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fassen  

fạs|sen <sw. V.; hat> [mhd. vaʒʒen, ahd. faʒʒōn, eigtl. = in ein Gefäß tun, zu ↑ Fass ]:

1.ergreifen u. festhalten: das Messer am Griff, das Seil mit beiden Händen f.; jmdn. am Arm, bei der Hand f.; er bekam den Ast zu f. (erreichte ihn); der Habicht fasst seine Beute [mit den Fängen]; fass!; die Strömung fasste das Boot (nahm, riss es mit); der Wind fasste ins Segel; (häufig verblasst:) Vertrauen, Zutrauen zu jmdm. f. (gewinnen); er konnte keinen [klaren] Gedanken f. (zustande bringen); er fasste neuen Mut (bekam wieder Mut, wurde wieder zuversichtlich); einen Entschluss f. (sich zu etw. entschließen).


2. mit der Hand an eine bestimmte Stelle greifen, anfassend berühren: an den heißen Ofen, in den Schnee f.; nach einem Glas f.; er fasste ins Leere.


3.aufgreifen, in seine Gewalt bekommen u. festnehmen; gefangen nehmen: der Täter konnte schließlich bei einer Razzia gefasst werden.


4.an der vorgesehenen Stelle eindringen, eingreifen, dort einrasten od. festsitzen: die Schraube fasst [gut]; das Zahnrad fasst nicht mehr richtig (greift nicht mehr richtig in das Getriebe ein, ist ausgeleiert).


5. (geh.) erfassen: ein Schauder fasste ihn; Entsetzen hatte sie gefasst.


6.a)als Ladung, Einfüllung o. Ä. aufnehmen, entgegennehmen: sie liefen den Hafen an, um Kohlen zu f.;

b)(Soldatenspr.) als Zuteilung in Empfang nehmen, entgegennehmen: Essen, Munition f.



7.aufnehmen können; ein bestimmtes Fassungsvermögen haben, Raum für eine bestimmte Menge, Anzahl bieten: der Tank fasst 50 Liter; der Saal fasst 1 000 Zuschauer.


8.mit einer Einfassung, Umrahmung versehen; in eine Fassung bringen; einfassen: einen Edelstein [in reines Gold] f.; eine Quelle f. (die Stelle, an der die Quelle austritt, ausmauern).


9. einer Sache Ausdruck verleihen, sie in bestimmter Weise ausdrücken, formulieren, gestalten: seine Gedanken in Worte f.; etw. in Verse f.; die Verfügung sollte verständlicher gefasst werden.


10.a)(geh.) in seinen Zusammenhängen erkennen, verstehen; geistig erfassen: den Sinn der Worte nicht f. können; es fiel ihm schwer, das Problem [ganz] zu f.;

b)in all seinen Auswirkungen für möglich, wahr halten: er konnte nicht f., dass alles vorbei sein sollte; das ist [doch] nicht zu f.!



11. <f. + sich> sein inneres Gleichgewicht, seine Haltung wiederfinden; sich wieder beruhigen: sie erschrak, fasste sich aber schnell.


12.(Kunstwiss.) mit einer Fassung (3) versehen: eine mit Ölfarbe gefasste Holzplastik.
fassen  


1. anpacken, erfassen, ergreifen, festhalten, greifen, in die Hand nehmen, packen; (ugs.): schnappen.

2. anfassen, anrühren, antasten, berühren; (ugs.): antatschen, begrapschen, betatschen; (ugs. abwertend): tatschen; (landsch.): angreifen, anlangen.

3. aufgreifen, dingfest machen, ergreifen, fangen, festnehmen, gefangen nehmen, greifen, in Arrest/Gewahrsam/Haft nehmen, inhaftieren, in seine Gewalt bekommen, verhaften; (geh.): habhaft werden; (ugs.): erwischen, hinter Gitter/Schloss und Riegel bringen, kriegen, schnappen; (salopp): hoppnehmen, kaschen; (Jargon): hochnehmen; (veraltend): arretieren; (veraltet): kaptivieren.

4. festsitzen; (Technik): einrasten; (bes. Technik): greifen.

5. anfallen, befallen, Besitz ergreifen, erfassen, erfüllen, ergreifen, hochsteigen, packen, überfallen, überkommen, überlaufen, übermannen, überwältigen; (geh.): anfassen, anfliegen, ankommen, anspringen, anwandeln, aufsteigen, sich bemächtigen, sich bemeistern, beschleichen.

6. aufnehmen können, ein bestimmtes Fassungsvermögen haben, gehen, hineingehen, [hinein]passen, Platz haben, Raum für eine bestimmte Menge/Anzahl bieten.

7. auffassen, begreifen, durchschauen, erfassen, erkennen, realisieren, verstehen; (geh.): innewerden; (ugs.): auf den [richtigen] Trichter kommen, durchblicken, durchgucken, kapieren, wegkriegen; (bes. Jugendspr.): blicken.

