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fett  

Fẹtt, das; -[e]s, -e [aus dem Niederd. < mniederd. vet(te), subst. Adj.]:

1.aus tierischen od. pflanzlichen Zellen gewonnener od. synthetisch hergestellter fester, halbfester od. flüssiger Stoff, der hauptsächlich aus den Estern des Glyzerins u. Fettsäuren besteht u. als Nahrungsmittel od. für industriell-technische Zwecke verwendet wird: pflanzliche, tierische, synthetische -e; das F. brutzelt in der Pfanne; F. auslassen; überflüssiges F. abschöpfen; es roch nach ranzigem F.;

*das F. abschöpfen (ugs.; sich selbst den größten Vorteil, das Beste verschaffen); sein F. [ab]bekommen, [ab]kriegen (ugs.; verdientermaßen für etw. getadelt, bestraft werden; H. u., viell. urspr. ein iron. Vergleich mit dem früheren Brauch des gemeinsamen Schweineschlachtens, bei dem jeder Besitzer eines Schlachttieres eine bestimmte Menge Fett erhielt); sein F. [weg]haben (ugs.; die verdiente Strafe bekommen haben); im F. sitzen/schwimmen (ugs.; im Wohlstand leben).


2.Anhäufung von Fettgewebe im Körper von Menschen u. Tieren: die Gans hat sehr viel F.; F. ansetzen (an Gewicht zunehmen); von seinem F. zehren (ugs.; von Reserven leben); im eigenen F. schmoren (ugs.; mit selbst verschuldeten Schwierigkeiten nicht fertig werden); F. schwimmt [immer] oben (scherzhafte Äußerung, die besagen soll, dass dicke Leute aufgrund ihres Fettes keine Angst vor dem Ertrinken zu haben brauchen).
fẹtt <Adj.> [aus dem Niederd. < mniederd. vet, eigtl. adj. 2. Part., vgl. feist ]:

1.a)viel Fett enthaltend; fettreich: -er Käse; -e Kost; eine -e Hautcreme; f. (fettreiche Speisen) essen;

b)überfettet: -e Haut, -es Haar;

c)sehr dick, mit viel Fettgewebe ausgestattet: eine -e Gans; ein -er (abwertend; sehr beleibter, korpulenter) Mann; f. sein, werden; Schweine f. füttern (mästen); davon wirst du/wird man nicht f. (ugs.; das bringt nicht viel ein, rentiert sich nicht).



2.a)üppig, kräftig, ertragreich: -er Boden; fetter Klee; -e (große) Beute machen;

R das macht den Kohl [auch] nicht fett (ugs.; das nützt auch nichts, macht etwas nicht besser);


b)(ugs.) auf materiellen Wohlstand gegründet, reich: wir erlebten -e Jahre, Zeiten; f. leben;

c)(Jugendspr.) hervorragend; sehr gut, schön: das ist ja fett!



3. (Druckw.) (von gedruckten Buchstaben) durch besondere Breite u. Größe gekennzeichnet: -e Lettern; f. gedruckte Schlagzeilen.


4.(landsch. salopp) völlig betrunken: er kam ganz schön f. nach Hause.
Fett  

Fẹtt, das; -[e]s, -e
fett  


1. Butter, Margarine, Öl, Schmalz; (landsch.): Schmer.

2. Fettmassen, Fettpolster; (ugs. scherzh.): Speck; (Med., Physiol.): Fettdepot, Fettgewebe.

[Fett]
[Fettes, Fetts, Fette, Fetten]
1. a) fetthaltig, fettig, fettreich, fetttriefend, gehaltvoll.

b) fettig, ölig, schmierig, speckig, überfettet.

c) aufgeschwollen, ausladend, bauchig, behäbig, beleibt, breit, dick, dickbäuchig, dickleibig, dicklich, drall, fleischig, füllig, gedrungen, gewaltig, groß, gut genährt, korpulent, mächtig, massig, mollig, plump, prall, rund, rundlich, stämmig, stramm, umfangreich, unförmig, untersetzt, üppig, vierschrötig, voll, wuchtig; (schweiz.): fest; (geh.): fettleibig, wohlbeleibt; (ugs.): bullig, gemästet, kompakt, mopsig, pummelig, schmerbäuchig, schwabbelig; (verhüll.): vollschlank; (scherzh.): gewichtig, kugelig, kugelrund, voluminös; (ugs. scherzh.): gut gepolstert; (meist spött.): wohlgenährt; (meist abwertend): feist; (ugs. abwertend): speckig; (salopp abwertend): dickwanstig; (derb abwertend): vollgefressen; (bayr., österr. abwertend): blad; (landsch.): knubbelig; (veraltet): vollleibig; (bes. Werbespr. verhüll.): stark.

