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überschlagen  

1über|schla|gen <st. V.>:

1. übereinanderschlagen <hat>: die Beine ü.; <oft im 2. Part.:> mit übergeschlagenen Beinen dasitzen.


2.sich [schnell mit Heftigkeit] über etw. hinausbewegen <ist>: die Wellen schlugen über; Funken sind übergeschlagen (übergesprungen); der Streik schlägt über auf die Nachbarstaaten.


3.(von Gemütsbewegungen o. Ä.) sich steigernd in ein Extrem übergehen <ist>: die Begeisterung ist in Fanatismus übergeschlagen.


4.(seltener) 1überschlagen (4) <ist>: ihre Stimme schlägt über; <oft im 1. Part.:> mit überschlagender Stimme.


2über|schla|gen <st. V.; hat> [mhd. überslahen, ahd. ubirslahan; 2: wohl nach dem Umwenden u. Betrachten mehrerer (Buch)seiten]:

1.in einer Reihenfolge auslassen: beim Lesen ein paar Seiten ü.; eine Mahlzeit ü.


2.a)(die ungefähre Größe einer Summe od. Zahl) schnell berechnen: die Zahl der Teilnehmer ü.; sie überschlug, was die Reise kosten würde;

b)sich nochmals vergegenwärtigen: Eindrücke ü.



3.<ü. + sich> nach vorne od. hinten überkippen u. sich um die eigene Querachse drehen: der Wagen überschlug sich zweimal; die Wellen überschlugen sich; der Verkäufer überschlug sich fast (ugs.; war überaus beflissen); sich vor Liebenswürdigkeit ü. (ugs.; überaus liebenswürdig sein).


4.<ü. + sich> (von der Stimme) plötzlich in eine sehr hohe, schrill klingende Tonlage umschlagen: meine Stimme überschlägt sich.


5.<ü. + sich> so dicht aufeinanderfolgen, dass man [fast] den Überblick verliert: die Ereignisse, Nachrichten überschlugen sich.


3über|schla|gen <Adj.> [urspr. 2. Part. zu landsch. überschlagen = lau werden] (landsch.): lauwarm: das Wasser soll ü. sein.
überschlagen  


1. ausklammern, auslassen, ausnehmen, ausschließen, aussparen, außer Acht lassen, beiseitelassen, nicht berücksichtigen, nicht in Betracht ziehen, sich schenken, sich sparen, übergehen, überspringen, unbeachtet lassen, vernachlässigen, verzichten, wegfallen lassen, weglassen; (ugs.): herauslassen, unter den Tisch fallen lassen.

2. 2überspringen (2).

[überschlagen]
[überschlage, überschlägst, überschlägt, überschlagt, überschlug, überschlugst, überschlugen, überschlugt, überschlagest, überschlaget, überschlüge, überschlügest, überschlügen, überschlüget, überschlag, überschlagend, ueberschlagen]


1. einen Salto machen/schlagen, kopfüber stürzen, Rad schlagen; (ugs.): einen Purzelbaum schlagen; (fam.): purzeln.

2. kippen, umschlagen.

3. überstürzen, sich.

[überschlagen, sich]
[sich überschlagen, überschlage, überschlägst, überschlägt, überschlagt, überschlug, überschlugst, überschlugen, überschlugt, überschlagest, überschlaget, überschlüge, überschlügest, überschlügen, überschlüget, überschlag, überschlagend, ueberschlagen, überschlagen sich]
überschlagen  

1über|schla|gen <st. V.>:

1. übereinanderschlagen <hat>: die Beine ü.; <oft im 2. Part.:> mit übergeschlagenen Beinen dasitzen.


2.sich [schnell mit Heftigkeit] über etw. hinausbewegen <ist>: die Wellen schlugen über; Funken sind übergeschlagen (übergesprungen); der Streik schlägt über auf die Nachbarstaaten.


3.(von Gemütsbewegungen o. Ä.) sich steigernd in ein Extrem übergehen <ist>: die Begeisterung ist in Fanatismus übergeschlagen.


4.(seltener) 1überschlagen (4) <ist>: ihre Stimme schlägt über; <oft im 1. Part.:> mit überschlagender Stimme.


2über|schla|gen <st. V.; hat> [mhd. überslahen, ahd. ubirslahan; 2: wohl nach dem Umwenden u. Betrachten mehrerer (Buch)seiten]:

1.in einer Reihenfolge auslassen: beim Lesen ein paar Seiten ü.; eine Mahlzeit ü.


