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Ader,  

die; -, -n [1: mhd. ader, ahd. ad(e)ra, eigtl. = Eingeweide, urspr. Bez. für alle Gefäße u. inneren Organe des menschlichen Körpers]: 1. Blutgefäß: die -n traten an seinen Schläfen hervor; ihre -n klopften; eine A. bei der Operation abklemmen, unterbinden; *sich [Dativ] die -n öffnen (geh.; durch Öffnen der Pulsader[n] Selbstmord begehen); jmdn. zur A. lassen (1. veraltet; jmdm. zur Heilbehandlung Blut aus der Vene abnehmen. 2. ugs. scherzh.; jmdm. Geld abnehmen). 2. [o.Pl.] Veranlagung, Begabung: sie hat eine dichterische A.; keine A. für etw. haben (für etw. keinen Sinn haben, nicht aufgeschlossen sein); eine leichte A. haben (leichtlebig sein). 3. a) (Bot.) Blattader; b) (Zool.) feine Röhre in den Flügeln der Insekten; c) (Holztechnik) schmale Verzierung aus andersartigem Holz zur Belebung der Fläche; d) (Geol., Mineral., Bergbau) kluftähnlicher kleiner Gang, der mit Mineralien, Erz o.Ä. ausgefüllt ist; e) (Elektrot.) einzelner, isolierter, Strom führender Leiter in Kabeln.