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ehe,  

die; -, -n [mhd. e[we], ahd. ewa= Ehe(vertrag); Recht, Gesetz, viell. urspr. = seit ewigen Zeiten geltendes Recht od. viell. = Gewohnheitsrecht]: a) gesetzlich [u. kirchlich] anerkannte Lebensgemeinschaft von Mann u. Frau: eine glückliche, zerrüttete E.; die bürgerliche E.; ihre E. blieb kinderlos; nach kurzer Zeit wurde die E. wieder geschieden; die E. brechen (Ehebruch begehen); die E. [miteinander] schließen, eine E. eingehen (heiraten); einen Sohn aus erster E. haben; Kinder in die E. mitbringen; sie war in zweiter E. mit einem Kaufmann verheiratet; Ü die E. zwischen Film und Fernsehen; *E. zur linken Hand; morganatische E. (nicht standesgemäße Ehe im Hochadel, bei der ein Ehevertrag die Lage der nicht ebenbürtigen Frau u. der Nachkommen verbesserte; mlat. matrimonium ad morganaticam= Ehe auf Morgengabe, zu ahd. morgan= Morgen); E. ohne Trauschein; (veraltend:) wilde E. (Zusammenleben von Mann u. Frau ohne standesamtliche Trauung); b) gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft, die sich an der Ehe (a) orientiert: eine schwule E.(verkürzt:) eh [Konj.] [mhd. e (Adv.) = vormals, früher, verkürzt aus: er, eher]: vor dem Zeitpunkt, da...; bevor: es vergingen drei Stunden, e. wir landen konnten; in einem verneinten Gliedsatz bei gleichfalls verneintem Hauptsatz nur bei besonderer Betonung der konditionalen Bedeutung u. bei Voranstellung des Gliedsatzes: e. (wenn) ihr nicht still seid, kann ich nicht reden.