[ - Collapse All ]
Gedächtnis,  

das; -ses, -se [mhd. ged?htnisse, ahd. kithehtnissi= das Denken an etw.]: 1. Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen od. psychische Vorgänge (im Gehirn) zu speichern, sodass sie bei geeigneter Gelegenheit ins Bewusstsein treten können; Vermögen, Bewusstseinsinhalte aufzubewahren, zu behalten, zu speichern u. sich ins Bewusstsein zurückzurufen, sie wieder zu beleben; Erinnerung[svermögen]: ihr G. reicht weit zurück; mein G. lässt nach, lässt mich oft im Stich; wenn mich mein G. nicht täuscht, war es so; ein gutes, schlechtes G. [für Zahlen] haben; das G. verlieren; sein G. nicht mit etw. belasten; sein G. auffrischen; etw. dem G. [fest] einprägen; er hat ein kurzes G. (ugs.; vergisst schnell); ihr Name ist meinem G. entfallen (ich habe ihren Namen vergessen); jmds. G. nachhelfen (1. jmdn. erinnern, indem man ihm Anhaltspunkte gibt. 2. iron.; jmdn., der sich an bestimmte Tatsachen nicht erinnern will bzw. angeblich nicht erinnert, auf diese Tatsachen hinweisen); aus dem G. (ohne Vorlage, auswendig) zitieren; etw. im G. behalten, bewahren (nicht vergessen); jmdm., sich etw. ins G. zurückrufen (jmdn., sich an etw. erinnern); *ein G. wie ein Sieb haben (ugs.; sehr vergesslich sein); 2. [ehrendes] Andenken, Gedenken: dem Verstorbenen ein ehrenvolles G. bewahren; zum G. der Opfer; zum G. an die Katastrophe ein Denkmal errichten. 3. (schweiz.) (in der katholischen Kirche) Gedächtnisgottesdienst; Gedächtnismesse.