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aufheben  

Auf|he|ben, das; -s [nach den umständlichen Zeremonien der (Schau)fechter beim Aufheben der Waffe vom Boden vor einem Kampf]: meist in den Wendungen viel Aufheben[s] von etw., jmdm. machen (etw., jmdn. übertrieben, ungerechtfertigt wichtig nehmen u. überflüssigerweise die Aufmerksamkeit anderer darauf, auf ihn lenken); kein A. von etw., jmdm. machen (etw., jmdn. nicht wichtig nehmen, als nebensächlich abtun); ohne [jedes, großes o. ä.] A. (ohne Aufsehen zu erregen, ohne große Umstände).auf|he|ben <st. V.; hat>:

1.a) [vom Boden] aufnehmen: einen Stein a.; etw. Heruntergefallenes wieder a.; wir versuchten, den hilflos Daliegenden aufzuheben (wieder aufzurichten);

b)<a. + sich> (geh. veraltend) sich erheben, aufstehen: ich hob mich mühsam vom Sessel auf; die menschliche Klage, die sich zu Gott aufhob;

c)in die Höhe heben; erheben: die Hand [zum Schwur] a.; die Schüler wagten nicht, den Kopf aufzuheben; sie hob den Blick, die Augen fragend zu ihm auf (geh.; blickte zu ihm auf).



2.aufbewahren: etw. gut, sorgfältig a.; Briefe zur Erinnerung a.; sie hebt alles auf (wirft nichts weg); du hebst dir das Beste immer bis zum Schluss auf; sie wollte sich für den Mann a. (wollte ihre Jungfräulichkeit für den Mann bewahren), den sie eines Tages heiraten würde;

*bei jmdm., irgendwo gut/schlecht o. ä. aufgehoben sein (bei jmdm., irgendwo [nicht] in guter Obhut sein: das Kind war bei seinen Pflegeeltern gut aufgehoben; ich fühlte mich in diesem Hospital bestens aufgehoben. bei jmdm., irgendwo [nicht] sicher, geschützt sein: Geheimnisse sind bei ihr schlecht aufgehoben (sie pflegt sie auszuplaudern). Sport; von jmdm., irgendwo gut/schlecht gedeckt werden: der Stürmer war bei dem kleinen Verteidiger gut aufgehoben).


3.a)nicht länger bestehen lassen: die Todesstrafe a.; der Jesuitenorden wurde in manchen Ländern aufgehoben; einen Haftbefehl, Sanktionen a. (rückgängig machen); ein Urteil a. (für ungültig erklären); die Schwerkraft a. (außer Kraft setzen);

R aufgeschoben ist nicht aufgehoben;


b)den gleichen Wert, die gleiche Wirkung wie etw. Entgegengesetztes haben u. es dadurch ausgleichen: der Verlust hebt den Gewinn wieder auf; + 2 und - 2 heben sich gegenseitig auf; das hebt sich [gegenseitig] auf;

c)etw. offiziell beenden: die Belagerung, die Versammlung a.



4.(veraltet) festnehmen, verhaften: die Bande wurde in der Nacht aufgehoben.
aufheben  

Auf|he|ben, das; -s; [ein] großes Aufheben, viel Aufheben[s] von dem Buch machenauf|he|ben
aufheben  

ohne Aufheben
auf leisen Sohlen, geräuschlos, im Verborgenen, ohne Aufsehen, stillschweigend, unauffällig, unbeachtet, unbemerkt, unbeobachtet, verborgen, verschwiegen, versteckt, verstohlen; (bildungsspr.): diskret; (ugs.): heimlich, still und leise; sang- und klanglos.

viel Aufhebens machen
aufbauschen, eine Haupt- und Staatsaktion machen, hochspielen, maßlos übertreiben; (ugs.): aus einer Mücke einen Elefanten machen, viel Wind machen; (ugs., oft abwertend): sich wichtigmachen, wichtigtun; (abwertend): große Reden schwingen, große Töne spucken, Sprüche klopfen, tönen; (ugs. abwertend): aufplustern, dick auftragen, großes Theater/Trara machen; (Jugendspr.): eine Schau machen.
[• Aufheben]
[Aufhebens, hebe auf, hebst auf, hebt auf, heben auf, hob auf, hobst auf, hoben auf, hobt auf, hebest auf, hebet auf, höbe auf, höbest auf, höben auf, höbet auf, heb auf, aufgehoben, aufhebend]
1. auflesen, aufnehmen, aufraffen, aufsuchen, einsammeln, hochnehmen; (bes. südd., österr.): aufklauben, zusammenklauben.

