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erheben  

er|he|ben <st. V.; hat> [mhd. erheben = hoch-, anheben, ahd. irheffan]:

1.a)in die Höhe heben; emporstrecken: den Arm e.; das Glas [auf jmds. Wohl] e.; erhobenen Hauptes (stolz) entfernte sie sich; die Augen, den Blick [zu jmdm.] e. (geh.; zu jmdm. aufsehen); er sprach mit erhobener (lauter) Stimme;

b)erbauen (2 b) : die Kunst will uns, unser Gemüt e.; sich erhoben fühlen.



2.<e. + sich> a)aus dem Liegen, Sitzen od. Hocken hochkommen; aufstehen: sich von seinem Platz, vom Stuhl e.; erst gegen Mittag erhob sie sich (geh.; stand sie vom Schlaf auf );

b)in die Höhe steigen; hochfliegen: der Adler erhebt sich in die Lüfte;

c)emporragen: auf dem Platz erhebt sich ein Denkmal; die Berge erheben sich dort nicht über 1 000 Meter.



3.a)in einen höheren Rang einordnen, auf eine höhere Stufe stellen: jmdn. in den Adelsstand e.; eine Gemeinde zur Stadt e.;

b)(veraltet) rühmen, preisen, über alles loben;

c)<e. + sich> über jmdn., etw. hinauswachsen, hinauskommen: er erhebt sich, seine Leistungen erheben sich nie über den Durchschnitt;

d)<e. + sich> sich für besser halten: du erhebst dich zu gern über die andern.



4.<e. + sich> einen Aufstand machen, gegen Unterdrückung o. Ä. rebellieren: die Gefangenen erhoben sich gegen ihre Bewacher.


5.a)als Zahlung verlangen, einfordern, einziehen: Steuern, Gebühren e.; bei dieser, für diese Veranstaltung wird ein Eintritt von 10 Euro erhoben;

b)(bes. südd., österr.) [behördlich] feststellen: die Hochwasserschäden e.;

c)zusammentragen, sammeln: Daten e.; das vom Autor erhobene Material.



6.a)<e. + sich> (geh.) beginnen, aufkommen, ausbrechen: ein Sturm erhebt sich; <auch unpers.:> es erhob sich großes Geschrei; es erhebt sich die Frage, ob wir richtig gehandelt haben;

b)(verblasst) vorbringen, geltend machen: Widerspruch, einen Einwand gegen jmdn., etw. e.; Klage e. (klagen); einen Anspruch auf etw. e. (etw. beanspruchen); ein großes Geschrei e. (ugs.; laut protestieren).

erheben  

er|he|ben, sich erheben
erheben  


1. a) anheben, emporstrecken, [hoch]heben, in die Höhe heben; (geh.): emporrecken.

b) aufheitern, aufrichten, erfreuen, erheitern, stärken; (geh.): erbauen.

2. adeln, auszeichnen, einen höheren Rang geben/verleihen, erhöhen, heben.

3. a) einfordern, einkassieren, einmahnen, eintreiben, einziehen, fordern, kassieren, verlangen; (ugs.): abkassieren, einstreichen, zur Kasse bitten; (südd., österr.): einheben; (landsch.): heben; (schweiz. Amtsspr.): beziehen; (Rechtsspr.): beitreiben.

b) ermitteln, [behördlich] feststellen, in Erfahrung bringen.

c) sammeln, zusammenstellen, zusammentragen.

4. anbringen, anmelden, geltend machen, mitteilen, vorbringen; (geh.): kundtun, verkünden.

[erheben]
[erhebe, erhebst, erhebt, erhob, erhobst, erhoben, erhobt, erhebest, erhebet, erhöbe, erhöbest, erhöben, erhöbet, erheb, erhebend]


1. a) aufkommen, sich aufraffen, aufschnellen, aufstehen, sich hochraffen; (ugs.): sich aufrappeln, hochkommen, sich hochrappeln; (geh. veraltend): sich aufheben.

b) abheben, aufflattern, sich aufschwingen, aufsteigen, davonfliegen, emporsteigen, hochfliegen, sich hochschrauben, hochsteigen, losfliegen, wegfliegen; (geh.): aufwölken, emporfliegen, emporstieben; (Jägerspr.): aufstehen, aufstieben; (Jagdw.): aufgehen.

c) aufragen, hochragen, [in den Himmel] ragen, streben; (geh.): aufsteigen, aufstreben, emporragen, emporstreben, hochstreben, sich türmen.

2. arrogant sein, sich aufspielen, sich aufwerfen, sich erdreisten.

3. sich aufbäumen, sich auflehnen, einen Aufstand machen, sich empören, meutern, opponieren, sich wehren, sich widersetzen, Widerstand leisten, sich zur Wehr setzen; (geh.): aufbegehren, sich bäumen, trotzen; (bildungsspr.): rebellieren, revoltieren; (ugs.): auf die Barrikaden gehen/steigen; (geh. veraltend): aufstehen.

