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Feuer  

Feu|er, das; -s, - [mhd. viur, ahd. fiur, verw. mit griech. pỹr = Feuer]:

1.<o. Pl.> Form der Verbrennung mit Flammenbildung, bei der Licht u. Wärme entstehen: F., Wasser, Luft und Erde (die vier Elemente der antiken Wissenschaft); F. [mit einem Stein] schlagen; die Wunde brennt wie F. (schmerzt empfindlich);

*[ein Gegensatz] wie F. und Wasser sein (vollkommen unvereinbar, ein schroffer Gegensatz sein).


2. vom Menschen kontrolliertes Feuer (1) als Energiespender: ein helles, offenes F.; das olympische F.; das F. brennt, flackert im Ofen, ist ausgegangen; das F. [im Herd, Ofen] anzünden, anmachen; jmdn. um F. (zum Anzünden von Zigarette, Zigarre od. Pfeife) bitten; das Essen aufs F. (auf den Herd zum Kochen) stellen; um das F. (Lagerfeuer) herumsitzen; obwohl der Bruder einlenken wollte, schürte die Schwester das F. (verstärkte sie den Konflikt) mit Sticheleien;

*mit dem F. spielen (leichtsinnig ein Risiko eingehen, sich in Gefahr begeben).


3. (salopp) zerstörendes, verzehrendes Feuer; (1); Feuersbrunst, Brand: F.!; das F. griff auf das Nachbarhaus über; F. [an ein Haus] legen ([ein Haus] in Brand stecken); das F. löschen; ein F. speiender Vulkan; durch F. zerstört werden; im F. umkommen;

R es ist F. am Dach (österr., schweiz.; es herrscht großer Aufruhr);


*F. und Flamme sein (ugs.; hellauf begeistert sein); F. fangen (in Brand geraten, in Flammen aufgehen. von Begeisterung für etw. gepackt werden. sich in jmdn. verlieben); F. hinter etw. machen (ugs.; etw., was zu langsam vorwärtsgeht, durch entsprechende antreibende Maßnahmen beschleunigen); F. unter dem Dach haben (ugs.; Familienzwist, Familienstreit haben); jmdm. F. unter dem/den Hintern/(derb:) Arsch/unter den/dem Schwanz/Frack machen (derb; jmdn. nachdrücklich zur Eile antreiben); etw. aus dem F. reißen (etw., was schon sehr gefährdet, fast verloren war, doch noch retten, zu einem guten Ende bringen): schließlich haben sie das Spiel doch noch aus dem F. gerissen; für jmdn. durchs F. gehen (jmdn. so sehr schätzen, dass man für ihn alles tun würde).


4. <o. Pl.> das Schießen mit Feuerwaffen; Beschuss: feindliches, gegnerisches F.; [gebt] F.! (Kommando zum Schießen); F. frei! (Schießen ist erlaubt); F. geben (schießen); das F. einstellen; etw. unter F. nehmen;

*zwischen zwei F. geraten (von zwei Seiten gleichzeitig bedrängt werden, in zwei Unannehmlichkeiten geraten).


5. (Seemannsspr.) kurz für ↑ Leuchtfeuer : das F. des Leuchtturms.


6.<o. Pl.> das Leuchten, Funkeln, Strahlen: das F. eines Diamanten; das F. in seinen Augen; ihre Augen sprühten F.


7.<o. Pl.> sich in Taten od. Gesten zeigende seelische Energie, innerer Schwung, Begeisterung: sein jugendliches F. war erloschen; dieses Pferd hat viel F. (Temperament); der Wein hat F. (berauschende Kraft); beim Spielen in F. geraten; sich in F. reden.
Feuer  

Feuer  

Feu|er, das; -s, - [mhd. viur, ahd. fiur, verw. mit griech. pỹr = Feuer]:

1.<o. Pl.> Form der Verbrennung mit Flammenbildung, bei der Licht u. Wärme entstehen: F., Wasser, Luft und Erde (die vier Elemente der antiken Wissenschaft); F. [mit einem Stein] schlagen; die Wunde brennt wie F. (schmerzt empfindlich);

*[ein Gegensatz] wie F. und Wasser sein (vollkommen unvereinbar, ein schroffer Gegensatz sein).


2. vom Menschen kontrolliertes
Feuer (1) als Energiespender: ein helles, offenes F.; das olympische F.; das F. brennt, flackert im Ofen, ist ausgegangen; das F. [im Herd, Ofen] anzünden, anmachen; jmdn. um F. (zum Anzünden von Zigarette, Zigarre od. Pfeife) bitten; das Essen aufs F. (auf den Herd zum Kochen) stellen; um das F. (Lagerfeuer) herumsitzen; obwohl der Bruder einlenken wollte, schürte die Schwester das F. (verstärkte sie den Konflikt) mit Sticheleien;

*mit dem F. spielen (leichtsinnig ein Risiko eingehen, sich in Gefahr begeben).