2. a) dankbar, ergiebig, ertragreich, fruchtbar, kräftig, reich, segensreich, üppig.

b) einbringlich, einträglich, erfolgreich, gewinnbringend, günstig, lohnend, nutzbringend, nützlich, produktiv, profitabel, profitbringend, reich, rentabel, rentierlich, üppig, vorteilhaft; (geh.): ersprießlich; (bildungsspr.): lukrativ.

c) ausgezeichnet, brillant, einmalig, erstklassig, fabelhaft, genial, grandios, großartig, hervorragend, sehr gut, sehr schön, vortrefflich, vorzüglich; (bildungsspr.): exzellent, superb; (ugs.): [echt] bombig, [echt/einsame] Spitze, [echt/ganz] prima, [echt] klasse, [echt] super, [ganz] famos, [ganz] fantastisch, [ganz] toll, glänzend, klassisch, pfundig, tadellos; (österr. ugs.): klass; (ugs., bes. südd., österr., schweiz.): sauber; (salopp): [echt] cool, eine Wucht; (salopp, bes. berlin.): dufte; (salopp, bes. Jugendspr.): affengeil, [echt] geil; (emotional): wunderbar; (ugs., oft emotional): riesig; (ugs. emotional verstärkend): supertoll; (oft scherzh.): göttlich; (berlin. veraltend): knorke, schnafte; (Jugendspr.): astrein; (bes. Jugendspr.): [echt] krass.

[fett]
[Fettes, Fetts, Fette, Fetten]
fett  

Fẹtt, das; -[e]s, -e [aus dem Niederd. < mniederd. vet(te), subst. Adj.]:

1.aus tierischen od. pflanzlichen Zellen gewonnener od. synthetisch hergestellter fester, halbfester od. flüssiger Stoff, der hauptsächlich aus den Estern des Glyzerins u. Fettsäuren besteht u. als Nahrungsmittel od. für industriell-technische Zwecke verwendet wird: pflanzliche, tierische, synthetische -e; das F. brutzelt in der Pfanne; F. auslassen; überflüssiges F. abschöpfen; es roch nach ranzigem F.;

*das F. abschöpfen (ugs.; sich selbst den größten Vorteil, das Beste verschaffen); sein F. [ab]bekommen, [ab]kriegen (ugs.; verdientermaßen für etw. getadelt, bestraft werden; H. u., viell. urspr. ein iron. Vergleich mit dem früheren Brauch des gemeinsamen Schweineschlachtens, bei dem jeder Besitzer eines Schlachttieres eine bestimmte Menge Fett erhielt); sein F. [weg]haben (ugs.; die verdiente Strafe bekommen haben); im F. sitzen/schwimmen (ugs.; im Wohlstand leben).


2.Anhäufung von Fettgewebe im Körper von Menschen u. Tieren: die Gans hat sehr viel F.; F. ansetzen (an Gewicht zunehmen); von seinem F. zehren (ugs.; von Reserven leben); im eigenen F. schmoren (ugs.; mit selbst verschuldeten Schwierigkeiten nicht fertig werden); F. schwimmt [immer] oben (scherzhafte Äußerung, die besagen soll, dass dicke Leute aufgrund ihres Fettes keine Angst vor dem Ertrinken zu haben brauchen).
fẹtt <Adj.> [aus dem Niederd. < mniederd. vet, eigtl. adj. 2. Part., vgl. feist]:

1.
a)viel Fett enthaltend; fettreich: -er Käse; -e Kost; eine -e Hautcreme; f. (fettreiche Speisen) essen;

b)überfettet: -e Haut, -es Haar;

c)sehr dick, mit viel Fettgewebe ausgestattet: eine -e Gans; ein -er (abwertend; sehr beleibter, korpulenter) Mann; f. sein, werden; Schweine f. füttern (mästen); davon wirst du/wird man nicht f. (ugs.; das bringt nicht viel ein, rentiert sich nicht).



