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ergehen  

er|ge|hen <unr. V.> [mhd. ergān, ergēn = geschehen, sich vollenden, ahd. irgān = ausgehen, ereignen]:

1.(geh.) [offiziell] erlassen, an jmdn. gerichtet werden <ist>: ein neues Gesetz ist ergangen; an den Gelehrten erging ein Ruf in die USA.


2.<unpers.> jmdm. in bestimmter Weise geschehen, widerfahren <ist>: es ist ihr dort schlecht ergangen; <subst.:> sich nach jmds. Ergehen (Los, Befinden) erkundigen;

*etw. über sich e. lassen ([geduldig] hinnehmen, mit sich geschehen lassen): sie lässt alles ruhig, teilnahmslos über sich e.


3.<e. + sich> sich langatmig (in Worten od. Gedanken) mit etw. beschäftigen; sich über etw. verbreiten, umständlich äußern <hat>: sich in Vermutungen, Dankesworten e.; (oft abwertend:) man erging sich in langen Reden.


4.<e. + sich> (geh.) an einem Ort spazieren gehen, lustwandeln <hat>: die Damen ergingen sich im Park.
Ergehen  

Er|ge|hen, das; -s (Befinden)
ergehen  


1. angeordnet werden, befohlen/erlassen werden, gerichtet werden, verfügt werden, verordnet/vorgeschrieben werden.

2. gehen, geschehen; (geh.): widerfahren.

[ergehen]
[ergehe, ergehst, ergeht, erging, ergingst, ergingen, ergingt, ergehest, ergehet, erginge, ergingest, erginget, ergeh, ergangen, ergehend]


1. ausholen, sich auslassen, sich langatmig/umständlich äußern, sich verbreiten; (abwertend): sich ausbreiten; (ugs. abwertend): labern, schwafeln.

2. flanieren, spazieren gehen; (geh. veraltend): lustwandeln.

[ergehen, sich]
[sich ergehen, ergehe, ergehst, ergeht, erging, ergingst, ergingen, ergingt, ergehest, ergehet, erginge, ergingest, erginget, ergeh, ergangen, ergehend, ergehen sich]

über sich ergehen lassen
ausgesetzt sein, aushalten, bewältigen, durchhalten, durchstehen, einstecken, erdulden, erleiden, ertragen, fertig werden mit, sich fügen, hinnehmen, in Kauf nehmen, leiden, sich schicken, tragen, überstehen, verkraften, verschmerzen; (geh.): dulden, verwinden; (ugs.): durchmachen, mitmachen, schlucken, vertragen; (bes. nordd. ugs.): abkönnen; (geh. veraltend): bestehen.
[• ergehen]
[ergehe, ergehst, ergeht, erging, ergingst, ergingen, ergingt, ergehest, ergehet, erginge, ergingest, erginget, ergeh, ergangen, ergehend]
ergehen  

er|ge|hen <unr. V.> [mhd. ergān, ergēn = geschehen, sich vollenden, ahd. irgān = ausgehen, ereignen]:

1.(geh.) [offiziell] erlassen, an jmdn. gerichtet werden <ist>: ein neues Gesetz ist ergangen; an den Gelehrten erging ein Ruf in die USA.


2.<unpers.> jmdm. in bestimmter Weise geschehen, widerfahren <ist>: es ist ihr dort schlecht ergangen; <subst.:> sich nach jmds. Ergehen (Los, Befinden) erkundigen;

*etw. über sich e. lassen ([geduldig] hinnehmen, mit sich geschehen lassen): sie lässt alles ruhig, teilnahmslos über sich e.


3.<e. + sich> sich langatmig (in Worten od. Gedanken) mit etw. beschäftigen; sich über etw. verbreiten, umständlich äußern <hat>: sich in Vermutungen, Dankesworten e.; (oft abwertend:) man erging sich in langen Reden.


4.<e. + sich> (geh.) an einem Ort spazieren gehen, lustwandeln <hat>: die Damen ergingen sich im Park.
ergehen  

[unr.V.] [mhd. ergan, ergen= geschehen, sich vollenden, ahd. irgan= ausgehen, ereignen]: 1. (geh.) [offiziell] erlassen, an jmdn. gerichtet werden [ist]: ein neues Gesetz ist ergangen; an den Gelehrten erging ein Ruf in die USA. 2. [unpers.] jmdm. in bestimmter Weise geschehen, widerfahren [ist]: es ist ihr dort schlecht ergangen; [subst.:] sich nach jmds. Ergehen (Los, Befinden) erkundigen; *etw. über sich e. lassen ([geduldig] hinnehmen, mit sich geschehen lassen): sie lässt alles ruhig, teilnahmslos über sich e. 3. [e.+ sich] sich langatmig (in Worten od. Gedanken) mit etw. beschäftigen; sich über etw. verbreiten, umständlich äußern [hat]: sich in Vermutungen, Dankesworten e.; (oft abwertend:) man erging sich in langen Reden. 4. [e.+ sich] (geh.) an einem Ort spazieren gehen, lustwandeln [hat]: die Damen ergingen sich im Park.
Ergehen  

Befinden, Ergehen
[Befinden]
ergehen  

v.
<n.; -s; unz.> Befinden; sich nach jmds. ~ erkundigen
[Er'ge·hen]
[Ergehe, Ergehst, Ergeht, Ergehen, Erging, Ergingst, Ergingen, Ergingt, Ergehest, Ergehet, Erginge, Ergingest, Erginget, Ergeh, Ergangen, Ergehend]v.
<V. 145>
1 <V.i.; ist; persönl.> ausgehen (Befehl, Gebot), erlassen werden (Gesetz); ~ lassen erlassen, ausgeben; einen Befehl ~ lassen (an); die Aufforderung erging an ihn, sich am andern Tag dort einzufinden; es erging ein Gebot an alle, dass …; Gnade für Recht ~ lassen walten lassen, jmdn. nicht bestrafen, jmdn. begnadigen, jmdm. verzeihen; etwas über sich ~ lassen mit sich geschehen lassen, geduldig ertragen, widerspruchslos hinnehmen; eine Rede über sich ~ lassen gelangweilt anhören;
2 <V.i.; ist; unpersönl.> es ergeht mir gut, schlecht es geht mir, ich befinde mich gut, schlecht; es wird dir schlecht ~, wenn …; wie wird es dir dort ~? was wird mit dir dort geschehen?;
3 <V. refl.; hat> sich an der Luft ~ <geh.> im Freien hin u. her gehen u. die frische Luft genießen, einen Spaziergang machen; sich in etwas ~ etwas in übertriebener Weise tun; sich in Klagen ~ unablässig, leidenschaftlich klagen; sie erging sich in Lobeshymnen über ihn, über sein Verhalten sie lobte ihn, sein V. überschwänglich; sich in Schilderungen einer Sache ~ eine S. bewegt, sehr ausführlich schildern; sich in Schmähungen gegen jmdn. ~ jmdn. heftig schmähen; sich in Vermutungen ~ alles Mögliche vermuten; sich über ein Thema ~ über ein Thema sehr ausführlich, weitschweifig sprechen;
[er'ge·hen]
[ergehe, ergehst, ergeht, ergehen, erging, ergingst, ergingen, ergingt, ergehest, ergehet, erginge, ergingest, erginget, ergeh, ergangen, ergehend]