[fassen]
[fasse, fasst, faßt, fasste, faßte, fasstest, faßtest, fassten, faßten, fasstet, faßtet, fassest, fasset, fass, faß, gefasst, gefaßt, fassend]

sich besänftigen, die Fassung wiedergewinnen, sich fangen, ruhig werden, sein inneres Gleichgewicht/seine Haltung wiederfinden, sich von dem Schrecken/von der Aufregung erholen, sich wieder beruhigen, zur Ruhe kommen; (ugs.): sich abregen, sich einkriegen, runterkommen.
[fassen, sich]
[sich fassen, fasse, fasst, faßt, fasste, faßte, fasstest, faßtest, fassten, faßten, fasstet, faßtet, fassest, fasset, fass, faß, gefasst, gefaßt, fassend, fassen sich]
fassen  

fạs|sen <sw. V.; hat> [mhd. vaʒʒen, ahd. faʒʒōn, eigtl. = in ein Gefäß tun, zu ↑ Fass]:

1.ergreifen u. festhalten: das Messer am Griff, das Seil mit beiden Händen f.; jmdn. am Arm, bei der Hand f.; er bekam den Ast zu f. (erreichte ihn); der Habicht fasst seine Beute [mit den Fängen]; fass!; die Strömung fasste das Boot (nahm, riss es mit); der Wind fasste ins Segel; (häufig verblasst:) Vertrauen, Zutrauen zu jmdm. f. (gewinnen); er konnte keinen [klaren] Gedanken f. (zustande bringen); er fasste neuen Mut (bekam wieder Mut, wurde wieder zuversichtlich); einen Entschluss f. (sich zu etw. entschließen).


2. mit der Hand an eine bestimmte Stelle greifen, anfassend berühren: an den heißen Ofen, in den Schnee f.; nach einem Glas f.; er fasste ins Leere.


3.aufgreifen, in seine Gewalt bekommen u. festnehmen; gefangen nehmen: der Täter konnte schließlich bei einer Razzia gefasst werden.


4.an der vorgesehenen Stelle eindringen, eingreifen, dort einrasten od. festsitzen: die Schraube fasst [gut]; das Zahnrad fasst nicht mehr richtig (greift nicht mehr richtig in das Getriebe ein, ist ausgeleiert).


5. (geh.) erfassen: ein Schauder fasste ihn; Entsetzen hatte sie gefasst.


6.
a)als Ladung, Einfüllung o. Ä. aufnehmen, entgegennehmen: sie liefen den Hafen an, um Kohlen zu f.;

b)(Soldatenspr.) als Zuteilung in Empfang nehmen, entgegennehmen: Essen, Munition f.



7.aufnehmen können; ein bestimmtes Fassungsvermögen haben, Raum für eine bestimmte Menge, Anzahl bieten: der Tank fasst 50 Liter; der Saal fasst 1 000 Zuschauer.


8.mit einer Einfassung, Umrahmung versehen; in eine Fassung bringen; einfassen: einen Edelstein [in reines Gold] f.; eine Quelle f. (die Stelle, an der die Quelle austritt, ausmauern).


9. einer Sache Ausdruck verleihen, sie in bestimmter Weise ausdrücken, formulieren, gestalten: seine Gedanken in Worte f.; etw. in Verse f.; die Verfügung sollte verständlicher gefasst werden.


10.
a)(geh.) in seinen Zusammenhängen erkennen, verstehen; geistig erfassen: den Sinn der Worte nicht f. können; es fiel ihm schwer, das Problem [ganz] zu f.;

b)in all seinen Auswirkungen für möglich, wahr halten: er konnte nicht f., dass alles vorbei sein sollte; das ist [doch] nicht zu f.!



11. <f. + sich> sein inneres Gleichgewicht, seine Haltung wiederfinden; sich wieder beruhigen: sie erschrak, fasste sich aber schnell.


12.(Kunstwiss.) mit einer Fassung (3) versehen: eine mit Ölfarbe gefasste Holzplastik.
fassen  

