[ - Collapse All ]
arm  

Ạrm, der; -[e]s, -e [mhd., ahd. arm, urspr. = Fügung; Gelenk, Glied]:

1.bes. zum Greifen u. Halten dienendes, aus Ober- u. Unterarm [sowie Hand] bestehendes Körperglied an der rechten bzw. linken Schulter des Menschen (u. des Affen): kräftige, behaarte -e; ihr linker A. ist steif; die -e aufstützen, [nach jmdm.] ausstrecken, [über der Brust] kreuzen; jmds. A. nehmen (jmdn. unterhaken); im Krieg hatte er einen A. verloren; sie schlang ihre -e um seinen Hals; beide -e voll haben (bepackt sein u. daher nichts anderes mit den Armen machen können); wir können hier noch zwei starke -e (jmdn., der kräftig zupacken, helfen kann) gebrauchen; ich habe mir den A. gebrochen; er nahm, packte ihn am/beim A.; ein Kind auf den A. nehmen; sie riss sich aus seinen -en [los]; jmdn. in den A. nehmen (umarmen); jmdn. im A., in den -en halten; A. in A. mit jmdm. gehen; sie lagen sich gerührt in den -en; den Mantel über den A. nehmen, über dem A. tragen; er nahm die Mappe unter den A.; der A. (die Reichweite) des Gesetzes;

*jmds. verlängerter A. sein (im Auftrag u. anstelle von jmdm. handeln, dessen Anliegen zu erfüllen suchen); einen langen A. haben (weitreichenden Einfluss haben); jmdn. am steifen/ausgestreckten A. verhungern lassen (ugs.; auf jmdn., der in irgendeiner Weise von einem abhängig ist, durch Entzug von etw. über längere Zeit Druck ausüben, um dadurch zu erreichen, dass er sich einer Forderung o. Ä. nicht mehr widersetzt; meist als Drohung); jmdn. auf den A. nehmen (ugs.; jmdn. zum Besten haben, foppen; jmd. wird sozusagen auf den Arm genommen wie ein kleines Kind, mit dem man scherzt u. spielt); jmdm. in den A. fallen (jmdn. an etw. hindern); jmdm. in die -e laufen (ugs.; jmdm. zufällig begegnen): ich bin gestern deiner Frau in die -e gelaufen; jmdn. jmdm., einer Sache in die -e treiben (verursachen, verschulden, dass sich jmd. zu seinem Schaden jmdm., einer Sache zuwendet): der ewige Streit hat ihn dem Alkohol in die -e getrieben; sich jmdm., einer Sache in die -e werfen (oft abwertend; sich jmdm., einer Sache ganz verschreiben, hingeben); jmdn. mit offenen -en aufnehmen/empfangen (jmdn. ohne Bedenken, als einen höchst Willkommenen empfangen); jmdm. [mit etw.] unter die -e greifen (jmdm. in einer Notlage [mit etw.] helfen).


2. armartiger, armförmiger [Körper]teil; schmaler, seitlich abstehender, abzweigender Teil: ein Kronleuchter mit acht -en; die beiden -e einer Waage, eines Hebels; der Fluss teilt sich an der Mündung in drei -e; ein toter A. des Rheins.


3.(Fachspr.) Ärmel: ein Kleid mit kurzem, halbem A., mit weiten -en;

*die -e hochkrempeln (↑ Ärmel ).


4.(salopp verhüll.) a)Arsch (1) : setz dich auf deinen A.!;

b)Arsch (2) : du A.!

ạrm <Adj.; ärmer, ärmste> [mhd., ahd. arm, wahrsch. urspr. = verwaist, wohl verw. mit 1↑ Erbe ]:

1.a)ohne [genügend] Geld zum Leben, wenig besitzend, bedürftig, mittellos: eine -e Familie; ein Kind -er Leute; a., aber glücklich; sie waren [sehr] a.; ihre Spielleidenschaft hat sie a. gemacht; <subst.:> der Gegensatz zwischen Arm und Reich, zwischen Armen und Reichen; die Ärmsten der Armen;

R es trifft ja keinen Armen (ugs.; er hat ja genug Geld, sodass es ihn nicht sehr hart trifft);


*Arm und Reich (veraltet; alle Menschen ohne Unterschied);

b)wenig habend, aufweisend od. hergebend, ohne nutzbringenden Gehalt, ärmlich: -e (wenig ergiebige, wenig fruchtbare) Böden; geistig a. (abwertend; geistig anspruchslos) sein; um das auszudrücken, ist unsere Sprache zu a.;

*a. an etw. sein (wenig von etw. haben): diese Früchte sind a. an Vitaminen; das Leben ist a. an Freuden; um jmdn., etw. ärmer werden (jmdn., etw. verlieren): der Sport ist um zwei Meister ärmer geworden; mit diesem Vorfall war sie um eine Illusion ärmer geworden.



