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Freund,  

der; -[e]s, -e [mhd. vriunt, ahd. friunt, eigtl.= der Liebende, zu frei]: 1. jmd., der einem anderen in Freundschaft (1 a) verbunden ist, ihm nahe steht: ein guter F. von mir; mein F. Klaus; mein bester F.; -e werden; wir sind -e; die beiden sind dicke -e (ugs.; sind eng befreundet); das ist ihr spezieller F. (iron.; den kann sie nicht leiden); (ugs. iron.:) du bist mir ein schöner F.!; viele -e haben, besitzen; unter -en sein; jmdn. zum F. haben; Spr -e in der Not gehn hundert/tausend auf ein Lot (in Notzeiten hat man wenige od. keine Freunde); Ü ein vierbeiniger F. (ein Hund); *F. Hein (verhüll.; der Tod; bes. durch M.Claudius bekannt gewordene Tabubez.; Hein= niederd. Kurzf. von Heinrich); [mit jmdm.] gut F. sein (landsch. veraltend; gut mit jmdm. auskommen); F. und Feind (jedermann). 2. männliche Person, mit der eine Frau befreundet ist [u. mit der sie zusammenlebt]: sie hat einen festen, neuen F.; 3. a) jmd., der etwas Bestimmtes besonders schätzt: ein F. des Weins, guter Musik; *kein F. von etw. sein (etw. nicht schätzen u. es daher nicht [gern] tun): ich bin kein F. von vielen Worten; b) jmd., der etw. besonders unterstützt od. fördert: Verein der -e und Förderer des Stadttheaters; c) Gesinnungsgenosse, Parteifreund o.Ä.: meine politischen -e. 4. vertrauliche Anrede: wie gehts, alter F.?; (scherzh. od. drohend:) [mein] lieber F. [und Kupferstecher]!