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Geist  

1Geist, der; -[e]s, -e [mhd., ahd. geist, eigtl. = Erregung, Ergriffenheit]:

1.<o. Pl.> a)denkendes Bewusstsein des Menschen, Verstandeskraft, Verstand: G. und Körper; sein G. ist verwirrt; seinen G. anstrengen; einen wachen G. haben; die Errungenschaften des menschlichen -es;

R der G. ist willig, aber das Fleisch ist schwach (ein guter Vorsatz ist zwar oft vorhanden, aber seine Ausführung scheitert an der menschlichen Schwäche; nach Matth. 26, 41);


*den/seinen G. aufgeben (veraltet, noch ironisch; sterben; nach Klagelieder Jeremia 2, 12. ugs. scherzh.; entzweigehen, nicht mehr funktionieren: die Maschine hat ihren Geist aufgegeben); den/seinen G. aushauchen (geh. verhüll.; sterben); jmdm. auf den G. gehen (ugs.; jmdm. äußerst lästig werden); im Geist[e] (in Gedanken, in der Vorstellung): im G. sind wir bei euch; ich sehe sie im G. vor mir;

b)Scharfsinn, Esprit: seinen G. sprühen lassen; eine Unterhaltung voller G. und Witz; ein Mann von, ohne G.



2.<o. Pl.> Gesinnung; innere Einstellung, Haltung: der G. der Zeit; in der Klasse herrscht ein kameradschaftlicher G.; wir handeln im G. des Verstorbenen (wie es sein Wille gewesen wäre);

*... wes -es Kind jmd. ist (... welcher Art jmds. Denken, jmds. Gesinnung in Wirklichkeit ist, wie jmd. tatsächlich eingestellt ist; nach Luk. 9, 55): an ihren Äußerungen erkennt man bald, wes -es Kind sie sind.


3.klares Destillat von unvergorenen, mit Alkohol versetzten Früchten, bes. Beerenfrüchten.


2Geist, der; -[e]s, -er:

1.a)Mensch im Hinblick auf seine geistigen Eigenschaften: sie ist ein schöpferischer, genialer G.; er ist nur ein kleiner G.; die führenden -er unserer Zeit;

R hier, da scheiden sich die -er (in diesem Punkt gehen die Meinungen auseinander); große -er stört das nicht (ugs. scherzh.; das bringt mich nicht aus der Ruhe);


b)durch bestimmte Eigenschaften des Wirkens od. Sichverhaltens charakterisierter Mensch: sie ist der gute G. unseres Hauses; das Kind ist wirklich ein unruhiger G.;

*dienstbarer G. (ugs. scherzh.; Dienstbote, Dienstbotin; nach Hebr. 1, 14).



2.geistige Wesenheit: Gott ist G.; der Heilige G. (christl. Rel.; dritte Person der Dreieinigkeit); der böse G. (Teufel); der G. der Finsternis (geh.; Teufel).


3.Gespenst, Spukgestalt: gute, böse -er; ihm erschien der G. des Toten; -er beschwören; du siehst ja aus wie ein G. (siehst ganz blass aus);

*von allen guten -ern verlassen sein (ugs.; etw. völlig Unvernünftiges, Törichtes, Konfuses tun).
geist  

Geist, der; -[e]s, Plur. (für Gespenst, kluger Mensch:) -er u. (für Weingeist usw.:) -egeist|lich; geistlicher Beistand, geistliche Lieder, aber (kath. Kirche)
Geist  


1. a) Denkfähigkeit, Denkvermögen, Intellekt, Klugheit, Vernunft, Verstand, Verstandeskraft; (ugs.): Grips, Grütze, Hirn, Köpfchen; (Philos.): Nus.

b) Esprit, Genie, Scharfsinn; (geh.): Genius.

2. Bewusstsein, Denkart, Denkweise, Einstellung, Gesinnung, Grundeinstellung, Grundhaltung, Haltung; (geh.): Sinn; (salopp): Denke; (veraltend): Denkungsart.

[1Geist]
[Geistes, Geists, Geiste, Geister, Geistern, Geisten, Geistin, Geistinnen]


1. a) Genie, Kapazität; (geh.): Genius; (bildungsspr.): Koryphäe, Phänomen; (Philos.): Res cogitans.

b) Mensch; (bildungsspr.): Individuum.

2. (bildungsspr.): Spiritus.

3. Dämon, Erscheinung, Gespenst, Phantom, Spukgestalt; (bildungsspr.): Revenant; (veraltet): Spuk; (Parapsych.): Spirit.

[2Geist]
[Geistes, Geists, Geiste, Geister, Geistern, Geisten, Geistin, Geistinnen]
Geist  

1Geist, der; -[e]s, -e [mhd., ahd. geist, eigtl. = Erregung, Ergriffenheit]:

1.<o. Pl.>
a)denkendes Bewusstsein des Menschen, Verstandeskraft, Verstand: G. und Körper; sein G. ist verwirrt; seinen G. anstrengen; einen wachen G. haben; die Errungenschaften des menschlichen -es;

Rder G. ist willig, aber das Fleisch ist schwach (ein guter Vorsatz ist zwar oft vorhanden, aber seine Ausführung scheitert an der menschlichen Schwäche; nach Matth. 26, 41);


*den/seinen G. aufgeben (veraltet, noch ironisch; sterben; nach Klagelieder Jeremia 2, 12. ugs. scherzh.; entzweigehen, nicht mehr funktionieren: die Maschine hat ihren Geist aufgegeben); den/seinen G. aushauchen (geh. verhüll.; sterben); jmdm. auf den G. gehen (ugs.; jmdm. äußerst lästig werden); im Geist[e] (in Gedanken, in der Vorstellung): im G. sind wir bei euch; ich sehe sie im G. vor mir;

b)Scharfsinn, Esprit: seinen G. sprühen lassen; eine Unterhaltung voller G. und Witz; ein Mann von, ohne G.