2.unglücklich, bedauernswert, beklagenswert: das arme Kind; der -e Kerl; die -en Seelen [im Fegefeuer]; meine -en (ugs.; übermäßig strapazierten, geschundenen, schmerzenden o. ä.) Beine!; sie ist a. dran (ugs.; es geht ihr nicht gut); <subst.:> du Arme[r]!; der Ärmste, was hat er [alles] erdulden müssen!
arm  

Ạrm, der; -[e]s, -e; ein Armvoll od. Arm voll Reisigạrmärmer, ärms|te
- arme Ritter (eine Süßspeise)
- wir armen Kinder; aber wir Armen
- Arm und Reich (veraltet für jedermann)
- ein Konflikt zwischen Arm und Reich (armen u. reichen Menschen); Arme und Reiche, bei Armen und Reichen, der Arme ( vgl. d.) und der Reiche
- Vgl. arm machen, armmachen

ạrm|dick; ein armdicker Ast, aber einen Arm dick

ạrm|lang; ein armlanger Stiel, aber einen Arm lang
arm  


1. Glied[maße], [obere] Extremität; (Med.): Brachium.

2. Abzweigung, Ausläufer, Nebenarm, Seitenarm, Zweig.

3. Ärmel.

[Arm]
[Armes, Arms, Arme, Armen, armer, arme, armes, armen, armem, ärmerer, ärmer, ärmere, ärmeres, ärmeren, ärmerem, ärmster, ärmste, ärmsts, ärmsten, ärmstem, ärmstes]

jmdm. unter die Arme greifen
behilflich sein, beistehen, Hand anlegen, helfen, Hilfe leisten, mithelfen, unterstützen, zur Hand gehen, zur Seite springen; (schweiz.): zudienen; (geh.): beispringen, Beistand leisten; (geh. od. iron.): Hilfe angedeihen lassen.
[• Arm]
[Armes, Arms, Arme, Armen, armer, arme, armes, armen, armem, ärmerer, ärmer, ärmere, ärmeres, ärmeren, ärmerem, ärmster, ärmste, ärmsts, ärmsten, ärmstem, ärmstes]
1. a) bankrott, bedürftig, finanzschwach, minderbegütert, minderbemittelt, mittellos, unbemittelt, unvermögend, vermögenslos, wirtschaftlich schwach; (geh.): habelos; (ugs.): abgebrannt, blank, knapp/schlecht bei Kasse; (österr., schweiz. ugs.): stier; (ugs. scherzh.): pleite; (salopp): machulle.

b) anspruchslos, ärmlich, armselig, bescheiden, beschränkt, einfach, dürftig, elend, frugal, karg, kärglich, knapp, kümmerlich, jämmerlich, mäßig, minderwertig, niveaulos, primitiv, puritanisch, schlecht, schlicht, spärlich, spartanisch; (abwertend): dürftig; (oft abwertend): simpel; (ugs. abwertend): mickrig, popelig; (landsch.): power.

2. bedauerlich, bedauernswert, bedauernswürdig, beklagenswert, bemitleidenswert, mitleiderregend, unglücklich, unglückselig; (geh.): erbarmungswürdig.

[arm]
[Armes, Arms, Arme, Armen, armer, arme, armes, armen, armem, ärmerer, ärmer, ärmere, ärmeres, ärmeren, ärmerem, ärmster, ärmste, ärmsts, ärmsten, ärmstem, ärmstes]
arm  

Ạrm, der; -[e]s, -e [mhd., ahd. arm, urspr. = Fügung; Gelenk, Glied]:

1.bes. zum Greifen u. Halten dienendes, aus Ober- u. Unterarm [sowie Hand] bestehendes Körperglied an der rechten bzw. linken Schulter des Menschen (u. des Affen): kräftige, behaarte -e; ihr linker A. ist steif; die -e aufstützen, [nach jmdm.] ausstrecken, [über der Brust] kreuzen; jmds. A. nehmen (jmdn. unterhaken); im Krieg hatte er einen A. verloren; sie schlang ihre -e um seinen Hals; beide -e voll haben (bepackt sein u. daher nichts anderes mit den Armen machen können); wir können hier noch zwei starke -e (jmdn., der kräftig zupacken, helfen kann) gebrauchen; ich habe mir den A. gebrochen; er nahm, packte ihn am/beim A.; ein Kind auf den A. nehmen; sie riss sich aus seinen -en [los]; jmdn. in den A. nehmen (umarmen); jmdn. im A., in den -en halten; A. in A. mit jmdm. gehen; sie lagen sich gerührt in den -en; den Mantel über den A. nehmen, über dem A. tragen; er nahm die Mappe unter den A.; der A. (die Reichweite) des Gesetzes;

