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Ausdruck,  

der; -[e]s, Ausdrücke [nach frz. expression für älteres Ausdruckung, aber schon mhd. (Mystik) ]: 1. Wort, Bezeichnung, Terminus, Wendung: ein gewählter, umgangssprachlicher, fachsprachlicher, mundartlicher, ordinärer A; einen A. nicht verstehen, nicht kennen; Ausdrücke gebrauchen, im Munde führen, an sich haben (derbe Wörter, Schimpfwörter gebrauchen); sich im A. vergreifen (in unangemessenem Ton sprechen); R das ist gar kein A.! (das ist viel zu schwach ausgedrückt, zu zurückhaltend formuliert). 2. [o.Pl.] a) sprachlicher Stil, Ausdrucksweise: sie besitzt große Gewandtheit im A.; b) Aussagekraft, künstlerische Gestaltung: ein Gedicht mit viel A. vortragen; sein Gesang, sein Spiel ist ohne A. 3. [o.Pl.] äußeres, sichtbares Zeichen, in dem sich eine innere Beschaffenheit od. Struktur widerspiegelt; Kennzeichen: Monumentalität ist der A. dieser Epoche; eine Äußerung mit dem A. (mit der Bekundung) tiefen Bedauerns zurücknehmen; einer Sache A. geben/verleihen (geh.; etw. zu erkennen geben, äußern); in ihren Worten kam ihre Verbitterung zum A. (drückte sich darin aus). 4. [Pl. selten] Miene, [Gesichts]zug o.Ä., der Widerspiegelung einer psychischen Verfassung, einer Gemütsbewegung, Einstellung u.a. ist: sein Gesicht bekam einen ärgerlichen A. 5. (Math.) durch eine spezielle Zeichenreihe dargestellte Aussage.