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Flügel,  

der; -s, - [1a: mhd. vlügel; 3a: unter Einfluss von gleichbed. lat. ala, eigtl.= Vogelflügel; 5: nach der Ähnlichkeit mit einem Vogelflügel]: 1. a) paariges, am Rumpf sitzendes Organ, mit dessen Hilfe Vögel u. Insekten fliegen (1): der Adler breitet die F. aus; die Gans hat einen F. gebrochen, schlägt mit den -n; *die F. hängen lassen (ugs.; mutlos u. bedrückt sein); jmdm. die F. beschneiden/stutzen (jmds. Tatendrang, Übermut dämpfen); jmdm. F. verleihen (geh.; jmdn. beflügeln a); b) (von mythologischen o.ä. Wesen) in der Form den Vogelflügeln ähnliches, zum Fliegen geeignetes Organ: ein Engel, eine Elfe mit silbernen -n; c) (Flugw.) Tragflügel. 2. a) [beweglicher] seitlicher Teil eines mehrgliedrigen, symmetrischen Ganzen: der rechte F. eines Altars, Fensters; der linke F. der Lunge; b) von einem [sich im Zentrum drehenden] Mittelstück abstehendes Teil eines mechanischen Geräts, das in der Form od. Funktion einem Vogelflügel ähnelt: eine Schiffsschraube mit drei -n; die F. der Windmühle. 3. a) äußerer Teil einer aufgestellten Truppe, Mannschaft o.Ä.: der linke F. der Armee; über die F. (Fußball; über den vorderen rechten u. linken Teil der gegnerischen Spielfeldhälfte) angreifen; b) Gruppierung innerhalb einer politischen od. weltanschaulichen Partei od. Gruppe: der linke, rechte F. der Partei. 4. seitlicher Teil eines größeren Gebäudes, der in einem Winkel an das Hauptgebäude anschließt: im westlichen F. des Schlosses. 5. großes, dem Klavier ähnliches Musikinstrument auf drei Beinen mit relativ flachem, an die Form eines Vogelflügels erinnerndem Resonanzkörper, dessen Deckel hochgestellt werden kann u. in dem die Saiten waagerecht in Richtung der Tasten gespannt sind: am F., auf dem F. begleitete ein berühmter Pianist.