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Engel,  

der; -s, - [mhd. engel, ahd. engil [ griech. ¨¢ggelos = Bote (Gottes)]: 1. (Rel.) [als Bote Gottes wirkendes] meist mit Flügeln gedachtes, überirdisches Wesen: gute, gefallene E.; der E. der Verkündigung, des Todes; sie ist sanft und gütig wie ein E.; ein blonder E. (jüngere [sanft wirkende] Person mit längerem blondem Haar); R ein E. fliegt, geht durchs Zimmer (kennzeichnet eine Situation, bei der eine Unterhaltung plötzlich verstummt, irgendwo große Stille eintritt); das hat dir ein, dein guter E. eingegeben (da hast du eine glückliche Eingebung gehabt); *[auch] nicht gerade ein E. sein (ugs.; sich nicht immer mustergültig verhalten, benehmen); ein E. mit einem B davor (ugs.; bes. Kind, das sich frech, rüpelhaft, gar nicht so benimmt, wie man es von ihm erwartet; scherzhafte Bildung aus dem Buchstaben B u. Engel= Bengel); die E. im Himmel singen/pfeifen hören (ugs.; sehr starke Schmerzen haben; nach der Vorstellung von einem Orchester der Engel, das man musizieren hört, wenn sich einem Verstorbenen der Himmel auftut). 2. a) als Helfer od. Retter wirkender Mensch: sie ist mein guter E.; er kam als rettender E.; sie ist ein E. der Armen; *die gelben E. (die Mitarbeiter der Straßenwacht des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs); b) (ugs., oft iron.) unschuldiger Mensch: er ist kein E.; du ahnungsloser E.!