2. bewahren, hinterlegen, in Verwahrung nehmen, speichern, verwahren, zurücklegen; (ugs.): bunkern; (schweiz., sonst veraltend): versorgen; (veraltet): asservieren, aufbehalten.

3. a) abschaffen, auflösen, außer Kraft setzen, beseitigen, einstellen, für nichtig erklären, für ungültig erklären, rückgängig machen, streichen, zurücknehmen, zurückziehen; (bildungsspr.): annullieren, liquidieren; (emotional verstärkend): für null und nichtig erklären.

b) aufwiegen, ausgleichen, wettmachen; (bildungsspr.): nivellieren; (bildungsspr., Fachspr.): kompensieren.

c) beenden, beendigen, beschließen, enden lassen; (geh.): ein Ende bereiten/machen/setzen.

[aufheben]
[Aufhebens, hebe auf, hebst auf, hebt auf, heben auf, hob auf, hobst auf, hoben auf, hobt auf, hebest auf, hebet auf, höbe auf, höbest auf, höben auf, höbet auf, heb auf, aufgehoben, aufhebend]
aufheben  

Auf|he|ben, das; -s [nach den umständlichen Zeremonien der (Schau)fechter beim Aufheben der Waffe vom Boden vor einem Kampf]: meist in den Wendungen viel Aufheben[s] von etw., jmdm. machen (etw., jmdn. übertrieben, ungerechtfertigt wichtig nehmen u. überflüssigerweise die Aufmerksamkeit anderer darauf, auf ihn lenken); kein A. von etw., jmdm. machen (etw., jmdn. nicht wichtig nehmen, als nebensächlich abtun); ohne [jedes, großes o. ä.] A. (ohne Aufsehen zu erregen, ohne große Umstände).auf|he|ben <st. V.; hat>:

1.
a) [vom Boden] aufnehmen: einen Stein a.; etw. Heruntergefallenes wieder a.; wir versuchten, den hilflos Daliegenden aufzuheben (wieder aufzurichten);

b)<a. + sich> (geh. veraltend) sich erheben, aufstehen: ich hob mich mühsam vom Sessel auf; die menschliche Klage, die sich zu Gott aufhob;

c)in die Höhe heben; erheben: die Hand [zum Schwur] a.; die Schüler wagten nicht, den Kopf aufzuheben; sie hob den Blick, die Augen fragend zu ihm auf (geh.; blickte zu ihm auf).



2.aufbewahren: etw. gut, sorgfältig a.; Briefe zur Erinnerung a.; sie hebt alles auf (wirft nichts weg); du hebst dir das Beste immer bis zum Schluss auf; sie wollte sich für den Mann a. (wollte ihre Jungfräulichkeit für den Mann bewahren), den sie eines Tages heiraten würde;

*bei jmdm., irgendwo gut/schlecht o. ä. aufgehoben sein (bei jmdm., irgendwo [nicht] in guter Obhut sein: das Kind war bei seinen Pflegeeltern gut aufgehoben; ich fühlte mich in diesem Hospital bestens aufgehoben. bei jmdm., irgendwo [nicht] sicher, geschützt sein: Geheimnisse sind bei ihr schlecht aufgehoben (sie pflegt sie auszuplaudern). Sport; von jmdm., irgendwo gut/schlecht gedeckt werden: der Stürmer war bei dem kleinen Verteidiger gut aufgehoben).


3.
a)nicht länger bestehen lassen: die Todesstrafe a.; der Jesuitenorden wurde in manchen Ländern aufgehoben; einen Haftbefehl, Sanktionen a. (rückgängig machen); ein Urteil a. (für ungültig erklären); die Schwerkraft a. (außer Kraft setzen);

Raufgeschoben ist nicht aufgehoben;


b)den gleichen Wert, die gleiche Wirkung wie etw. Entgegengesetztes haben u. es dadurch ausgleichen: der Verlust hebt den Gewinn wieder auf; + 2 und - 2 heben sich gegenseitig auf; das hebt sich [gegenseitig] auf;

c)etw. offiziell beenden: die Belagerung, die Versammlung a.



