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Frage,  

die; -, -n [mhd. vrage, ahd. fraga, zu einem untergegangenen Verb mit der Bed. ?fragen?, urspr.= herumwühlen; suchen]: 1. eine Antwort, Auskunft, Erklärung, Entscheidung o.Ä. fordernde Äußerung, mit der sich jmd. an jmdn. wendet: eine neugierige, dumme, verfängliche, müßige F.; eine rhetorische F. (als Frage gestellte rhetorische Figur, auf die keine Antwort erwartet wird); -n zur Person und zur Sache; so eine F.! (das ist doch selbstverständlich!); F. (ugs.; es stellt sich die Frage), können wir das schaffen?; die F. muss erlaubt sein, ob diese Handlungsweise richtig ist (man muss daran zweifeln dürfen); es stellt sich die F. (man muss sich fragen), ob das reichen wird; ?Was war da los?? ?Gute F. ? (floskelhafte Antwort auf eine schwer zu beantwortende Frage); jmdm./an jmdn. eine F. stellen; an jmdn. eine F. richten; eine F. beantworten, bejahen, verneinen; hat jemand noch eine F.?; auf eine F. antworten; sich mit einer F. an jmdn. wenden. 2. Problem; zu erörterndes Thema, zu klärende Sache, Angelegenheit: eine schwierige, ungelöste, offene F.; die letzten -n (religiöse Themen, bes. das Problem des Todes); die F. nach dem Sinn des Lebens; das ist eine F. des Geldes (das hängt vom verfügbaren Geld ab); das ist eine F. der Ehre (es geht um die Selbstachtung, die innere Würde); das ist noch sehr die F., ist die große F. (ist noch sehr zweifelhaft); das ist gar keine F. (ist ganz gewiss); eine F. aufwerfen, anschneiden, diskutieren; über wissenschaftliche, politische -n sprechen; wir kommen um diese F. nicht herum; *nur eine F. der Zeit sein (mit Gewissheit früher od. später eintreten); außer F. sein/stehen (ganz gewiss, unbezweifelbar sein); jmdn., etw. in F. stellen (infrage); etw. in F. stellen (infrage); in F. kommen (infrage); ohne F. (zweifellos, ganz gewiss).