, nicht beachten, nicht berücksichtigen, nicht erwähnen, nicht mitzählen, sich schenken, sich sparen, überblättern, überhören, übersehen, überspringen, unbeachtet/unberücksichtigt lassen, vergessen, vernachlässigen, wegfallen lassen, zurücksetzen, zurückstellen; (geh.): hinwegblicken; (bildungsspr.): abstrahieren, hintansetzen, hintanstellen, präterieren; (ugs.): unter den Tisch fallen lassen, weglassen; (nordd.): außen vor lassen; (landsch.): hinwegschauen.

2. a) die Anerkennung verweigern, geringschätzig behandeln, mit Nichtachtung/Verachtung strafen, schneiden; (ugs.): die kalte Schulter zeigen, links liegen lassen, wie Luft behandeln.

b) ungerecht behandeln, übervorteilen, zurücksetzen; (bildungsspr.): diskriminieren; (österr. ugs.): bedienen; (schweiz., sonst landsch.): verschupfen.

[2übergehen]
[übergehe, übergehst, übergeht, überging, übergingst, übergingen, übergingt, übergehest, übergehet, überginge, übergingest, überginget, übergeh, übergangen, übergehend, uebergehen]
übergehen  

1über|ge|hen <unr. V.; ist> [mhd. übergān, übergēn, ahd. ubargān]:

1.Besitz eines anderen werden: das Grundstück wird in den Besitz der Gemeinde, in fremde Hände, vom Vater auf den Sohn ü.; die Stadt ging an Baden über.


2.mit etw. aufhören u. etw. anderes beginnen; überwechseln (2 b): zur Tagesordnung, zu einem anderen Punkt, Thema ü.; zum Angriff ü.; sie gehen immer mehr dazu über, online zu buchen.


3.überwechseln; (2 a)überlaufen (2): ins feindliche Lager, auf die andere Seite ü.


4.allmählich in ein anderes Stadium kommen: in Gärung ü.; die Leiche war schon in Verwesung übergegangen; bald wird der Schnee in Regen ü.


5.sich ohne sichtbare Grenze vermischen: das Meer schien in den Himmel überzugehen.


6.(Seemannsspr.) über etw. hinwegschlagen: schwere Seen gingen über; er wurde von einem übergehenden Brecher über Bord gespült.


7.(Seemannsspr.) (von Ladung) auf eine Seite rutschen: die Ladung geht leicht über.


8.(geh.) überfließen, (1 a)1überlaufen: (1 a)die Sektflasche so öffnen, dass kein Schaum übergeht.


9.(Jägerspr.) (vom weiblichen Schalenwild) kein Kalb od. Kitz haben.


2über|ge|hen <unr. V.; hat>:

1.
a) über etw. hinweggehen; (1)etw. absichtlich nicht wahrnehmen: er überging unsere Einwände, Bitten, Wünsche;

b)etw. auslassen, überspringen: ein Kapitel, einige Seiten ü.; ich übergehe diesen Punkt zunächst;

c)(bestimmte Bedürfnisse) nicht beachten: den Hunger, die Müdigkeit ü.



2.
a)jmdn. nicht beachten: sie überging ihn;

b)jmdn. nicht berücksichtigen: jmdn. bei der Gehaltserhöhung, im Testament ü.; er fühlt sich übergangen.



3.(selten) über etw. [hinweg]gehen.


4.(Jägerspr.)
a)über eine Fährte od. Spur gehen, ohne sie zu bemerken;

b)an Niederwild vorbeigehen, ohne es zu sehen.

übergehen  

[unr. V.; hat]: 1. a) über etw. hinweggehen (1); etw. absichtlich nicht wahrnehmen: er überging unsere Einwände, Bitten, Wünsche; b) etw. auslassen, überspringen: ein Kapitel, einige Seiten ü.; ich übergehe diesen Punkt zunächst; c) (bestimmte Bedürfnisse) nicht beachten: den Hunger, die Müdigkeit ü. 2. a) jmdn. nicht beachten: sie überging ihn; b) jmdn. nicht berücksichtigen: jmdn. bei der Gehaltserhöhung, im Testament ü.; er fühlt sich übergangen. 3. (selten) über etw. [hinweg]gehen. 4. (Jägerspr.) a) über eine Fährte od. Spur gehen, ohne sie zu bemerken; b) an Niederwild vorbeigehen, ohne es zu sehen.
übergehen  

übergehen, übersehen, hinwegsetzen, ignorieren, nicht beachten
[übersehen, hinwegsetzen, ignorieren, nicht beachten]
übergehen  

v.
'ü·ber|ge·hen <V.i. 145; ist> überlaufen; überfließen; die Augen gingen ihm über er musste weinen; auf etwas ~ <fig.> auf etwas übertragen werden; im Lauf der Jahre war etwas vom Wesen der alten Frau auf ihren Hund übergegangen; auf ein anderes Thema ~ das T. wechseln; in etwas ~ sich in etwas verwandeln, die Form von etwas annehmen, so werden wie etwas (anderes); <Mus.> von einer Tonart in eine andere ~; ein Gegenstand geht in jmds. Besitz, in jmds. Hände über wird in jmds. Besitz gegeben; das Grundstück ist in den Besitz des Staates übergegangen; in Fäulnis ~ faul werden, faulen, verwesen; das Geschäft ist in andere Hände übergegangen; das Gold der untergehenden Sonne ging langsam in Rot über; das Weinen des Kindes ging allmählich in Schreien über; zu etwas ~ von jetzt an etwas anderes tun, <fig.> von etwas anderem sprechen; von der Weidewirtschaft zum Ackerbau ~ von jetzt an A. treiben; zum Angriff ~ angreifen; zum Feinde ~ überlaufen, von jetzt an auf der Seite des F. kämpfen; zu einer anderen Partei ~ die P. wechseln; zur nächsten Frage der Tagesordnung ~ sie von jetzt an besprechen; man ist jetzt dazu übergegangen, Post automatisch zu sortieren
['über|ge·hen,]
[übergehe, übergehst, übergeht, übergehen, überging, übergingst, übergingen, übergingt, übergehest, übergehet, überginge, übergingest, überginget, übergeh, übergangen, übergehend]

v.
ü·ber'ge·hen <V.t. 145; hat> unbeachtet lassen, nicht berücksichtigen, vernachlässigen; beiseite lassen, weglassen (Wort, Kapitel); den Hunger ~; jmdn. bei der Beförderung ~; einen peinlichen Vorfall mit Stillschweigen ~ nicht davon sprechen; er fühlte sich übergangen
[über'ge·hen,]
[übergehe, übergehst, übergeht, übergehen, überging, übergingst, übergingen, übergingt, übergehest, übergehet, überginge, übergingest, überginget, übergeh, übergangen, übergehend]