3. (salopp) zerstörendes, verzehrendes Feuer; (1)Feuersbrunst, Brand: F.!; das F. griff auf das Nachbarhaus über; F. [an ein Haus] legen ([ein Haus] in Brand stecken); das F. löschen; ein F. speiender Vulkan; durch F. zerstört werden; im F. umkommen;

Res ist F. am Dach (österr., schweiz.; es herrscht großer Aufruhr);


*F. und Flamme sein (ugs.; hellauf begeistert sein); F. fangen (in Brand geraten, in Flammen aufgehen. von Begeisterung für etw. gepackt werden. sich in jmdn. verlieben); F. hinter etw. machen (ugs.; etw., was zu langsam vorwärtsgeht, durch entsprechende antreibende Maßnahmen beschleunigen); F. unter dem Dach haben (ugs.; Familienzwist, Familienstreit haben); jmdm. F. unter dem/den Hintern/(derb:) Arsch/unter den/dem Schwanz/Frack machen (derb; jmdn. nachdrücklich zur Eile antreiben); etw. aus dem F. reißen (etw., was schon sehr gefährdet, fast verloren war, doch noch retten, zu einem guten Ende bringen): schließlich haben sie das Spiel doch noch aus dem F. gerissen; für jmdn. durchs F. gehen (jmdn. so sehr schätzen, dass man für ihn alles tun würde).


4. <o. Pl.> das Schießen mit Feuerwaffen; Beschuss: feindliches, gegnerisches F.; [gebt] F.! (Kommando zum Schießen); F. frei! (Schießen ist erlaubt); F. geben (schießen); das F. einstellen; etw. unter F. nehmen;

*zwischen zwei F. geraten (von zwei Seiten gleichzeitig bedrängt werden, in zwei Unannehmlichkeiten geraten).


5. (Seemannsspr.) kurz für ↑ Leuchtfeuer: das F. des Leuchtturms.


6.<o. Pl.> das Leuchten, Funkeln, Strahlen: das F. eines Diamanten; das F. in seinen Augen; ihre Augen sprühten F.


7.<o. Pl.> sich in Taten od. Gesten zeigende seelische Energie, innerer Schwung, Begeisterung: sein jugendliches F. war erloschen; dieses Pferd hat viel F. (Temperament); der Wein hat F. (berauschende Kraft); beim Spielen in F. geraten; sich in F. reden.
Feuer  

n.
<n. 13>
1 Verbrennung unter Flammenentwicklung bei Licht- u. Wärmeabgabe, Brand (Herd~); Schießen, Beschießen mit, Beschuss aus Feuerwaffen, Glanz, Funkeln; <Mar.> Leuchtfeuer; <fig.> innerer Schwung, Temperament, Glut, Begeisterung, ungestümes Wesen; ~! (Ruf bei Ausbruch eines Brandes); <Mil.> (Befehl zum Schießen)
2 ;das ~ ihrer Augen; das ~ der Begeisterung, des Hasses, der Leidenschaft, der Liebe, des Zorns; das ~ des Diamanten; ~ und Flamme für etwas sein hell begeistert sein; mit dem ~ des Südländers
3 ;~ anbrennen, anfachen, anzünden, entfachen; in einem Kaufhaus ist (ein) ~ ausgebrochen; das ~ ist ausgegangen, erloschen; das ~ auslöschen, ausmachen, ersticken, löschen; das ~ eröffnen <Mil.> ~ fangen anfangen zu brennen; <fig.> in leidenschaftliche Erregung geraten, sich verlieben; ~ geben schießen; jmdm. ~ geben (für die Zigarette); unter der Asche glimmt, schwelt noch ~; ~ (an ein Gebäude) legen ein G. in Brand stecken; ~ machen <umg.> den Ofen heizen; „~!“ rufen; gebranntes Kind scheut (das) ~ <Sprichw.> wer einmal Schaden erlitten hat, ist beim zweiten Mal vorsichtig; ~ schlagen aus einem Stein Funken erzeugen; das ~ schüren <a. fig.> Leidenschaft anfachen, unterstützen; der Vulkan, Drache speit ~; ihre Augen sprühten ~; das ~ unterhalten
4 ;loderndes ~; auf, über offenem ~ kochen; etwas bei schwachem, starkem ~ kochen
5 ;etwas zum Trocknen ans ~ stellen; die Pfanne, den Topf aufs ~ stellen; für jmdn. durchs ~ gehen <fig.> alles, auch das Schwerste für ihn tun; ~ hinter etwas machen <fig.> es beschleunigen (z.B. einen Plan); Öl ins ~ gießen <fig.> ein Übel noch verschlimmern; die Hand für jmdn., für etwas ins ~ legen vorbehaltlos für ihn od. etwas eintreten, jede Bürgschaft übernehmen; jmdn. ins ~ schicken <Mil.> zum Einsatz an die Front, in den Kampf; mit dem ~ spielen <fig.> leichtsinnig handeln; etwas mit ~ vortragen temperamentvoll; um ~ bitten (zum Anzünden der Zigarette); etwas mit ~ und Schwert vernichten <sprichwörtl.> wie ~ und Wasser sein <fig.> völlig anders, gegensätzlich; unter ~ stehen brennen; <Mil.> beschossen werden; den Feind zwischen zwei ~ nehmen ihn von zwei Seiten angreifen; <a. fig.> ihn in zweifach schwierige Lage bringen; [<ahd. fiur, engl. fire <westgerm. *fuir; zu idg. *peuor; verwandt mit Funke]
['Feu·er]
[Feuers, Feuern]