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Freiheit,  

die; -, -en [mhd. vriheit, auch= Stand eines Freien; Privileg; Asyl, Zufluchtsort, ahd. friheit= freier Sinn; verliehenes Privileg]: 1. [o.Pl.] Zustand, in dem jmd. von bestimmten persönlichen od. gesellschaftlichen, als Zwang od. Last empfundenen Bindungen od. Verpflichtungen frei ist u. sich in seinen Entscheidungen o.Ä. nicht [mehr] eingeschränkt fühlt; Unabhängigkeit, Ungebundenheit: die politische F.; die innere F.; die F. des Geistes, der Presse; die F. des Andersdenkenden; die F. von Forschung und Lehre; F. (das Freisein) von Not und Furcht; seine F. bewahren, verlieren; F., Gleichheit, Brüderlichkeit (aus der Französischen Revolution stammende Losung für die politischen Grundforderungen). 2. [o.Pl.] Möglichkeit, sich frei u. ungehindert zu bewegen; das Nicht-gefangen-Sein: einem Gefangenen, einem Tier die F. schenken, geben; jmdn. seiner F. berauben; ein Tier in der F. (in der freien Natur) beobachten. 3. Recht, etw. zu tun; bestimmtes [Vor]recht, das jmdm. zusteht od. das er sich nimmt: die F. der Wahl haben; besondere -en genießen; sich gewisse -en erlauben, herausnehmen; das ist dichterische F. (Abweichung des Dichters von den Tatsachen u. der historischen Genauigkeit); die Mode erlaubt heute viele -en (Abweichungen von der Norm); *sich [Dativ] die F. nehmen, etw. zu tun (sich etw. erlauben, das Recht zu etw. nehmen): ich nehme mir die F., deinen Brief zu öffnen.