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Bein  

Bein, das; -[e]s, -e (landsch., südd., österr. auch: -er) [mhd., ahd. bein, H. u.]:

1.zum Stehen u. Fortbewegen dienende Gliedmaße bei Mensch u. Tier (die beim Wirbeltier u. beim Menschen vom Hüftgelenk bis zu den Zehen reicht): das rechte, linke B.; gerade -e; ein künstliches B.; die -e spreizen, von sich strecken, übereinanderschlagen; sich mühsam auf die -e stellen;

R auf einem B. kann man nicht stehen (ein Glas Alkohol genügt nicht; bei der Aufforderung od. dem Wunsch, ein zweites Glas zu trinken);


*kein B. (schweiz., sonst landsch.; kein Mensch); jmdm. [lange] -e machen (ugs.:jmdn. fortjagen. jmdn. antreiben, sich schneller zu bewegen); jüngere -e haben (ugs.; besser als eine ältere Person laufen können); ein langes B. machen (Fußball; den ballführenden Gegner durch einen Spreiz- oder Grätschschritt vom Ball zu trennen suchen); ein/das B. stehen lassen (Fußball; den ballführenden Gegner über ein Bein fallen lassen); [nur] ein linkes/rechtes B. haben (Fußball; nur mit dem linken/rechten Bein richtig schießen können, Schusskraft haben); die -e breit machen (salopp; [von Frauen] Geschlechtsverkehr ausüben); sich <Dativ> die -e vertreten (ugs.; nach langem Sitzen ein wenig hin u. her gehen); sich <Dativ> kein B. ausreißen (ugs.; sich [bei der Arbeit] nicht besonders anstrengen); jmdm. ein B. stellen (jmdn. durch Vorstellen eines Beines zum Stolpern bringen. jmdm. durch eine bestimmte Handlung Schaden zufügen; jmdn. hereinlegen); -e bekommen/gekriegt haben (ugs.; plötzlich abhandengekommen od. gestohlen worden sein); die -e in die Hand/unter die Arme nehmen (ugs.; ganz schnell [weg]laufen); die -e unter jmds. Tisch strecken (ugs.; sich von jmdm. ernähren lassen; von jmdm. versorgt werden); sich <Dativ> die -e nach etw. ablaufen/abrennen/wund laufen (ugs.; in dauerndem [vergeblichen] Bemühen hinter einer Sache her sein, viele Gänge wegen etw. machen); sich <Dativ> die -e abstehen; sich <Dativ> die -e in den Leib/Bauch stehen (ugs.; lange stehen u. auf etw. warten müssen); alles, was -e hat (ugs.; alle, die laufen können); etw. noch am B. haben (ugs.; etwas noch bezahlen müssen, als Verpflichtung haben); jmdm., sich etw. ans B. hängen/binden (ugs.; jmdm., sich etwas aufbürden und ihn, sie, sich dadurch in der Aktivität hemmen; die Wendung nimmt darauf Bezug, dass dem Vieh auf nicht eingezäunter Weide die Vorderbeine zusammengebunden werden und ein Holzklotz an die Beine gebunden wird, um es in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken. Auch Gefangene schmiedete man früher an einen Klotz, um ihnen die Bewegungsfreiheit zu nehmen); etw. ans B. binden (ugs.; etwas darangeben, einbüßen); wieder auf den -en sein (wieder [ganz] gesund sein); viel auf den -en sein (viel unterwegs sein; [in einer Tätigkeit mit Stehen oder Umherlaufen] sehr beschäftigt sein); auf den -en sein (draußen, auf der Straße sein); [wieder] auf die -e kommen (sich aufrichten, aufstehen. [wieder] gesund werden. wirtschaftlich wieder hochkommen, festen Fuß fassen); jmdn., sich [wieder] auf die -e bringen/stellen (jmdn., sich [wieder] aufrichten: ich stellte mich mühsam auf die -e. jmdn., sich [innerlich] stärken, wieder aufrichten); jmdn. auf die -e bringen (jmdn. herauslocken, zusammenbringen); etw. [wieder] auf die -e bringen (etw. [wieder] in einen guten Zustand bringen); etw. auf die -e stellen (etw. in bewundernswerter Weise zustande bringen); jmdm. auf die -e helfen (einer gestürzten Person wieder aufhelfen. jmdm. helfen, eine Schwäche od. Krankheit zu überwinden. jmdm. finanziell helfen, damit er wieder wirtschaftlich vorankommt); immer wieder auf die -e fallen (ugs.; aus allen Schwierigkeiten immer wieder ohne Schaden hervorgehen); sich nicht [mehr]/kaum [noch] auf den -en halten können (vor Müdigkeit, Schwäche dem Umfallen nahe sein); auf eigenen -en stehen (selbstständig, unabhängig sein); auf schwachen -en stehen (schwach, unsicher sein); schwach auf den -en (nicht gesund, von (schwerer) Krankheit geschwächt. ugs.; unbewiesen, ungesichert); in die -e gehen (ugs.; die Beine schwer machen, belasten; die Beweglichkeit der Beine hemmen. zum rhythmischen [Sich]bewegen, zum Tanzen anregen); mit beiden -en im Leben/[fest] auf der Erde stehen (Realist[in], Praktiker[in] sein; sich in jeder Lage zurechtfinden); mit dem linken B. zuerst aufgestanden sein (ugs.; schlechter Laune sein, an allem etw. auszusetzen haben); mit einem B. im Gefängnis stehen (etw., was hart an der Grenze des Erlaubten ist, getan haben. einen risikoreichen Beruf haben, bei dem eine Unachtsamkeit o. Ä. schwerwiegende Folgen hat, die einem eine Gefängnisstrafe einbringen kann); mit einem B. im Grab[e] stehen (schwer krank od. in großer Gefahr sein); von einem B. aufs andere treten (ugs.; ungeduldig warten müssen).