2.<o. Pl.> Gesinnung; innere Einstellung, Haltung: der G. der Zeit; in der Klasse herrscht ein kameradschaftlicher G.; wir handeln im G. des Verstorbenen (wie es sein Wille gewesen wäre);

*... wes -es Kind jmd. ist (... welcher Art jmds. Denken, jmds. Gesinnung in Wirklichkeit ist, wie jmd. tatsächlich eingestellt ist; nach Luk. 9, 55): an ihren Äußerungen erkennt man bald, wes -es Kind sie sind.


3.klares Destillat von unvergorenen, mit Alkohol versetzten Früchten, bes. Beerenfrüchten.


2Geist, der; -[e]s, -er:

1.
a)Mensch im Hinblick auf seine geistigen Eigenschaften: sie ist ein schöpferischer, genialer G.; er ist nur ein kleiner G.; die führenden -er unserer Zeit;

Rhier, da scheiden sich die -er (in diesem Punkt gehen die Meinungen auseinander); große -er stört das nicht (ugs. scherzh.; das bringt mich nicht aus der Ruhe);


b)durch bestimmte Eigenschaften des Wirkens od. Sichverhaltens charakterisierter Mensch: sie ist der gute G. unseres Hauses; das Kind ist wirklich ein unruhiger G.;

*dienstbarer G. (ugs. scherzh.; Dienstbote, Dienstbotin; nach Hebr. 1, 14).



2.geistige Wesenheit: Gott ist G.; der Heilige G. (christl. Rel.; dritte Person der Dreieinigkeit); der böse G. (Teufel); der G. der Finsternis (geh.; Teufel).


3.Gespenst, Spukgestalt: gute, böse -er; ihm erschien der G. des Toten; -er beschwören; du siehst ja aus wie ein G. (siehst ganz blass aus);

*von allen guten -ern verlassen sein (ugs.; etw. völlig Unvernünftiges, Törichtes, Konfuses tun).
Geist  

Geist, Gespenst, Spuk
[Gespenst, Spuk]
Geist  

n.
<m. 1>
I <unz.>
1 <urspr.> Hauch, Atem (als Träger des Lebens); <dann> das denkende, erkennende Bewusstsein des Menschen, im Unterschied zur empfindenden Seele; <fig.> liebenswürdige, feine, kluge Witzigkeit; Vorstellung; Art, Beschaffenheit, Wollen, Streben, Gesamtheit aller nichtmateriellen Eigenschaften (z.B. eines Volkes, einer Dichtung, einer Epoche)
2 ;der ~ der Goethezeit; wir werden bald sehen, wes ~es Kind er ist auf welchem geistigen Niveau er steht, wie seine Gesinnung ist; der ~ Schillers; der ~ der Zeit
3 ;seinen ~ anstrengen; seinen ~ aufgeben, aushauchen sterben; ~ haben; sein: der ~ ist willig, aber das Fleisch ist schwach (Matth. 26,41); seinen ~ sprühen lassen
4 ;der Heilige ~; viel, wenig ~ haben
5 ;im ~ etwas od. jmdn. vor sich sehen; in jmds. ~e handeln; sie führt das Werk ihres Vater in seinem ~e weiter; ein Mensch mit (viel) ~; ein Mensch ohne (jeden) ~; ein Mann von ~
II <zählb.>
6 Alkohol (Himbeer ~, Wein~)
[Geist1]
[Geistes, Geists, Geiste, Geister, Geistern, Geisten, Geistin, Geistinnen]

n.
<m. 2>
1 Mensch im Hinblick auf seine geistigen Fähigkeiten, sein inneres Wesen; Genius; scheinbar wiederkehrender Verstorbener, abgeschiedene Seele, Gespenst; Dämon, Teufel; menschenähnl. Naturwesen, Elf, Kobold (Erd~, Luft~, Wasser~)
2 der ~ der Finsternis der Teufel; die Stunde der ~er Mitternacht bis 1 Uhr;
3 ;~er beschwören; umgehen: hier gehen ~er um
4 ;bist du's wirklich, oder ist es dein ~? <scherzh.> böse, gute ~er; dienstbarer ~ <umg.> Dienstbote; ein edler, führender, großer, überlegener ~; sie ist der gute ~ unseres Hauses <fig.> solche kleinen ~er; ein unruhiger ~ <umg.; scherzh.>
5 ;von ~ern besessen sein; du bist wohl von allen guten ~ern verlassen? du bist wohl nicht gescheit?, was denkst du dir eigentlich?; [<ahd. geist „Geist im Gegensatz zum Körper, überirdisches Wesen“; zu idg. *gheis- „aufgebracht, außer Fassung, erregt“; zugrunde liegt vermutlich die Vorstellung eines (kultisch) erregten Zustands des Menschen]
[Geist2]
[Geistes, Geists, Geiste, Geister, Geistern, Geisten, Geistin, Geistinnen]