4. aufblitzen, aufkeimen, auflodern, aufkommen, auftauchen, auftreten, sich ausbilden, ausbrechen, sich ausprägen, beginnen, sich bilden, sich breit machen, einsetzen, sich entfalten, sich entspinnen, sich entwickeln, erkennbar werden, erscheinen, sich formen, sich heranbilden, heraufkommen, sich herausbilden, sich stellen, wachwerden, zum Vorschein kommen, zutage treten/kommen; (geh.): ans Licht treten, aufglimmen, aufschimmern, aufsteigen, erwachen, sich regen.

[erheben, sich]
[sich erheben, erhebe, erhebst, erhebt, erhob, erhobst, erhoben, erhobt, erhebest, erhebet, erhöbe, erhöbest, erhöben, erhöbet, erheb, erhebend, erheben sich]
erheben  

er|he|ben <st. V.; hat> [mhd. erheben = hoch-, anheben, ahd. irheffan]:

1.
a)in die Höhe heben; emporstrecken: den Arm e.; das Glas [auf jmds. Wohl] e.; erhobenen Hauptes (stolz) entfernte sie sich; die Augen, den Blick [zu jmdm.] e. (geh.; zu jmdm. aufsehen); er sprach mit erhobener (lauter) Stimme;

b)erbauen (2 b): die Kunst will uns, unser Gemüt e.; sich erhoben fühlen.



2.<e. + sich>
a)aus dem Liegen, Sitzen od. Hocken hochkommen; aufstehen: sich von seinem Platz, vom Stuhl e.; erst gegen Mittag erhob sie sich (geh.; stand sie vom Schlaf auf );

b)in die Höhe steigen; hochfliegen: der Adler erhebt sich in die Lüfte;

c)emporragen: auf dem Platz erhebt sich ein Denkmal; die Berge erheben sich dort nicht über 1 000 Meter.



3.
a)in einen höheren Rang einordnen, auf eine höhere Stufe stellen: jmdn. in den Adelsstand e.; eine Gemeinde zur Stadt e.;

b)(veraltet) rühmen, preisen, über alles loben;

c)<e. + sich> über jmdn., etw. hinauswachsen, hinauskommen: er erhebt sich, seine Leistungen erheben sich nie über den Durchschnitt;

d)<e. + sich> sich für besser halten: du erhebst dich zu gern über die andern.



4.<e. + sich> einen Aufstand machen, gegen Unterdrückung o. Ä. rebellieren: die Gefangenen erhoben sich gegen ihre Bewacher.


5.
a)als Zahlung verlangen, einfordern, einziehen: Steuern, Gebühren e.; bei dieser, für diese Veranstaltung wird ein Eintritt von 10 Euro erhoben;

b)(bes. südd., österr.) [behördlich] feststellen: die Hochwasserschäden e.;

c)zusammentragen, sammeln: Daten e.; das vom Autor erhobene Material.



6.
a)<e. + sich> (geh.) beginnen, aufkommen, ausbrechen: ein Sturm erhebt sich; <auch unpers.:> es erhob sich großes Geschrei; es erhebt sich die Frage, ob wir richtig gehandelt haben;

b)(verblasst) vorbringen, geltend machen: Widerspruch, einen Einwand gegen jmdn., etw. e.; Klage e. (klagen); einen Anspruch auf etw. e. (etw. beanspruchen); ein großes Geschrei e. (ugs.; laut protestieren).

erheben  

[st.V.; hat] [mhd. erheben= hoch-, anheben, ahd. irheffan]: 1. a) in die Höhe heben; emporstrecken: den Arm e.; das Glas [auf jmds. Wohl] e.; erhobenen Hauptes (stolz) entfernte sie sich; die Augen, den Blick [zu jmdm.] e. (geh.; zu jmdm. aufsehen); Ü er sprach mit erhobener (lauter) Stimme; b) erbauen (2 b): die Kunst will uns, unser Gemüt e.; sich erhoben fühlen. 2. [e.+ sich] a) aus dem Liegen, Sitzen od. Hocken hochkommen; aufstehen: sich von seinem Platz, vom Stuhl e.; erst gegen Mittag erhob sie sich (geh.; stand sie vom Schlaf auf); b) in die Höhe steigen; hochfliegen: der Adler erhebt sich in die Lüfte; c) emporragen: auf dem Platz erhebt sich ein Denkmal; die Berge erheben sich dort nicht über 1000 Meter. 3. a) in einen höheren Rang einordnen, auf eine höhere Stufe stellen: eine Gemeinde zur Stadt e.; jmdn. in den Adelsstand e.; b) (veraltet) rühmen, preisen, über alles loben; c) [e. + sich] über jmdn., etw. hinauswachsen, hinauskommen: er erhebt sich, seine Leistungen erheben sich nie über den Durchschnitt; d) [e.+ sich] sich für besser halten: du erhebst dich zu gern über die andern. 4. [e.+ sich] einen Aufstand machen, gegen Unterdrückung o.Ä. rebellieren: die Gefangenen erhoben sich gegen ihre Bewacher. 5. a) als Zahlung verlangen, einfordern, einziehen: Steuern, Gebühren e.; bei dieser, für diese Veranstaltung wird ein Eintritt von 8 Mark erhoben; b) (bes. südd., österr.) [behördlich] feststellen: die Hochwasserschäden e.; c) zusammentragen, sammeln: Daten e.; das vom Autor erhobene Wortmaterial. 6. a) [e.+ sich] (geh.) beginnen, aufkommen, ausbrechen: ein Sturm erhebt sich; [auch unpers.:] es erhob sich großes Geschrei; es erhebt sich die Frage, ob wir richtig gehandelt haben; b) (verblasst) vorbringen, geltend machen: Widerspruch, einen Einwand gegen jmdn., etw. e.; Klage e. (klagen); einen Anspruch auf etw. e. (etw. beanspruchen); ein großes Geschrei e. (ugs.; laut protestieren).
erheben  