2.
a)üppig, kräftig, ertragreich: -er Boden; fetter Klee; -e (große) Beute machen;

R das macht den Kohl [auch] nicht fett (ugs.; das nützt auch nichts, macht etwas nicht besser);


b)(ugs.) auf materiellen Wohlstand gegründet, reich: wir erlebten -e Jahre, Zeiten; f. leben;

c)(Jugendspr.) hervorragend; sehr gut, schön: das ist ja fett!



3. (Druckw.) (von gedruckten Buchstaben) durch besondere Breite u. Größe gekennzeichnet: -e Lettern; f. gedruckte Schlagzeilen.


4.(landsch. salopp) völlig betrunken: er kam ganz schön f. nach Hause.
fett  

Adj. [aus dem Niederd. [ mniederd. vet, eigtl. adj. 2. Part., vgl. feist]: 1. a) viel Fett enthaltend; fettreich: -er Käse; -e Kost; eine -e Hautcreme; f. (fettreiche Speisen) essen; b) überfettet: -e Haut, -es Haar; c) sehr dick, mit viel Fettgewebe ausgestattet: eine -e Gans; ein -er (abwertend; sehr beleibter, korpulenter) Mann; f. sein, werden; Schweine f. füttern (mästen); Ü davon wirst du/wird man nicht f. (ugs.; das bringt nicht viel ein, rentiert sich nicht). 2. a) üppig, kräftig, ertragreich: -er Boden; -er Klee; Ü -e (große) Beute machen; b) (ugs.) auf materiellen Wohlstand gegründet, reich: wir erlebten -e Jahre, Zeiten; f. leben; c) (Jugendspr.): hervorragend; sehr gut, schön: das ist ja fett! 3. (Druckw.) (von gedruckten Buchstaben) durch besondere Breite u. Größe gekennzeichnet: -e Lettern; f. gedruckte Schlagzeilen. 4. (landsch. salopp) völlig betrunken: er kam ganz schön f. nach Hause.
fett  

fett (Boden), schwer (Speisen)
[schwer]
fett  

n.
<n. 11>
1 festes od. halbfestes Tier- od. Pflanzenprodukt, das chemisch hauptsächlich aus Estern des Glycerins u. Fettsäuren besteht (Pflanzen~, Tier~); ausgelassener Speck, Schmalz (Schweine~); Anhäufung von Fettgewebe im Körper; fettige Substanz zum Schmieren von Maschinen (Schmier~)
2 das ~ abschöpfen das auf der Suppe od. der Soße schwimmende Fett abschöpfen; <fig.> sich das Beste auswählen, seinen Vorteil suchen; ~ ansetzen dick werden; ~ auslassen <Kochk.> jmdm. sein ~ geben <fig.; umg.> ihn schelten, rügen, kritisieren; er hat sein ~ weg <fig.; umg.> er ist gescholten, gerügt worden; sein ~ kriegen <fig.; umg.> gescholten, gerügt werden;
3 im ~ schwimmen, sitzen <fig.; umg.> im Überfluss, in sehr guten Verhältnissen leben; ein Rad mit ~ schmieren [fett]
[Fett]
[Fettes, Fetts, Fette, Fetten]n.
<Adj.; -er, am -esten>
1 fetthaltig, fettreich (Speisen); dick, sehr beleibt; fruchtbar (Ackerboden); kräftig, saftig (von Nutzpflanzen); einträglich, lohnend, Gewinn bringend (Beute, Pfründe); dick, breit, stark (Druckschrift)
2 einen ~en Bissen, Braten, Brocken erwischen <fig.; umg.> ein lohnendes Geschäft machen, großen Gewinn erzielen; ~er Boden, Klee, Weizen; ~e Brühe, Kost; eine ~e Ente, Gans; ~e Öle = Fettöle; ~es Essen, Fleisch; Fette Henne <Bot.> = Fetthenne
3 ;die Überschriften ~ drucken; er frisst sich bei ihr dick und ~ <vulg.>; das macht den Kohl, das Kraut auch nicht ~! <umg.> das nützt auch nicht viel; (dick und); ~ sein, werden [<mnddt. vet, engl. fat <germ. *faitida-, Part. Perf. zu *faitian „mästen“; feist]
[fett]
[fettes, fetts, fette, fetten]