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Dreck  

Drẹck, der; -[e]s [mhd., ahd. drec, urspr. = Mist, Kot]:

1.(ugs.) Schmutz: den D. aufkehren; im D. (Morast, Schlamm) stecken bleiben; in den D. (auf den Erdboden) fallen; er starrt vor D. (er ist über u. über voll Schmutz);

*D. am Stecken haben (ugs.; nicht ganz integer sein, sich etw. haben zuschulden kommen lassen); frech wie D. (↑ Oskar ); aus dem [gröbsten] D. [heraus] sein (ugs.; die größten Schwierigkeiten überwunden haben); jmdn. aus dem D. ziehen (ugs.; jmdm. aus einer schwierigen Lage heraushelfen); jmdn., etw. durch den D. ziehen/jmdn., etw. in den D. treten, ziehen (↑ Schmutz ); im D. stecken/sitzen (ugs.; in einer überaus misslichen Lage, in größten Schwierigkeiten sein); jmdn., etw. mit D. bewerfen (mit verleumderischen Behauptungen angreifen).


2. (salopp abwertend) Sache, Angelegenheit: macht euren D. alleine; den alten D. wieder aufrühren (eine unangenehme Sache von früher wieder in Erinnerung bringen); kümmere dich um deinen eigenen D.!; sich um jeden D. (jede Kleinigkeit) selbst kümmern müssen;

*ein D./der letzte D. sein (salopp abwertend; zum Abschaum [der menschlichen Gesellschaft] gehören); einen D. (salopp; gar nichts, in keiner Weise): das geht dich einen [feuchten] D. an; ich kümmere mich einen D. darum; der versteht einen D. davon; jmdn. wie [den letzten] D. behandeln (salopp; jmdn. sehr schlecht, entwürdigend behandeln).


3.(salopp abwertend) minderwertiges od. wertloses Zeug: das ist doch alles D.; das ist ein D. dagegen (das liegt in der Qualität weit darunter); du kaufst auch jeden D.
Dreck  

Drẹck, der; -[e]s (ugs.)
Dreck  


1. Schmutz; (geh.): Unrat; (geh. veraltend): Unflat; (nordd. veraltend): Klater.

2. Angelegenheit, Ding, Fall, Kleinigkeit, Problem, Sache; (ugs.): Affäre, Chose, Geschichte.

3. Ausschuss, minderwertige/schlechte Ware; (ugs.): Klimbim, Krimskrams, Schund; (österr. ugs.): Kramuri; (ugs. abwertend): Dreckzeug, Firlefanz, Kram, Krempel, Mist, Plunder, Ramsch[ware], Schrott, Tinnef; (ugs., oft abwertend): Trödel, Zeug; (salopp abwertend): Klumpatsch, Zinnober; (derb abwertend): Scheiß; (derb emotional verstärkend): Scheißdreck; (bayr., österr. ugs.): Graffelwerk; (österr. mundartl.): Glumpert; (veraltend): Tand.

[Dreck]
[Dreckes, Drecks, Drecke, Drecken]
Dreck  

Drẹck, der; -[e]s [mhd., ahd. drec, urspr. = Mist, Kot]:

1.(ugs.) Schmutz: den D. aufkehren; im D. (Morast, Schlamm) stecken bleiben; in den D. (auf den Erdboden) fallen; er starrt vor D. (er ist über u. über voll Schmutz);

*D. am Stecken haben (ugs.; nicht ganz integer sein, sich etw. haben zuschulden kommen lassen); frech wie D. (↑ Oskar); aus dem [gröbsten] D. [heraus] sein (ugs.; die größten Schwierigkeiten überwunden haben); jmdn. aus dem D. ziehen (ugs.; jmdm. aus einer schwierigen Lage heraushelfen); jmdn., etw. durch den D. ziehen/jmdn., etw. in den D. treten, ziehen (↑ Schmutz); im D. stecken/sitzen (ugs.; in einer überaus misslichen Lage, in größten Schwierigkeiten sein); jmdn., etw. mit D. bewerfen (mit verleumderischen Behauptungen angreifen).


2. (salopp abwertend) Sache, Angelegenheit: macht euren D. alleine; den alten D. wieder aufrühren (eine unangenehme Sache von früher wieder in Erinnerung bringen); kümmere dich um deinen eigenen D.!; sich um jeden D. (jede Kleinigkeit) selbst kümmern müssen;

*ein D./der letzte D. sein (salopp abwertend; zum Abschaum [der menschlichen Gesellschaft] gehören); einen D. (salopp; gar nichts, in keiner Weise): das geht dich einen [feuchten] D. an; ich kümmere mich einen D. darum; der versteht einen D. davon; jmdn. wie [den letzten] D. behandeln (salopp; jmdn. sehr schlecht, entwürdigend behandeln).


3.(salopp abwertend) minderwertiges od. wertloses Zeug: das ist doch alles D.; das ist ein D. dagegen (das liegt in der Qualität weit darunter); du kaufst auch jeden D.
Dreck  

Abfall, Dreck, Müll, Schmutz, Unrat
[Abfall, Müll, Schmutz, Unrat]
Dreck  

n.
<m. 1; unz.; umg.>
1 Schmutz, Schlamm; Kehricht; Kot (Fliegen~, Mäuse~); <fig.> wertlose, unbrauchbare Kleinigkeit, ein Nichts, Plunder
2 angehen: das geht dich einen ~ an <derb> das geht dich gar nichts an; das kümmert mich einen ~ <derb> darum kümmere ich mich nicht, das ist mir völlig gleich; mach deinen ~ allein! <derb> mach deine Arbeit allein; mach, was du willst, ich kümmere mich nicht mehr darum!; anderen Leuten ihren ~ nachräumen od. wegräumen <derb> von anderen Liegengelassenes aufräumen; du verstehst einen ~ davon <derb> gar nichts;
3 jmdn. wie den letzten ~ behandeln sehr schlecht, verächtlich behandeln; voll Speck u. ~ sehr schmutzig; die Sache ist einen ~ wert ist absolut nichts wert;
4 der hat selber ~ am Stecken der hat selbst kein reines Gewissen (u. soll also nicht über andere reden); jmdn. wie ~ am Stiefel behandeln sehr schlecht, verächtl. behandeln; jetzt sind wir aus dem gröbsten, ärgsten, schlimmsten ~ heraus jetzt haben wir die größten Schwierigkeiten überwunden; die Karre wieder aus dem ~ ziehen eine scheinbar hoffnungslos verfahrene Angelegenheit wieder mit einigen Mühen u. Opfern in Ordnung bringen; du hast wohl ~ in den Ohren? <derb> (Frage, wenn jmd. etwas nicht verstanden hat); in den ~ fallen; etwas in den ~ schmeißen; da sitzen wir schön im ~! <fig.> da sind wir mitten in den Schwierigkeiten drin; die Karre steckt im ~ die Sache ist verfahren, geht nicht weiter, ist hoffnungslos; etwas in den ~ ziehen abfällig, hässlich über etwas sprechen; jmdn. mit ~ bewerfen etwas Hässliches von ihm sagen; ich muss mich um jeden ~ (selbst) kümmern um jede Kleinigkeit; [<mhd. drec <germ. *þrekka; zu idg. *(s)treg „ausgeworfener Unrat von Menschen u. Tieren“]
[Dreck]
[Dreckes, Drecks, Drecke, Drecken]