4.(veraltet) festnehmen, verhaften: die Bande wurde in der Nacht aufgehoben.
aufheben  

[st.V.; hat]: 1. a) [vom Boden] aufnehmen: einen Stein a.; etw. Heruntergefallenes wieder a.; wir versuchten, den hilflos Daliegenden aufzuheben (wieder aufzurichten); b) [a.+sich] (geh. veraltend) sich erheben, aufstehen: ich hob mich mühsam vom Sessel auf; Ü die menschliche Klage, die sich zu Gott aufhob; c) in die Höhe heben; erheben: die Hand [zum Schwur] a.; die Schüler wagten nicht, den Kopf aufzuheben; sie hob den Blick, die Augen fragend zu ihm auf (geh.; blickte zu ihm auf). 2. aufbewahren: etw. gut, sorgfältig a.; Briefe zur Erinnerung a.; sie hebt alles auf (wirft nichts weg); du hebst dir das Beste immer bis zum Schluss auf; sie sollte sich für den a. (sie sollte auch für den ihre Jungfräulichkeit bewahren), mit dem sie dann gehen wollte; *bei jmdm., irgendwo gut/schlecht o.ä. aufgehoben sein (1. bei jmdm., irgendwo [nicht] in guter Obhut sein: das Kind war bei seinen Pflegeeltern gut aufgehoben; ich fühlte mich in diesem Hospital bestens aufgehoben. 2. bei jmdm., irgendwo [nicht] sicher, geschützt sein: Geheimnisse sind bei ihr schlecht aufgehoben (sie pflegt sie auszuplaudern). 3. Sport; von jmdm., irgendwo gut/schlecht gedeckt werden: der Stürmer war bei dem kleinen Verteidiger gut aufgehoben). 3. a) nicht länger bestehen lassen: die Todesstrafe a.; der Jesuitenorden wurde in manchen Ländern aufgehoben; einen Haftbefehl, Sanktionen a. (rückgängig machen); ein Urteil a. (für ungültig erklären); die Schwerkraft a. (außer Kraft setzen); R aufgeschoben ist nicht aufgehoben; b) den gleichen Wert, die gleiche Wirkung wie etw. Entgegengesetztes haben u. es dadurch ausgleichen: der Verlust hebt den Gewinn wieder auf; +2 und 2 heben sich gegenseitig auf; das [das beides] hebt sich auf; c) etw. offiziell beenden: die Belagerung, die Versammlung a. 4. (veraltet) festnehmen, verhaften: die Bande wurde in der Nacht aufgehoben;
aufheben  

anheben, aufheben, heben, hieven, hochheben, hochziehen, stemmen, wuchten
[anheben, heben, hieven, hochheben, hochziehen, stemmen, wuchten]
aufheben  

n.
<V.t. 163; hat>
1 in die Höhe heben (Gegenstand), erheben (Hand), abheben (Deckel); außer Kraft setzen, für ungültig erklären (Befehl, Gesetz); beenden (Strafe, Belagerung); verwahren, aufbewahren; zurücklegen (Waren, Theaterkarte); einander ~ einander gleichkommen an Wert od. Wirkung u. dadurch an Wert od. Wirkung verlieren, sich ausgleichen;
2 ;das eine hebt das andere (nicht) auf; Druck u. Gegendruck heben einander auf; können Sie mir das Buch bis morgen ~?; einen Gestürzten ~; die Tafel ~ das Essen offiziell beenden, das Zeichen zum Aufstehen geben;
3 ;etwas vom Boden ~; jmdm. etwas zum Aufheben geben
4 aufgeschoben ist nicht aufgehoben wenn man etwas verschoben hat, braucht es noch nicht ungültig zu sein (Einladung); das Geld ist bei ihm gut aufgehoben sicher aufbewahrt, in guten Händen; hier ist man gut aufgehoben hier ist man gut versorgt;
5 um eine Sache, von einer Sache viel Aufhebens machen sie zu wichtig nehmen;
['auf|he·ben]
[aufhebens, hebe auf, hebst auf, hebt auf, heben auf, hob auf, hobst auf, hoben auf, hobt auf, hebest auf, hebet auf, höbe auf, höbest auf, höben auf, höbet auf, heb auf, aufgehoben, aufhebend]