(Daten) erheben, anhäufen, ansammeln, einsammeln, sammeln, zusammentragen
[anhäufen, ansammeln, einsammeln, sammeln, zusammentragen]
erheben  

v.
<V. 163; hat>
I <V.t.>
1 emporheben; loben, lobpreisen, rühmen; geltend machen (Anspruch, Beschwerde); in feierl. Stimmung versetzen; verlangen, zahlen lassen (Eintrittsgeld, Gebühren, Steuern, Zoll); beginnen, anstimmen (Geschrei, Klage)
2 ;die Predigt hat mich sehr erhoben; Anklage ~ (gegen); ein Geheul, Wehklagen ~; sein Glas ~ (um auf jmds. Wohl zu trinken); lauten Protest ~ (gegen); die Stimme ~ zu reden beginnen; mit lauter Stimme weitersprechen; einen Streit ~
3 ;seine Stimme laut ~; den Kopf stolz ~
4 ;Anspruch auf etwas ~; jmdn. in den Adelsstand ~; jmdn. in den Himmel ~ ihn begeistert rühmen; eine Zahl ins Quadrat ~ mit zwei potenzieren, mit sich selbst malnehmen; Einspruch gegen etwas ~; die Hand gegen jmdn. ~ ihn schlagen (wollen); die Stimme gegen etwas ~ sich gegen etwas wenden, dagegen sprechen; die Augen, den Blick zu jmdm. ~ zu ihm emporblicken; jmdn. od. etwas zu etwas ~ auf eine höhere Stufe bringen, in einen höheren Rang einsetzen; jmdn. zum Anführer, Kaiser, zum König ~; einen Staat zum Freistaat, eine Stadt zur freien Reichsstadt ~; ich möchte meine Meinung nicht zum Prinzip ~, aber …; ein Verfahren zum System ~ zum S. machen;
5 ~d großartig-feierlich, ergreifend, bewegend; es war ein ~der Augenblick; es war ein ~des Gefühl, als …; erhobenen Hauptes, <od.> mit erhobenem Haupte schritt er einher; mit erhobener Stimme fuhr er fort …; sich erhoben fühlen sich feierlich, geehrt fühlen; ich fühlte mich durch die feierliche Anrede sehr erhoben
II <V. refl.> sich ~
6 eine Erhöhung bilden, über etwas hinausragen; aufstehen, sich aufrichten; aufkommen, entstehen (Sturm, <fig.> Frage, Problem)
7 ;es erhob sich ein lebhafter Disput; es erhebt sich die Frage, ob …; in der Mitte des Gartens erhebt sich ein kleiner Hügel; ein leichter Wind hatte sich erhoben; er erhob sich ehrerbietig, hastig, höflich; der Kranke erhob sich halb (von den Kissen)
8 sich gegen jmdn. od. etwas ~ sich empören, auflehnen; ~ sich Bedenken dagegen?; viele Stimmen erhoben sich dagegen wurden laut; sich in die Luft ~ vom Boden abheben, in die Luft steigen ;(Flugzeug, Vogel); sich über andere, über seinen Stand ~ sich mehr anmaßen, als einem zukommt; das Gebirge erhebt sich bis zu 2000 m über dem Meeresspiegel; sich über einen Schmerz ~ ihn überwinden, darüber hinauswachsen; sich vom Stuhl ~
[er'he·ben]
[erhebe, erhebst, erhebt, erheben, erhob, erhobst, erhoben, erhobt, erhebest, erhebet, erhöbe, erhöbest, erhöben, erhöbet, erheb, erhoben, erhebend]