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Figur,  

die; -, -en [mhd. figur(e) [ afrz. figure [ lat. figura= Gebilde, Gestalt, Erscheinung, zu: fingere, fingieren]: 1. Körperform, Gestalt, äußere Erscheinung eines Menschen im Hinblick auf ihre ausgewogene Proportion: eine gute, schlanke, grazile, rundliche F.; sie hat eine tolle F.; auf seine F. achten [müssen] (sich beim Essen mäßigen [müssen], um nicht dicker zu werden); *eine gute, schlechte, klägliche o.ä. F. machen/abgeben (durch seine Erscheinung, sein Auftreten einen guten, schlechten, kläglichen o.ä. Eindruck machen). 2. [künstlerische] Darstellung eines menschlichen, tierischen od. abstrakten Körpers: mythologische -en; -en aus Porzellan; eine abstrakte F. von Moore. 3. Spielstein bes. beim Schachspiel: eine F. zieht. 4. a) [geometrisches] Gebilde aus Linien od. Flächen; Umrisszeichnung o.Ä.: eine geometrische F.; b) Abbildung, die als Illustration einem Text beigegeben ist: vergleiche F. 4; Abk.: Fig. 5. a) Person, Persönlichkeit (in ihrer Wirkung auf ihre Umgebung, auf die Gesellschaft): er war eine wichtige, herausragende F. seiner Zeit; eine undurchschaubare, merkwürdige F.; b) (salopp) Person, Mensch (meist männlichen Geschlechts), Typ: das waren die -en von vorhin; c) handelnde Person, Gestalt in einem Werk der Dichtung: die -en des Dramas; die -en dieses Romans sind frei erfunden; die komische F. (Rollenfach im Theater). 6. (Sport) in sich geschlossene Bewegungsabfolge, die Teil eines größeren Ganzen ist: eine einzelne F. [eines Tanzes] üben; auf dem Eis -en laufen. 7. (Musik) in sich geschlossene Tonfolge als schmückendes u. vielfach zugleich textausdeutendes Stilmittel: eine musikalisch-rhetorische F. 8. (Sprachw.) von der normalen Sprechweise abweichende sprachliche Form, die als Stilmittel eingesetzt wird: eine rhetorische F.