*jmds. verlängerter A. sein (im Auftrag u. anstelle von jmdm. handeln, dessen Anliegen zu erfüllen suchen); einen langen A. haben (weitreichenden Einfluss haben); jmdn. am steifen/ausgestreckten A. verhungern lassen (ugs.; auf jmdn., der in irgendeiner Weise von einem abhängig ist, durch Entzug von etw. über längere Zeit Druck ausüben, um dadurch zu erreichen, dass er sich einer Forderung o. Ä. nicht mehr widersetzt; meist als Drohung); jmdn. auf den A. nehmen (ugs.; jmdn. zum Besten haben, foppen; jmd. wird sozusagen auf den Arm genommen wie ein kleines Kind, mit dem man scherzt u. spielt); jmdm. in den A. fallen (jmdn. an etw. hindern); jmdm. in die -e laufen (ugs.; jmdm. zufällig begegnen): ich bin gestern deiner Frau in die -e gelaufen; jmdn. jmdm., einer Sache in die -e treiben (verursachen, verschulden, dass sich jmd. zu seinem Schaden jmdm., einer Sache zuwendet): der ewige Streit hat ihn dem Alkohol in die -e getrieben; sich jmdm., einer Sache in die -e werfen (oft abwertend; sich jmdm., einer Sache ganz verschreiben, hingeben); jmdn. mit offenen -en aufnehmen/empfangen (jmdn. ohne Bedenken, als einen höchst Willkommenen empfangen); jmdm. [mit etw.] unter die -e greifen (jmdm. in einer Notlage [mit etw.] helfen).


2. armartiger, armförmiger [Körper]teil; schmaler, seitlich abstehender, abzweigender Teil: ein Kronleuchter mit acht -en; die beiden -e einer Waage, eines Hebels; der Fluss teilt sich an der Mündung in drei -e; ein toter A. des Rheins.


3.(Fachspr.) Ärmel: ein Kleid mit kurzem, halbem A., mit weiten -en;

*die -e hochkrempeln (↑ Ärmel).


4.(salopp verhüll.)
a)Arsch (1): setz dich auf deinen A.!;

b)Arsch (2): du A.!

ạrm <Adj.; ärmer, ärmste> [mhd., ahd. arm, wahrsch. urspr. = verwaist, wohl verw. mit 1↑ Erbe]:

1.
a)ohne [genügend] Geld zum Leben, wenig besitzend, bedürftig, mittellos: eine -e Familie; ein Kind -er Leute; a., aber glücklich; sie waren [sehr] a.; ihre Spielleidenschaft hat sie a. gemacht; <subst.:> der Gegensatz zwischen Arm und Reich, zwischen Armen und Reichen; die Ärmsten der Armen;

Res trifft ja keinen Armen (ugs.; er hat ja genug Geld, sodass es ihn nicht sehr hart trifft);


*Arm und Reich (veraltet; alle Menschen ohne Unterschied);

b)wenig habend, aufweisend od. hergebend, ohne nutzbringenden Gehalt, ärmlich: -e (wenig ergiebige, wenig fruchtbare) Böden; geistig a. (abwertend; geistig anspruchslos) sein; um das auszudrücken, ist unsere Sprache zu a.;

*a. an etw. sein (wenig von etw. haben): diese Früchte sind a. an Vitaminen; das Leben ist a. an Freuden; um jmdn., etw. ärmer werden (jmdn., etw. verlieren): der Sport ist um zwei Meister ärmer geworden; mit diesem Vorfall war sie um eine Illusion ärmer geworden.



2.unglücklich, bedauernswert, beklagenswert: das arme Kind; der -e Kerl; die -en Seelen [im Fegefeuer]; meine -en (ugs.; übermäßig strapazierten, geschundenen, schmerzenden o. ä.) Beine!; sie ist a. dran (ugs.; es geht ihr nicht gut); <subst.:> du Arme[r]!; der Ärmste, was hat er [alles] erdulden müssen!
arm  

