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Bauch,  

der; -[e]s, Bäuche [mhd. buch, ahd. buh, urspr. = der Geschwollene]: 1. a) (bei Wirbeltieren einschließlich des Menschen) unterer Teil des Rumpfes zwischen Zwerchfell u. Becken: den B. vorstrecken; der Arzt tastete ihm den B. ab; auf dem B. schlafen; die Zeitung las er auf dem B. liegend; jmdm. den B. aufschneiden (salopp; bei jmdm. einen Bauchschnitt machen); Ü diese Entscheidung kam nicht aus dem Kopf, sondern aus dem B. (ugs.; dem Bauch als dem angeblichen Sitz der Emotion, des subjektiven Gefühls); sie vertraut weniger ihrem Kopf als vielmehr ihrem B. (ihrem Gefühl); etw. mit dem Kopf und mit dem B. (sowohl verstandes- als auch gefühlsmäßig) begreifen; *sich [Dativ] [vor Lachen] den B. halten (ugs.; sehr lachen müssen); auf den B. fallen (ugs.; etwas nicht erreichen; scheitern): mit seiner Eingabe ist er auf den B. gefallen; vor jmdm. auf dem B. liegen/kriechen (ugs. abwertend; jmdm. gegenüber unterwürfig sein); b) der sich vorwölbende Teil des Bauches (1 a) (als Anzeichen von Beleibtheit): ein dicker, spitzer B.; einen B. ansetzen, haben; die Hände über dem B. falten; Ü der B. (die Wölbung) eines Kruges; *einen schlauen B. haben (ugs. iron.; schlau, gewitzt sein; hängt vielleicht mit jidd. bauchen = kundig sein zusammen). 2. (ugs.) der innere Teil des Rumpfes, in dem sich die Umsetzung u. Verdauung der Nahrung abspielen; Magen [u. Darm]: einen leeren B. haben; sie hat sich den B. voll geschlagen (sehr viel gegessen); mir tut der B. weh; nichts im B. haben (noch nichts gegessen haben u. daher hungrig sein); Spr ein voller B. studiert nicht gern (ein satter Mensch ist träge u. denkfaul; nach lat. plenus venter non studet libenter); Ü im B. (im Innern) des Schiffes; *aus dem hohlen B. (salopp; ohne gründliche Vorbereitung, ohne sich vorher fachlich orientiert zu haben): die Frage kann ich dir nicht so aus dem hohlen B. beantworten.