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Fahne  

Fah|ne, die; -, -n [mhd. van(e), ahd. fano, urspr. = Gewebe; die Bed. »Fahne« wohl entstanden durch Kürzung aus ahd. gundfano = Kriegsfahne]:

1.meist rechteckiges, an einer Seite an einer Stange befestigtes Tuch, das die Farben, das Zeichen eines Landes, eines Vereins, einer Gemeinschaft o. Ä. zeigt u. als Symbol o. Ä. für etw. gilt: eine seidene, zerschlissene F.; die schwarz-rot-goldene F., die F. Schwarz-Rot-Gold; die -n flattern im Wind; die F. aufziehen, hissen; die weiße F. (Milit.; das Zeichen der Kapitulation, der Unterhandlungsbereitschaft) hinaushängen, zeigen; die -n wehen auf halbmast; die F. der Freiheit hochhalten (geh.; für die Freiheit eintreten, kämpfen); den Sieg an seine -n heften (geh.; siegen); trotz des 0 : 1 wehen in Bremen die -n nicht auf halbmast (ist man nicht traurig, niedergeschlagen, verliert man nicht den Mut);

*die, seine F./das, sein Fähnchen nach dem Wind drehen, hängen (abwertend; sich [um persönlicher Vorteile willen] sehr schnell der jeweils herrschenden Meinung anschließen, sich an die jeweilige Lage anpassen); etw. auf seine F. schreiben (sich etw. zum Ziel setzen, etw. als Programm verkünden u. für dessen Verwirklichung kämpfen; mit Bezug darauf, dass in Fahnen früher häufig Inschriften hineingestickt wurden); mit fliegenden -n zu jmdm., etw. übergehen/überlaufen (plötzlich seine Ansichten, seinen Standpunkt ändern u. sich ohne Bedenken, in einem kurzen Entschluss auf die andere Seite schlagen); zu den -n eilen (geh. veraltet; im Kriegsfall freiwillig, aus Überzeugung Soldat werden); zu den -n rufen (geh. veraltet; zum Kriegsdienst einberufen).


2.<o. Pl.> (ugs.) kurz für ↑ Alkoholfahne .


3. (Druckw.) zu Korrekturzwecken auf losen Blättern od. Streifen hergestellter Abzug eines gesetzten, noch nicht auf Seitenformat gebrachten Textes.


4.(Jägerspr.) lange Behaarung des Schwanzes bei bestimmten Jagdhunden u. bei Eichhörnchen.


5.(Zool.) aus einzelnen Ästen bestehender Teil der Vogelfeder zu beiden Seiten des Federkiels; Vexillum (2) .


6. (Bot.) die übrigen Blütenblätter teilweise umgreifendes, oberes, größtes Blütenblatt bei Schmetterlingsblütlern; Vexillum (3) .


7. (ugs. veraltend) Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee der DDR: gleich nach der Schule kam die F.
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Fah|ne, die; -, -n
Fahne  


1. Banner, Flagge, Stander, Wimpel; (veraltet): Drapeau, Panier; (Milit. früher): Standarte; (Milit. hist.): Feldzeichen; (Seemannsspr.): Gösch.

2. Alkoholfahne, Schnapsfahne.

3. Druckfahne, Korrekturabzug, Korrekturbogen; (Druckw.): Fahnenabzug, Korrektur.

[Fahne]
[Fahnen]
Fahne  

Fah|ne, die; -, -n [mhd. van(e), ahd. fano, urspr. = Gewebe; die Bed. »Fahne« wohl entstanden durch Kürzung aus ahd. gundfano = Kriegsfahne]:

1.meist rechteckiges, an einer Seite an einer Stange befestigtes Tuch, das die Farben, das Zeichen eines Landes, eines Vereins, einer Gemeinschaft o. Ä. zeigt u. als Symbol o. Ä. für etw. gilt: eine seidene, zerschlissene F.; die schwarz-rot-goldene F., die F. Schwarz-Rot-Gold; die -n flattern im Wind; die F. aufziehen, hissen; die weiße F. (Milit.; das Zeichen der Kapitulation, der Unterhandlungsbereitschaft) hinaushängen, zeigen; die -n wehen auf halbmast; die F. der Freiheit hochhalten (geh.; für die Freiheit eintreten, kämpfen); den Sieg an seine -n heften (geh.; siegen); trotz des 0 : 1 wehen in Bremen die -n nicht auf halbmast (ist man nicht traurig, niedergeschlagen, verliert man nicht den Mut);