[Adj.; ärmer, ärmste] [mhd., ahd. arm, wahrsch. urspr. = verwaist, wohl verw. mit 1Erbe]: 1. a) ohne [genügend] Geld zum Leben, wenig besitzend, bedürftig, mittellos: eine -e Familie; ein Kind -er Leute; a., aber glücklich; sie waren bitter a.; [subst.:] der Gegensatz zwischen Arm und Reich, zwischen Armen und Reichen; die Ärmsten der Armen; R es trifft ja keinen Armen (ugs.; er hat ja genug Geld, sodass es ihn nicht sehr hart trifft); *Arm und Reich (veraltet; alle Menschen ohne Unterschied); b) wenig habend, aufweisend od. hergebend, ohne nutzbringenden Gehalt, ärmlich: -e (wenig ergiebige, wenig fruchtbare) Böden; um das auszudrücken, ist unsere Sprache zu a.; geistig a. (abwertend; geistig anspruchslos) sein; *a. an etw. sein (wenig von etwas haben): das Leben ist a. an Freuden; diese Früchte sind a. an Vitaminen; um jmdn., etw. ärmer werden (jmdn., etw. verlieren): der Sport ist um zwei Meister ärmer geworden; mit diesem Vorfall war sie um eine Illusion ärmer geworden. 2. unglücklich, bedauernswert, beklagenswert: das -e Kind; der -e Kerl; die -en Seelen [im Fegefeuer]; meine -en (ugs.; übermäßig strapazierten, geschundenen, schmerzenden o.ä.) Beine!; sie ist a. dran (ugs.; es geht ihr nicht gut); [subst.:] du Arme[r]!; der Ärmste, was hat er [alles] erdulden müssen!
arm  

arm, ärmlich, bedürftig, mittellos
[ärmlich, bedürftig, mittellos]
arm  

n.
<m. 1>
1 Vordergliedmaße von Menschen u. Affen; armähnlicher Teil eines Gegenstandes, Gerätes (Hebel~); Maschinenteil mit armähnlicher Bewegung; Abzweigung (Fluss~); <fig.> Arbeitskraft, Hilfskraft
2 der ~ des Gesetzes <fig.> das Gericht, die Polizei; zwei ~e eines Leuchters
3 ;die ~e ausbreiten; die ~e (nach jmdm.) ausstrecken; sich den ~ brechen; jmdm. die ~e entgegenstrecken; jmdm. den ~ reichen (um ihn zu führen, zu stützen)
4 ;wir können hier noch zwei starke ~e gebrauchen
5 ;am ~ packen; jmdn. auf den ~ nehmen <fig.; scherzh.> zum Besten haben, veralbern; jmdm. in den ~ fallen ihn hindern, etwas zu tun; ~ in ~ gehen; jmdn. im ~, in den ~en halten umarmt halten; jmdm. in die ~e laufen zufällig begegnen; jmdn. in die ~e nehmen oder schließen; mit deiner Feindseligkeit gegen ihn treibst du ihn dem Mädchen erst recht in die ~e; einander in die ~e sinken; sich jmdm. in die ~e werfen ihn umarmen; mit verschränkten, gekreuzten ~en dastehen, zuschauen; jmdn. mit offenen ~en empfangen sehr freundlich aufnehmen; jmdm. unter die ~e greifen <fig.> helfen; jmdn. unter den ~ nehmen <umg.> (um ihn zu führen, zu begleiten); die Beine unter den ~, unter die ~e nehmen <umg.> rasch davonlaufen, sich beeilen; [<ahd. ar(a)m, engl. arm <germ. *arma <idg. *arəmo- „Arm, Gelenk, Gefüge“]
[Arm]
[Armes, Arms, Arme, Armen, Armer, Armem]n.
<Adj.; ärmer, am ärmsten>
1 wenig besitzend, mittellos, bedürftig; Ggs reich; unglücklich, beklagenswert, bedauernswert; kümmerlich; jämmerlich, gering, dürftig, armselig; du Arme, Armer!
2 ;das ~e Ding, Geschöpf; welch ein Glanz in meiner ~en Hütte! (scherzh. Willkommensgruß für einen seltenen Gast); ~er Kerl, Schlucker, Teufel, Tropf; du ~es Kind!; ~e Seele; quäl das ~e Tier doch nicht so!
3 ~ und reich/ ArmundReich jedermann, die Armen u. die Reichen;
4 ;du isst mich (ja, noch) ~! <umg.; scherzh.>; ~ sein, werden
5 geistig ~ <verhüllend für> dumm;
6 ~ an Mangel leidend an, von geringem Gehalt an; ~ an Freunden; ~ an Vitaminen; mildtätig gegen die Armen sein; ich bin um 10 Mark ärmer geworden <umg.; scherzh.> ich habe 10 Mark ausgegeben, man hat mir 10 Mark gestohlen;
7 der Ärmste! (Ausruf des Mitleids) ;[<ahd. ar(a)m <germ. *armaz <idg. *orbhmo-; urspr. „vereinsamt, verlassen“; verwandt mit Arbeit, Erbe, Eremit]
[arm]
[armes, arms, arme, armen, armer, armem, ärmerer, ärmer, ärmere, ärmeres, ärmeren, ärmerem, ärmster, ärmste, ärmsts, ärmsten, ärmstem, ärmstes]