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Erde,  

die; -, -n [Pl. selten] [mhd. erde, ahd. erda]: 1. a) aus verwittertem Gestein, organischen Stoffen u. Mineralien bestehendes, feinkörniges Gemisch, das einen Teil der Erdoberfläche bildet u. die Grundlage des Pflanzenwachstums darstellt; Erdboden, Erdreich: fruchtbare, lockere, feuchte, sandige E.; ein Klumpen E.; ihn deckt längst die kühle E. (geh.; er ist längst tot); E. zu E. (Worte beim Begräbnis); die E. lockern, aufwühlen, umgraben; in geweihter E. (geh.; auf dem Friedhof) begraben sein; b) (Chemie) bestimmtes Metalloxid: seltene, alkalische -n. 2. [o.Pl.] fester Boden, Grund, auf dem man steht; Untergrund: die E. bebt; etw. fällt auf die E.; das Wasser quillt aus der E.; etw. von der E. aufheben; zu ebener E. (ebenerdig; im Erdgeschoss); bei dieser Bemerkung wäre sie am liebsten in die E. versunken (diese Bemerkung war ihr äußerst peinlich); R die E. sei ihm leicht! (seine Seele möge Ruhe, Frieden finden!; von einem Toten); *auf der E. bleiben (ugs.; sich keinen Illusionen hingeben); etw. aus der E. stampfen (Boden); unter der E. liegen (geh. verhüll.; tot u. begraben sein); jmdn. unter die E. bringen (ugs.; 1. jmds. vorzeitigen Tod verschulden. 2. beerdigen); jmdn. unter die E. wünschen (aus Ärger o.Ä. wünschen, dass jmd. tot sei). 3. begrenztes Gebiet, Land, zu dem eine emotionale Beziehung besteht: ein gesegnetes Fleckchen E.; auf heimatlicher, fremder E. kämpfen; er liegt in fremder E. (geh.; im Ausland) begraben. 4. irdische Welt; Welt als das von der Menschheit bewohnte Gebiet: auf der ganzen E. bekannt sein, vorkommen; am Anfang schuf Gott Himmel und E. (Anfangsworte der biblischen Schöpfungsgeschichte); *auf Erden (geh.; in der irdischen Welt). 5. [o.Pl.] (von der Sonne aus gerechnet) dritter Planet unseres Sonnensystems: die E. dreht sich um die Sonne. 6. (Elektrot.) Leitung zum Erden: den Heizkörper als E. benutzen.