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Fell,  

das; -[e]s, -e [mhd., ahd. vel, urspr.= Haut (von Mensch u. Tier), verw. mit lat. pellis, Pelz]: 1. a) [Pl. selten] dicht behaarte Haut (eines Säugetiers): ein struppiges F.; einem Pferd das F. striegeln; einem Hasen das F. abziehen; *nur/bloß noch F. und Knochen sein (ugs.; Haut 1 a); jmdm./jmdn. juckt das F. (salopp; jmd. ist so übermütig, verhält sich so provozierend, dass ihm jeden Moment Prügel drohen); ein dickes F. kriegen/bekommen (ugs.; seelisch unempfindlich, abgehärtet werden); ein dickes F. haben (ugs.; seelisch unempfindlich, abgehärtet sein); sich ein dickes F. anschaffen (ugs.; sich seelisch unempfindlich machen, abhärten); jmdm. das F. über die Ohren ziehen (salopp; jmdn. übervorteilen, betrügen); jmdm. das F. gerben/versohlen (salopp; jmdn. verprügeln); nur sein eigenes F. anhaben (ugs. scherzh.; nackt sein); sein F. zu Markte tragen (ugs.; Haut 1 a); das F. versaufen (salopp; im Anschluss an eine Beerdigung einen Umtrunk veranstalten); b) (als Rohmaterial dienendes) abgezogenes Fell: -e gerben; *jmdm. schwimmen die/alle -e davon/fort/weg (ugs.; jmds. Hoffnungen zerrinnen; wahrsch. urspr. auf den [unachtsamen] Lohgerber bezogen, der früher die gegerbten Häute im Stadtbach wässerte): sie sah aus, als wären ihr alle -e davongeschwommen; seine -e davon-/fort-/wegschwimmen sehen (ugs.; seine Hoffnungen in nichts zerrinnen sehen); c) [o.Pl.] aus einem od. mehreren Fellen (1 b) gewonnenes Material: eine Mütze aus F. 2. [aus Tierhaut hergestellte] Bespannung einer Trommel o.Ä., für eine Trommel o.Ä. 3. (Skisport) Steigfell.