2.a)der Teil eines Möbelstücks, eines Gerätes o. Ä., mit dem es auf dem Boden steht;

b)<Pl.> (Jargon) untere, die Bewegung vermittelnde Teile des Autos (Achsschenkel, Räder, Reifen).



3.Hosenbein: eine Hose mit engen, weiten Beinen.


4.(nord- u. md.) Fuß: er hat mich aufs B. getreten.


5.(südd., österr., schweiz., Med. in Zus., sonst veraltet) Knochen: der Hund nagt an einem B.;

*jmdm. in die -e fahren (jmdm. durch alle Glieder, durch den ganzen Körper gehen): die Aufregung war ihr in die -e gefahren.
Bein  

Bein, das; -[e]s, -e
Bein  

Bein, das; -[e]s, -e (landsch., südd., österr. auch: -er) [mhd., ahd. bein, H. u.]:

1.zum Stehen u. Fortbewegen dienende Gliedmaße bei Mensch u. Tier (die beim Wirbeltier u. beim Menschen vom Hüftgelenk bis zu den Zehen reicht): das rechte, linke B.; gerade -e; ein künstliches B.; die -e spreizen, von sich strecken, übereinanderschlagen; sich mühsam auf die -e stellen;

Rauf einem B. kann man nicht stehen (ein Glas Alkohol genügt nicht; bei der Aufforderung od. dem Wunsch, ein zweites Glas zu trinken);