*die, seine F./das, sein Fähnchen nach dem Wind drehen, hängen (abwertend; sich [um persönlicher Vorteile willen] sehr schnell der jeweils herrschenden Meinung anschließen, sich an die jeweilige Lage anpassen); etw. auf seine F. schreiben (sich etw. zum Ziel setzen, etw. als Programm verkünden u. für dessen Verwirklichung kämpfen; mit Bezug darauf, dass in Fahnen früher häufig Inschriften hineingestickt wurden); mit fliegenden -n zu jmdm., etw. übergehen/überlaufen (plötzlich seine Ansichten, seinen Standpunkt ändern u. sich ohne Bedenken, in einem kurzen Entschluss auf die andere Seite schlagen); zu den -n eilen (geh. veraltet; im Kriegsfall freiwillig, aus Überzeugung Soldat werden); zu den -n rufen (geh. veraltet; zum Kriegsdienst einberufen).


2.<o. Pl.> (ugs.) kurz für ↑ Alkoholfahne.


3. (Druckw.) zu Korrekturzwecken auf losen Blättern od. Streifen hergestellter Abzug eines gesetzten, noch nicht auf Seitenformat gebrachten Textes.


4.(Jägerspr.) lange Behaarung des Schwanzes bei bestimmten Jagdhunden u. bei Eichhörnchen.


5.(Zool.) aus einzelnen Ästen bestehender Teil der Vogelfeder zu beiden Seiten des Federkiels; Vexillum (2).


6. (Bot.) die übrigen Blütenblätter teilweise umgreifendes, oberes, größtes Blütenblatt bei Schmetterlingsblütlern; Vexillum (3).


7. (ugs. veraltend) Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee der DDR: gleich nach der Schule kam die F.
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Fahne (umgangssprachlich), Standarte
[Standarte]
Fahne  

n.
<f. 19>
1 farbiges, meist rechteckiges, an einer Stange befestigtes Tuch als Hoheitszeichen (National~); als Kenn- od. Feldzeichen dienendes, an einer Stange befestigtes Stoffstück, bes. als Sinnbild der Zusammengehörigkeit (Kirchen~, Kriegs~, Vereins~); <DDR> Armee; meist dreieckiges, an einer Stange befestigtes Metallstück (Absteck~, Wetter~); <Typ.> Korrekturabzug des gesetzten, noch nicht umbrochenen Textes; Wolken- od. Dunststreifen (Rauch~); die Gesamtheit der am Schaft sitzenden Fasern der Vogelfeder, die langen Haare am Schwanz von langhaarigen Jagdhunden u. Eichhörnchen, hinteres Kronblatt der Schmetterlingsblütler, das die beiden seitlichen (Flügel) u. die beiden vorderen Kronblätter (Schiffchen) umgreift; <sinnbildl. für> Ideal, für das man kämpft; <fig.; umg.> nach Alkohol riechender Atem
2 die ~ der Freiheit vorantragen für die F. kämpfen;
3 ;die ~ einholen, einziehen, hissen, weihen; eine ~ haben <umg.> nach Alkohol riechenden Atem haben; die ~ hoch halten <umg.; fig.> unbeirrt bei etwas ausharren; ~n lesen, korrigieren <Typ.> die ~ verlassen <veraltet> desertieren;
4 weiße ~ Zeichen für erbetene Waffenruhe, Zeichen für unkrieger. Absicht;
5 der Sieg heftete sich an ihre ~n <poet.> sie waren siegreich; sie hatten die Freiheit auf ihre ~n geschrieben sie kämpften für die F.; den Eid auf die ~ schwören; die ~n wehen auf Halbmast; bei der ~ sein Militärdienst leisten; mit fliegenden ~n zu etwas od. jmdm. übergehen <umg.; fig.> von heute auf morgen sich einem anderen Standpunkt anschließen; die ~ nach dem Winde drehen je nach Bedarf seine Anschauung wechseln; zur ~ kommen eingezogen werden ;[<ahd. dano, got. fana „Tuch“ <germ. *fanan- <idg.*pan-]
['Fah·ne]
[Fahnen]