2.
a)(die ungefähre Größe einer Summe od. Zahl) schnell berechnen: die Zahl der Teilnehmer ü.; sie überschlug, was die Reise kosten würde;

b)sich nochmals vergegenwärtigen: Eindrücke ü.



3.<ü. + sich> nach vorne od. hinten überkippen u. sich um die eigene Querachse drehen: der Wagen überschlug sich zweimal; die Wellen überschlugen sich; der Verkäufer überschlug sich fast (ugs.; war überaus beflissen); sich vor Liebenswürdigkeit ü. (ugs.; überaus liebenswürdig sein).


4.<ü. + sich> (von der Stimme) plötzlich in eine sehr hohe, schrill klingende Tonlage umschlagen: meine Stimme überschlägt sich.


5.<ü. + sich> so dicht aufeinanderfolgen, dass man [fast] den Überblick verliert: die Ereignisse, Nachrichten überschlugen sich.


3über|schla|gen <Adj.> [urspr. 2. Part. zu landsch. überschlagen = lau werden] (landsch.): lauwarm: das Wasser soll ü. sein.
überschlagen  

[st. V.; hat] [mhd. überslahen, ahd. ubirslahan; 2: wohl nach dem Umwenden u. Betrachten mehrerer (Buch)seiten]: 1. in einer Reihenfolge auslassen: beim Lesen ein paar Seiten ü.; eine Mahlzeit ü. 2. a) (die ungefähre Größe einer Summe od. Zahl) schnell berechnen: die Zahl der Teilnehmer ü.; sie überschlug, was die Reise kosten würde; b) sich nochmals vergegenwärtigen: Eindrücke ü. 3. [ü.+ sich] nach vorne od. hinten überkippen u. sich um die eigene Querachse drehen: der Wagen überschlug sich zweimal; die Wellen überschlugen sich; Ü der Verkäufer überschlug sich fast (ugs.; war überaus beflissen); sich vor Liebenswürdigkeit ü. (ugs.; überaus liebenswürdig sein). 4. [ü.+ sich] (von der Stimme) plötzlich in eine sehr hohe, schrill klingende Tonlage umschlagen: meine Stimme überschlägt sich. 5. [ü.+ sich] so dicht aufeinander folgen, dass man [fast] den Überblick verliert: die Ereignisse, Nachrichten überschlugen sich.
überschlagen  

v.
'ü·ber|schla·gen <V.t. 216; hat> übereinander legen (Beine); seine Stimme schlägt über geht unbeabsichtigt od. fehlerhaft in die Kopfstimme über; mit übergeschlagenen Beinen im Sessel sitzen
['über|schla·gen,]
[überschlage, überschlägst, überschlägt, überschlagen, überschlagt, überschlug, überschlugst, überschlugen, überschlugt, überschlagest, überschlaget, überschlüge, überschlügest, überschlügen, überschlüget, überschlag, überschlagend]

v.
ü·ber'schla·gen1 <V. 216; hat>
1 <V.t.> weglassen, nicht (vor)lesen, nicht sprechen (Textstelle, Buchseite); ungefähr berechnen (Kosten)
2 <V. refl.> sich ~ sich im Fallen um sich selbst drehen, bes. vor- od. rückwärts; er überschlug sich mehrmals, als er die Treppe hinunterstürzte; seine Stimme überschlug sich vor Zorn kippte um, schlug in Kopfstimme um; er überschlägt sich fast vor Diensteifer <fig.; umg.> er ist übertrieben diensteifrig;
[über'schla·gen1,]
[überschlage, überschlägst, überschlägt, überschlagen, überschlagt, überschlug, überschlugst, überschlugen, überschlugt, überschlagest, überschlaget, überschlüge, überschlügest, überschlügen, überschlüget, überschlag, überschlagend]

v.
ü·ber'schla·gen2 <Adj.> lauwarm (Flüssigkeit, bes. Wasser); leicht warm (Zimmertemperatur)
[über'schla·gen2,]
[überschlage, überschlägst, überschlägt, überschlagen, überschlagt, überschlug, überschlugst, überschlugen, überschlugt, überschlagest, überschlaget, überschlüge, überschlügest, überschlügen, überschlüget, überschlag, überschlagend]