*kein B. (schweiz., sonst landsch.; kein Mensch); jmdm. [lange] -e machen (ugs.:jmdn. fortjagen. jmdn. antreiben, sich schneller zu bewegen); jüngere -e haben (ugs.; besser als eine ältere Person laufen können); ein langes B. machen (Fußball; den ballführenden Gegner durch einen Spreiz- oder Grätschschritt vom Ball zu trennen suchen); ein/das B. stehen lassen (Fußball; den ballführenden Gegner über ein Bein fallen lassen); [nur] ein linkes/rechtes B. haben (Fußball; nur mit dem linken/rechten Bein richtig schießen können, Schusskraft haben); die -e breit machen (salopp; [von Frauen] Geschlechtsverkehr ausüben); sich <Dativ> die -e vertreten (ugs.; nach langem Sitzen ein wenig hin u. her gehen); sich <Dativ> kein B. ausreißen (ugs.; sich [bei der Arbeit] nicht besonders anstrengen); jmdm. ein B. stellen (jmdn. durch Vorstellen eines Beines zum Stolpern bringen. jmdm. durch eine bestimmte Handlung Schaden zufügen; jmdn. hereinlegen); -e bekommen/gekriegt haben (ugs.; plötzlich abhandengekommen od. gestohlen worden sein); die -e in die Hand/unter die Arme nehmen (ugs.; ganz schnell [weg]laufen); die -e unter jmds. Tisch strecken (ugs.; sich von jmdm. ernähren lassen; von jmdm. versorgt werden); sich <Dativ> die -e nach etw. ablaufen/abrennen/wund laufen (ugs.; in dauerndem [vergeblichen] Bemühen hinter einer Sache her sein, viele Gänge wegen etw. machen); sich <Dativ> die -e abstehen; sich <Dativ> die -e in den Leib/Bauch stehen (ugs.; lange stehen u. auf etw. warten müssen); alles, was -e hat (ugs.; alle, die laufen können); etw. noch am B. haben (ugs.; etwas noch bezahlen müssen, als Verpflichtung haben); jmdm., sich etw. ans B. hängen/binden (ugs.; jmdm., sich etwas aufbürden und ihn, sie, sich dadurch in der Aktivität hemmen; die Wendung nimmt darauf Bezug, dass dem Vieh auf nicht eingezäunter Weide die Vorderbeine zusammengebunden werden und ein Holzklotz an die Beine gebunden wird, um es in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken. Auch Gefangene schmiedete man früher an einen Klotz, um ihnen die Bewegungsfreiheit zu nehmen); etw. ans B. binden (ugs.; etwas darangeben, einbüßen); wieder auf den -en sein (wieder [ganz] gesund sein); viel auf den -en sein (viel unterwegs sein; [in einer Tätigkeit mit Stehen oder Umherlaufen] sehr beschäftigt sein); auf den -en sein (draußen, auf der Straße sein); [wieder] auf die -e kommen (sich aufrichten, aufstehen. [wieder] gesund werden. wirtschaftlich wieder hochkommen, festen Fuß fassen); jmdn., sich [wieder] auf die -e bringen/stellen (jmdn., sich [wieder] aufrichten: ich stellte mich mühsam auf die -e. jmdn., sich [innerlich] stärken, wieder aufrichten); jmdn. auf die -e bringen (jmdn. herauslocken, zusammenbringen); etw. [wieder] auf die -e bringen (etw. [wieder] in einen guten Zustand bringen); etw. auf die -e stellen (etw. in bewundernswerter Weise zustande bringen); jmdm. auf die -e helfen (einer gestürzten Person wieder aufhelfen. jmdm. helfen, eine Schwäche od. Krankheit zu überwinden. jmdm. finanziell helfen, damit er wieder wirtschaftlich vorankommt); immer wieder auf die -e fallen (ugs.; aus allen Schwierigkeiten immer wieder ohne Schaden hervorgehen); sich nicht [mehr]/kaum [noch] auf den -en halten können (vor Müdigkeit, Schwäche dem Umfallen nahe sein); auf eigenen -en stehen (selbstständig, unabhängig sein); auf schwachen -en stehen (schwach, unsicher sein); schwach auf den -en (nicht gesund, von (schwerer) Krankheit geschwächt. ugs.; unbewiesen, ungesichert); in die -e gehen (ugs.; die Beine schwer machen, belasten; die Beweglichkeit der Beine hemmen. zum rhythmischen [Sich]bewegen, zum Tanzen anregen); mit beiden -en im Leben/[fest] auf der Erde stehen (Realist[in], Praktiker[in] sein; sich in jeder Lage zurechtfinden); mit dem linken B. zuerst aufgestanden sein (ugs.; schlechter Laune sein, an allem etw. auszusetzen haben); mit einem B. im Gefängnis stehen (etw., was hart an der Grenze des Erlaubten ist, getan haben. einen risikoreichen Beruf haben, bei dem eine Unachtsamkeit o. Ä. schwerwiegende Folgen hat, die einem eine Gefängnisstrafe einbringen kann); mit einem B. im Grab[e] stehen (schwer krank od. in großer Gefahr sein); von einem B. aufs andere treten (ugs.; ungeduldig warten müssen).


2.
a)der Teil eines Möbelstücks, eines Gerätes o. Ä., mit dem es auf dem Boden steht;

b)<Pl.> (Jargon) untere, die Bewegung vermittelnde Teile des Autos (Achsschenkel, Räder, Reifen).



3.Hosenbein: eine Hose mit engen, weiten Beinen.


4.(nord- u. md.) Fuß: er hat mich aufs B. getreten.


