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faul  

faul <Adj.> [mhd. vūl, ahd. fūl, eigtl. = stinkend, modrig; 3: schon mhd., eigtl. = so lange liegen geblieben, bis Fäulnis eintritt]:

1.durch Einwirkung zersetzender Bakterien [u. unter Entwicklung übel riechender Gase] in Gärung, Verwesung geraten, übergegangen [u. dadurch verdorben, unbrauchbar]: -es Fleisch, Obst, Holz; das Wasser hat einen -en Geruch; die Eier sind, schmecken f.; der Tümpel riecht f. (riecht nach Fäulnis).


2. (ugs. abwertend) sehr zweifelhaft, bedenklich, [moralisch] unsauber; nicht einwandfrei, nicht in Ordnung u. daher unbefriedigend: ein -er Kompromiss; -e Witze erzählen; das ist eine ganz -e Sache; eine -e (unglaubwürdige) Ausrede; ein -er (ungedeckter) Wechsel; an der Sache ist etwas f.;

R etwas ist f. im Staate Dänemark (hier stimmt etwas nicht, ist etwas nicht in Ordnung; nach Shakespeare, Hamlet I, 4: something is rotten in the state of Denmark).



3.abgeneigt zu arbeiten, sich zu bewegen, sich anzustrengen; nicht gern tätig; bequem, träge: ein [stinkend (ugs. abwertend; extrem)] -er Schüler; ein -es Leben führen; er hat heute seinen -en Tag (an dem er nichts tut); er ist zu f. zum Schreiben; f. herumliegen;

*nicht f. (ohne zu zögern, schnell reagierend, rasch bei der Hand): sie, nicht f., beantwortete seine Zudringlichkeit mit einer Ohrfeige.


4.(veraltend) säumig, nachlässig: ein -er Schuldner.
faul  


1. faulig, in Fäulnis/Gärung/Verwesung übergegangen, nicht mehr gut, schlecht, unbrauchbar, ungenießbar, verdorben, verfault, vermodert, verrottet, verwest; (ugs.): gammelig, hinüber, vergammelt; (salopp): matsch; (nordd.): rott; (landsch.): angegangen, mulmig, stichig; (veraltet): gärig.

2. anrüchig, bedenklich, fragwürdig, nicht einwandfrei/in Ordnung, verdächtig, zweifelhaft; (geh.): dubios; (bildungsspr.): obskur, ominös, suspekt; (ugs.): nicht ganz astrein/hasenrein.

3. abgeneigt zu arbeiten/sich zu bewegen/sich anzustrengen, arbeitsscheu, faulenzerisch, inaktiv, nicht gern tätig, nichts arbeitend/tuend, passiv, träge, untätig; (geh.): müßig; (bildungsspr.): phlegmatisch; (salopp emotional verstärkend): stinkfaul; (abwertend): bequem; (westmd.): strack.

[faul]
[fauler, faule, faules, faulen, faulem, faulerer, faulere, fauleres, fauleren, faulerem, faulster, faulste, faulstes, faulsten, faulstem]
faul  

faul <Adj.> [mhd. vūl, ahd. fūl, eigtl. = stinkend, modrig; 3: schon mhd., eigtl. = so lange liegen geblieben, bis Fäulnis eintritt]:

1.durch Einwirkung zersetzender Bakterien [u. unter Entwicklung übel riechender Gase] in Gärung, Verwesung geraten, übergegangen [u. dadurch verdorben, unbrauchbar]: -es Fleisch, Obst, Holz; das Wasser hat einen -en Geruch; die Eier sind, schmecken f.; der Tümpel riecht f. (riecht nach Fäulnis).


2. (ugs. abwertend) sehr zweifelhaft, bedenklich, [moralisch] unsauber; nicht einwandfrei, nicht in Ordnung u. daher unbefriedigend: ein -er Kompromiss; -e Witze erzählen; das ist eine ganz -e Sache; eine -e (unglaubwürdige) Ausrede; ein -er (ungedeckter) Wechsel; an der Sache ist etwas f.;

Retwas ist f. im Staate Dänemark (hier stimmt etwas nicht, ist etwas nicht in Ordnung; nach Shakespeare, Hamlet I, 4: something is rotten in the state of Denmark).



