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Gas,  

das; -es, -e [niederl. gas (mit Ausspr. des anlautenden g als Achlaut im Niederl.), in Anlehnung an griech. ch¨¢os= leerer Raum; Luftraum (Chaos) gepr. von dem Brüsseler Chemiker J.B. van Helmont (15791644)]: 1. [im Normalzustand] luftförmiger Stoff: giftiges, brennbares, explosives, flüssiges G.; ideales G. (Physik; hypothetisch angenommenes Gas, dessen Verhalten bei beliebigem Druck u. beliebiger Temperatur völlig mit bestimmten grundlegenden Gasgesetzen übereinstimmt); brennende -e; G. erzeugen, verdünnen, kondensieren, verflüssigen, ablassen; einen Ballon mit G. füllen; zu G. werden; G. bildende, G. erzeugende Stoffe; 2. a) Brenngas: das G. strömt aus; ein G. erzeugendes Unternehmen; die Stadtwerke haben ihm das G. gesperrt; das G. (Gas am Gasherd o.Ä.) anzünden, abstellen, (ugs.:) abdrehen; mit G. kochen, heizen; jmdn., sich mit G. vergiften; *jmdm. das G. abdrehen (salopp; Luft 1b); b) [o.Pl.] (ugs.) Gaskocher, Gasherd o.Ä.: das G. geht nicht; den Kochtopf aufs G. stellen, vom G. nehmen; auf G. kochen. 3. [o.Pl.] a) Treibstoff, der dem Motor eines Fahrzeugs durch Druck aufs Gaspedal o.Ä. zugeführt wird, um das Fahrzeug in Gang zu setzen od. die Fahrt zu beschleunigen: G. geben (das Fahrzeug durch Drücken aufs Gaspedal in Gang setzen od., wenn es bereits fährt, beschleunigen); G. wegnehmen (den Druck aufs Gaspedal o.Ä. verringern u. so die Fahrt verlangsamen); das G. stehen lassen (Jargon; nicht wegnehmen); *kein G. im Ballon haben (Jugendspr. veraltend; geistig beschränkt sein); b) (ugs.) Gashebel, Gaspedal: das G. betätigen, bedienen; aufs G. treten; vom G. weggehen. 4. (Milit.) Giftgas: G. als Kampfstoff benutzen; mit G. angreifen. 5. [o.Pl.] Gaskammer: in Auschwitz wurden Tausende ins G. getrieben. 6. *G. haben (landsch.; 1. betrunken sein. 2. Glück haben; H.u.).