[ - Collapse All ]
betrachten  

be|trạch|ten <sw. V.; hat> [mhd. betrahten, ahd. bitrahtōn = bedenken, erwägen; streben, zu ↑ trachten ]:

1.[längere Zeit] prüfend ansehen: jmdn., etw. neugierig, ungeniert, aus nächster Nähe, von oben bis unten, mit Aufmerksamkeit b.; ein Bild, ein Bauwerk eingehend b.; seinen Bauch, sich im Spiegel b.; ich habe mir die Gegend betrachtet; bei Licht betrachtet (bei genauem Hinsehen) ist die Sache etwas anders; im Weißen Haus betrachtet man die neuen Machthaber kritisch.


2.für etw. halten: er betrachtet sich als mein/(auch:) meinen Freund; jmdn. als Verbündeten, als enterbt b.


3.a)in einer bestimmten Weise [zu] beurteilen [suchen]: etw. einseitig, objektiv, von zwei Seiten, unter einem anderen Aspekt b.; so betrachtet, ist die Angelegenheit anders zu beurteilen;

b)zum Gegenstand einer genauen Untersuchung, Beurteilung machen: wir betrachten die Entwicklung von der Romanik zur Gotik.

betrachten  


1. anschauen, anstarren, beäugen, belauern, beleuchten, beobachten, Beobachtungen machen, besehen, besichtigen, den Blick heften, den Blick nicht abwenden können, einen Blick gönnen/schenken/zuwerfen, einen Blick werfen, fixieren, inspizieren, mit Blicken/mit den Augen verfolgen, mustern, nicht aus den Augen lassen; (geh.): in Augenschein nehmen; (bildungsspr.): taxieren; (ugs.): angucken, begucken, unter die Lupe nehmen, beluchsen, spannen; (salopp): anglotzen; (ugs. scherzh.): beäugeln, kiebitzen, Stielaugen machen; (abwertend): begaffen, Maulaffen feilhalten; (nordd.): bekieken, bekucken, beglupschen; (landsch.): beschauen; (landsch. scherzh.): beaugapfeln; (abwertend): angaffen; (Papierdt., aber meist scherzh.): beaugenscheinigen.

2. ansehen als, auffassen, beurteilen, charakterisieren, denken über, einschätzen, erachten, halten für, sehen in, verstehen als.

3. a) abschätzen, begutachten, bewerten, einschätzen, halten für, interpretieren, urteilen, werten; (bildungsspr.): evaluieren.

b) auf den Grund gehen/kommen, beleuchten, begutachten, beobachten, durchleuchten, ergründen, erforschen, Nachforschungen/Recherchen anstellen, studieren, untersuchen, zergliedern, zu erkennen suchen; (bildungsspr.): analysieren, eruieren, sondieren; (veraltet): observieren; (Fachspr.): explorieren.

[betrachten]
[betrachte, betrachtest, betrachtet, betrachtete, betrachtetest, betrachteten, betrachtetet, betracht, betrachtend]
betrachten  

be|trạch|ten <sw. V.; hat> [mhd. betrahten, ahd. bitrahtōn = bedenken, erwägen; streben, zu ↑ trachten]:

1.[längere Zeit] prüfend ansehen: jmdn., etw. neugierig, ungeniert, aus nächster Nähe, von oben bis unten, mit Aufmerksamkeit b.; ein Bild, ein Bauwerk eingehend b.; seinen Bauch, sich im Spiegel b.; ich habe mir die Gegend betrachtet; bei Licht betrachtet (bei genauem Hinsehen) ist die Sache etwas anders; im Weißen Haus betrachtet man die neuen Machthaber kritisch.


2.für etw. halten: er betrachtet sich als mein/(auch:) meinen Freund; jmdn. als Verbündeten, als enterbt b.


3.
a)in einer bestimmten Weise [zu] beurteilen [suchen]: etw. einseitig, objektiv, von zwei Seiten, unter einem anderen Aspekt b.; so betrachtet, ist die Angelegenheit anders zu beurteilen;

b)zum Gegenstand einer genauen Untersuchung, Beurteilung machen: wir betrachten die Entwicklung von der Romanik zur Gotik.

betrachten  

[sw.V.; hat] [mhd. betrahten, ahd. bitrahton= bedenken, erwägen; streben, zu trachten]: 1. [längere Zeit] prüfend ansehen: jmdn., etw. neugierig, ungeniert, aus nächster Nähe, von oben bis unten, mit Aufmerksamkeit b.; ein Bild, ein Bauwerk eingehend b.; seinen Bauch, sich im Spiegel b.; ich habe mir die Gegend betrachtet; bei Licht betrachtet (bei genauem Hinsehen) ist die Sache etwas anders; Ü im Weißen Haus betrachtet man die neuen Machthaber kritisch. 2. für etw. halten: er betrachtet sich als mein/(auch:) meinen Freund; jmdn. als Verbündeten, als enterbt b. 3. a) in einer bestimmten Weise [zu] beurteilen [suchen]: etw. einseitig, objektiv, von zwei Seiten, unter einem anderen Aspekt b.; so betrachtet, ist die Angelegenheit anders zu beurteilen; b) zum Gegenstand einer genauen Untersuchung, Beurteilung machen: wir betrachten die Entwicklung von der Romanik zur Gotik.
betrachten  

(genau) betrachten, auf den Zahn fühlen (umgangssprachlich), begutachten, inspizieren, unter die Lupe nehmen (umgangssprachlich), untersuchen
[auf den Zahn fühlen, begutachten, inspizieren, unter die Lupe nehmen, untersuchen]
betrachten  

n.
<V.t.; hat> längere Zeit u. nachdenklich od. genussvoll ansehen, anschauen, beobachten; ein Bild, eine Landschaft ~; jmdn. forschend, heimlich, prüfend, sinnend, verstohlen, wohlgefällig, wohlwollend ~; das muss ich mir einmal genauer, näher ~; ~ als … ansehen als, halten für; eine Angelegenheit als erledigt ~; ich betrachte ihn als den größten Dichter unserer Zeit; er betrachtet ihn als seinen Freund, Feind, Mentor; wenn man die Sache aus der Nähe betrachtet, erscheint sie doch etwas anders; sich im Spiegel ~; etwas mit Muße, mit Wohlgefallen ~
[be'trach·ten]
[betrachte, betrachtest, betrachtet, betrachten, betrachtete, betrachtetest, betrachteten, betrachtetet, betracht, betrachtet, betrachtend]