5.(südd., österr., schweiz., Med. in Zus., sonst veraltet) Knochen: der Hund nagt an einem B.;

*jmdm. in die -e fahren (jmdm. durch alle Glieder, durch den ganzen Körper gehen): die Aufregung war ihr in die -e gefahren.
Bein  

Bein, Lauf (Wildtiere), untere Extremität
[Lauf, untere Extremität]
Bein  

n.
<n. 11>
1 Gliedmaße höherer Wirbeltiere; untere Gliedmaße des Menschen; beinähnl. Stütze (Stuhl~, Tisch~); Knochen; <kurz für> = Elfenbein
2 sich die ~e nach etwas ablaufen <fig.> viele Wege machen, um etwas zu bekommen; die ~e anziehen, ausstrecken; er hat sich kein ~ dabei ausgerissen <fig.; umg.> er hat sich nicht übermäßig dabei angestrengt; meine Geldbörse hat ~e bekommen <fig.; umg.> ist abhanden gekommen, gestohlen worden; es friert Stein und ~ <fig.> sehr; alles, was ~e hatte, war zum Wochenende unterwegs <umg.> jedermann; soll ich dir ~e machen? <fig.; umg.> willst du dich wohl beeilen?, mach, dass du wegkommst!; jmdm. ~e machen <fig.; umg.> ihn wegjagen, antreiben; Stein u. ~ schwören <sprichwörtl.> eifrig beteuern, versichern; jmdm. ein ~ stellen versuchen, ihn zu Fall zu bringen; <a. fig.> ihm absichtl. Schaden zufügen; sich die~e (ein wenig) vertreten <fig.; umg.> sich Bewegung machen;
3 ;gerade, dicke, krumme, kurze, lange, schlanke, schöne ~ haben; ein gebrochenes, geschientes ~; mit gekreuzten, übergeschlagenen ~n dasitzen; mit gespreizten ~en dastehen; er trägt ein künstliches ~; Lügen haben kurze ~e <Sprichw.> Lügen werden schnell aufgedeckt; das linke, rechte ~ heben
4 einen Klotz am ~ haben <fig.> mit etwas belastet sein; da hat sie sich aber etwas ans ~ gebunden <fig.; umg.> sich mit etwas belastet; sich ans ~ stoßen; 10000 Mann auf die ~e bringen zusammenbringen, aufstellen; einen Kranken wieder auf die ~e bringen <umg.> zu seiner Genesung beitragen; er hat das Geschäft wieder auf die ~e gebracht <fig.> wieder hochgebracht, ihm neuen Aufschwung gegeben; immer wieder auf die ~e fallen <fig.> Glück haben, gut davonkommen; jmdm. wieder auf die ~e helfen (einem Gestürzten); <fig.> seine Lage verbessern; auf einem ~ hüpfen; nach langer Krankheit wieder auf die ~e kommen gesund werden, genesen; ich muss mich jetzt auf die ~e machen <umg.> ich muss weggehen; den ganzen Tag, von früh an auf den ~en sein; noch gut auf den ~en sein <fig.> noch rüstig sein; die ganze Stadt war auf den ~en <umg.> unterwegs; auf einem ~ kann man nicht stehen (Aufforderung, noch ein Glas Schnaps zu trinken); auf eigenen ~en (Füßen) stehen <fig.> selbständig, unabhängig sein; die ~e in die Hand nehmen <fig.> schnell entwischen; sich die ~e in den Leib (Bauch) stehen <fig.; umg.> lange warten müssen; der Schreck ist mir in die ~e gefahren <fig.; umg.> ich bin sehr erschrocken; was man nicht im Kopf hat, muss man in den ~en haben <umg.> wenn man etwas vergessen hat, muss man den Weg zweimal machen; ein Schemel mit drei ~en; mit den ~en baumeln; du bist wohl heute mit dem linken ~ (zuerst) aufgestanden? <fig.> du hast aber heute schlechte Laune; ich muss heute mit dem linken ~ (zuerst) aufgestanden sein <fig.> heute misslingt mir alles; mit beiden ~en auf der Erde stehen lebenstüchtig sein; sich in jeder Lage zurechtfinden; mit einem ~ im Grabe stehen <fig.> dem Tode nahe sein; er ist über seine eigenen ~e gestolpert (vor Ungeschick); die ~e unter den Arm nehmen <fig.> schnell entwischen; die ~e unter den Tisch strecken <fig.> sich ernähren lassen, nichts tun; von meinem ~e (in alten Zauberformeln) Knochen; von Fleisch und ~ Knochen; er tritt schon von einem ~ aufs andere (vor Ungeduld); jmdm. einen Knüppel zwischen die ~e werfen <fig.> ein Hindernis in den Weg legen, Schwierigkeiten bereiten; [<ahd. bein, engl. bone <germ. *baina- „Knochen“]
[Bein]
[Beines, Beins, Beine, Beinen]