[sw.V.; hat] [mhd. , ahd. , eigtl.= in ein Gefäß tun, zu Fass]: 1. ergreifen u. festhalten: das Messer am Griff, das Seil mit beiden Händen f.; jmdn. am Arm, bei der Hand f.; er bekam den Ast zu f. (erreichte ihn); der Habicht fasst seine Beute [mit den Fängen]; fass! (Befehl an den Hund); Ü die Strömung fasste das Boot (nahm, riss es mit); der Wind fasste ins Segel; (häufig verblasst:) Vertrauen, Zutrauen zu jmdm. f. (gewinnen); er konnte keinen [klaren] Gedanken f. (zustande bringen); er fasste neuen Mut (bekam wieder Mut, wurde wieder zuversichtlich); einen Entschluss f. (sich zu etw. entschließen). 2. mit der Hand an eine bestimmte Stelle greifen, anfassend berühren: an den heißen Ofen, in den Schnee f.; nach einem Glas f.; er fasste ins Leere. 3. aufgreifen, in seine Gewalt bekommen u. festnehmen; gefangen nehmen: der Täter konnte schließlich bei einer Razzia gefasst werden. 4. an der vorgesehenen Stelle eindringen, eingreifen, dort einrasten od. festsitzen: die Schraube fasst [gut]; das Zahnrad fasst nicht mehr richtig (greift nicht mehr richtig in das Getriebe ein, ist ausgeleiert). 5. (geh.) erfassen: ein Schauder fasste ihn; Entsetzen hatte sie gefasst. 6. a) als Ladung, Einfüllung o.Ä. aufnehmen, entgegennehmen: sie liefen den Hafen an, um Kohlen zu f.; b) (Soldatenspr.) als Zuteilung in Empfang nehmen, entgegennehmen: Essen, Munition f. 7. aufnehmen können; ein bestimmtes Fassungsvermögen haben, Raum für eine bestimmte Menge, Anzahl bieten: der Tank fasst 50 Liter; der Saal fasst 1000 Zuschauer. 8. mit einer Einfassung, Umrahmung versehen; in eine Fassung bringen; einfassen: einen Edelstein [in reines Gold] f.; eine Quelle f. (die Stelle, an der die Quelle austritt, ausmauern). 9. einer Sache Ausdruck verleihen, sie in bestimmter Weise ausdrücken, formulieren, gestalten: seine Gedanken in Worte f.; etw. in Verse f.; die Verfügung sollte verständlicher gefasst werden. 10. a) (geh.) in seinen Zusammenhängen erkennen, verstehen; geistig erfassen: den Sinn der Worte nicht f. können; es fiel ihm schwer, das Problem [ganz] zu f.; b) in all seinen Auswirkungen für möglich, wahr halten: er konnte nicht f., dass alles vorbei sein sollte; das ist [doch] nicht zu f.! 11. [f.+ sich] sein inneres Gleichgewicht, seine Haltung wieder finden; sich wieder beruhigen: sie erschrak, fasste sich aber schnell. 12. (Kunstwiss.) mit einer Fassung (3) versehen: eine mit Ölfarbe gefasste Holzplastik.
fassen  

v.
<V.; hat>
I <V.t.>
1 ergreifen, packen, nehmen; erwischen, fangen (Dieb); einfassen, einrahmen, mit einer Fassung versehen (Edelsteine); in sich aufnehmen, enthalten können, Raum geben; verstehen, begreifen; ausdrücken, formulieren; <bes. Mil.> in Empfang nehmen (Essen); faß/ fass! (Befehl an den Hund)
2 ;Abneigung, Hass, Misstrauen gegen jmdn. ~; Angst, Ekel, Entsetzen faßte/ fasste uns bei diesem Anblick; ein Bild (in einen Rahmen) ~; einen Entschluss ~ sich zu etwas entschließen; ich kann vor Aufregung keinen klaren Gedanken ~ zustande bringen; die Flasche faßt/ fasst einen Liter; das Sportstadion faßt/ fasst 100000 Menschen; Mut, Selbstvertrauen ~; ich fasse den Sinn dieses Abschnittes nicht; hat man den Täter schon gefaßt/ gefasst?; Vertrauen, Zuneigung (zu jmdm.) ~; einen Vorsatz ~ sich etwas vornehmen; der Saal konnte die Zuhörer kaum ~
3 ;etwas schriftlich ~
4 ;jmdn. an, bei der Hand ~; jmdn. am, beim Arm ~; ich versuchte ihn bei seiner Ehre zu ~ an sein Ehrgefühl zu appellieren; jmdn. bei seiner schwachen Seite ~ ihn andeutungsweise an eine Schwäche erinnern; seine Schwäche für etwas ausnützen; etwas mit beiden Händen, mit der Zange ~; jmdn. gerade noch zu ~ kriegen ihn noch erwischen; es ist nicht zu ~! es ist unbegreiflich;
5 ;ein schön gefaßter/ gefasster Brillant
II <V.refl.>
6 sich ~ sich beruhigen, beherrschen, sich zu Ergebenheit zwingen (gegenüber einem Schicksalsschlag); sich vorbereiten, sich einstellen (auf etwas); sich ausdrücken; fasse dich! nimm dich zusammen; nachdem der erste große Schmerz vorüber ist, hat sie sich jetzt wieder gefaßt/ gefasst; er kann sich vor Freude, Überraschung kaum ~
7 ;er nahm sein Urteil gefaßt/ gefasst entgegen; er kann sich auf etwas gefaßt/ gefasst machen, wenn er nach Hause kommt! <umg.> ich werde ihn tüchtig ausschelten, bestrafen; sie war beim Tode ihres Mannes sehr gefaßt/ gefasst; auf etwas gefaßt/ gefasst sein mit etwas rechnen; auf so viele Besucher war ich nicht gefaßt/ gefasst; ich bin auf alles, auf das Schlimmste gefaßt/ gefasst
III <V.i.>
8 ineinander greifen, sich einhaken; das Zahnrad, Gewinde faßt/ fasst nicht [<ahd. fazzon; Faß]
['fas·sen]
[fasse, fasst, faßt, fassen, fasste, faßte, fasstest, faßtest, fassten, faßten, fasstet, faßtet, fassest, fasset, fass, faß, gefasst, gefaßt, fassend]