3.abgeneigt zu arbeiten, sich zu bewegen, sich anzustrengen; nicht gern tätig; bequem, träge: ein [stinkend (ugs. abwertend; extrem)] -er Schüler; ein -es Leben führen; er hat heute seinen -en Tag (an dem er nichts tut); er ist zu f. zum Schreiben; f. herumliegen;

*nicht f. (ohne zu zögern, schnell reagierend, rasch bei der Hand): sie, nicht f., beantwortete seine Zudringlichkeit mit einer Ohrfeige.


4.(veraltend) säumig, nachlässig: ein -er Schuldner.
faul  

Adj. [mhd. vul, ahd. ful, eigtl. = stinkend, modrig; 3: schon mhd., eigtl. = so lange liegen geblieben, bis Fäulnis eintritt]: 1. durch Einwirkung zersetzender Bakterien [u. unter Entwicklung übel riechender Gase] in Gärung, Verwesung geraten, übergegangen [u. dadurch verdorben, unbrauchbar]: -es Fleisch, Obst, Holz; das Wasser hat einen -en Geruch; die Eier sind, schmecken f.; der Tümpel riecht f. (riecht nach Fäulnis). 2. (ugs. abwertend) sehr zweifelhaft, bedenklich, [moralisch] unsauber; nicht einwandfrei, nicht in Ordnung u. daher unbefriedigend: ein -er Kompromiss; -e Witze erzählen; das ist eine ganz -e Sache; eine -e (unglaubwürdige) Ausrede; ein -er (ungedeckter) Wechsel; an der Sache ist etwas f.; R etwas ist f. im Staate Dänemark (hier stimmt etwas nicht, ist etwas nicht in Ordnung; nach Shakespeare, HamletI,4: something is rotten in the state of Denmark). 3. abgeneigt zu arbeiten, sich zu bewegen, sich anzustrengen; nicht gern tätig; bequem, träge: ein [stinkend (ugs. abwertend; extrem)] -er Schüler; ein -es Leben führen; er hat heute seinen -en Tag (an dem er nichts tut); er ist zu f. zum Schreiben; f. herumliegen; *nicht f. (ohne zu zögern, schnell reagierend, rasch bei der Hand): sie, nicht f., beantwortete seine Zudringlichkeit mit einer Ohrfeige. 4. (veraltend) säumig, nachlässig: ein -er Schuldner.
faul  

(etwas ist) faul (umgangssprachlich), bedenklich, fraglich, fragwürdig, strittig, zweifelhaft
[bedenklich, fraglich, fragwürdig, strittig, zweifelhaft]
faul  

adj.
<Adj.>
1 verfault, moderig, verdorben (Eier, Fisch, Laub, Obst); <fig.> sittlich verdorben; träge, arbeitsunlustig; <Kaufmannsspr.> säumig (Schuldner); unsicher (Aktien); <Bgb.> morsch, brüchig, zersetzt; <umg.> bedenklich, verdächtig (Angelegenheit)
2 das sind ~e Ausreden! <fig.; umg.> dumme unglaubwürdige A.; ~e Eier auf die Bühne werfen (als Zeichen des Missfallens); ein ~er Friede <fig.; umg.> ein Friede, dem man nicht trauen kann; ein ~er Geruch; ~e Geschäfte machen <fig.; umg.> bedenkliche, unsaubere G.; sie liegt den ganzen Tag über auf der ~en Haut <fig.; umg.> sie tut nichts; ~es Holz, Wasser; ein ~er Kunde <fig.; umg.> ein verdächtiger Kerl; ein ~er Schüler; ~e Witze machen <fig.; umg.> schlechte W.; alles nur ~er Zauber! <fig.; umg.> Schwindel;
3 ;~ riechen, schmecken; sein: an der Sache ist etwas ~ <fig.; umg.> nicht in Ordnung; es steht ~ um unseren Plan <fig.; umg.> schlecht, wenig aussichtsreich; er, nicht ~, erwiderte schlagfertig … <umg.> behände, flink; [<ahd. ful, engl. foul, got. fuls; zu germ. *fu <idg. *pu, urspr. lautmalend: *pu „pfui“; Grundbedeutung: „in Verwesung befindlich“]
[faul]
[fauler, faule, faules, faulen, faulem, faulerer, faulere, fauleres, fauleren, faulerem, faulster, faulste, faulstes, faulsten, faulstem]