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Gebot  

Ge|bot, das; -[e]s, -e [mhd. gebot, ahd. gibot, zu ↑ (ge)bieten ]:

1.moralisches od. religiöses Gesetz, das ein bestimmtes Handeln, Verhalten [allgemein] verbindlich vorschreibt, fordert: ein göttliches, sittliches, moralisches G.; das oberste G.; ein G. halten (erfüllen, nicht übertreten); das G. der Menschlichkeit, Nächstenliebe, der Höflichkeit beachten, befolgen; die Zehn -e (die [zuerst im 2. u. 5. Buch Mose formulierten] zehn Gesetze der christlichen Moral); das erste, sechste G. (der Zehn Gebote); das elfte G. (ugs. scherzh. verhüll.; das Gebot der Lebensklugheit: »Lass dich nicht erwischen!«).


2.von einer höheren Instanz ausgehende Willenskundgebung in schriftlicher od. mündlicher Form, die den Charakter eines Befehls od. einer Anweisung hat: ein G. [miss]achten, befolgen, übertreten; ein G. erlassen; etw. auf jmds. G. hin tun; G. für Fußgänger (Verkehrsw.; durch Gebotszeichen ausgedrückte Vorschrift, dass ein bestimmter Weg o. Ä. nur von Fußgängern benutzt werden soll);

*zu -e stehen (zur Verfügung stehen): ihm steht das Wort, die Kunst der Rede zu G. wie kaum einem anderen.


3.Erfordernis, Notwendigkeit: Besonnenheit ist ein/das G. der Stunde; das ist ein G. der Vernunft.


4.(Kaufmannsspr.) Preisangebot des Bieters bei Versteigerungen: ein höheres G. machen, abgeben.
Gebot  

Ge|bot, das; -[e]s, -e; zu Gebot[e] stehen; das erste, zweite Gebot, aber die Zehn Gebote
Gebot  


1. Imperativ, Moralgesetz, Sittengesetz; (bildungsspr.): Postulat; (Philos.): kategorischer Imperativ.

2. Anordnung, Anweisung, Auftrag, Befehl, Bestimmung, Dekret, Erlass, Instruktion, Maßregel, Order, Verfügung, Verordnung, Vorschrift; (geh.): Geheiß; (bildungsspr.): Direktive; (scherzh.): Ukas; (bayr.): Anschaffe; (bildungsspr. veraltet): Diktum, Injunktion; (bes. hist.): Edikt; (Amtsspr.): Weisung; (EDV): Statement; (kath. Kirche): Kirchengebot.

3. Anforderung, Erfordernis, Notwendigkeit, Pflicht; (veraltet): Exigenz.

4. Angebot, Preisangebot.

[Gebot]
[Gebotes, Gebots, Gebote, Geboten]
Gebot  

Ge|bot, das; -[e]s, -e [mhd. gebot, ahd. gibot, zu ↑ (ge)bieten]:

1.moralisches od. religiöses Gesetz, das ein bestimmtes Handeln, Verhalten [allgemein] verbindlich vorschreibt, fordert: ein göttliches, sittliches, moralisches G.; das oberste G.; ein G. halten (erfüllen, nicht übertreten); das G. der Menschlichkeit, Nächstenliebe, der Höflichkeit beachten, befolgen; die Zehn -e (die [zuerst im 2. u. 5. Buch Mose formulierten] zehn Gesetze der christlichen Moral); das erste, sechste G. (der Zehn Gebote); das elfte G. (ugs. scherzh. verhüll.; das Gebot der Lebensklugheit: »Lass dich nicht erwischen!«).


2.von einer höheren Instanz ausgehende Willenskundgebung in schriftlicher od. mündlicher Form, die den Charakter eines Befehls od. einer Anweisung hat: ein G. [miss]achten, befolgen, übertreten; ein G. erlassen; etw. auf jmds. G. hin tun; G. für Fußgänger (Verkehrsw.; durch Gebotszeichen ausgedrückte Vorschrift, dass ein bestimmter Weg o. Ä. nur von Fußgängern benutzt werden soll);

*zu -e stehen (zur Verfügung stehen): ihm steht das Wort, die Kunst der Rede zu G. wie kaum einem anderen.


3.Erfordernis, Notwendigkeit: Besonnenheit ist ein/das G. der Stunde; das ist ein G. der Vernunft.


4.(Kaufmannsspr.) Preisangebot des Bieters bei Versteigerungen: ein höheres G. machen, abgeben.
Gebot  

n.
<n. 11> Befehl, Anordnung, Verordnung; (moral.) Grundgesetz; Preisangebot; es ist ein ~ der Höflichkeit, Menschlichkeit, Nächstenliebe, dies zu tun; das ~ der Stunde die augenblickl. Notwendigkeit; ein ~ beachten, missachten, übertreten; die Zehn ~e <bibl.> Moses' Gesetzestafeln; ein geringes, hohes, höheres ~; göttliches, sittliches ~; jmdm. zu ~e stehen zur Verfügung stehen; ihm stand ein großer Stab von Mitarbeitern zu ~e; ihm steht die Kunst der Rede zu ~e wie keinem anderen [bieten]
[Ge'bot]
[Gebotes, Gebots, Gebote, Geboten]