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Besitz,  

der; -es [im 15.Jh. für mhd. ]: a) (materielle) Güter, die jmd. geerbt od. erworben hat, sodass er darüber verfügen kann (im allgemeinen Sprachgebrauch meist gleichbed. mit ?Eigentum? gebraucht, juristisch davon unterschieden als ?das, worüber jmd. die tatsächliche [nicht unbedingt aber die rechtliche] Herrschaft hat?): privater, staatlicher B.; seinen B. vergrößern, verlieren; nach B. streben; ein Konzern in amerikanischem B.; etw. kommt in jmds. B., geht in jmds. B. über; etw. in seinen B. bringen; Ü die Klassiker gehören heute nicht mehr zum geistigen B. (zu den verfügbaren Kenntnissen) der Jugend; b) etw., was jmdm. gehört: die paar Sachen sind mein ganzer B.; das ist ein Stück aus ihrem persönlichen B.; c) das Besitzen; Zustand des Besitzens: unerlaubter B. von Waffen wird bestraft; im B. von etw. sein (etw. besitzen); etw. in B. haben (etw. besitzen); etw. in B. nehmen, von etw. B. ergreifen (etw. an sich nehmen, sich einer Sache bemächtigen); sie hat einen Besitz ergreifenden Charakter; Ü Traurigkeit, ein Gefühl der Leere ergriff B. von ihm; im vollen B. seiner Kräfte sein; d) (veraltend) Land-, Grundbesitz; Landgut: sich auf seinen B. zurückziehen; einen verwahrlosten B. in eine Musterwirtschaft verwandeln.