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Gemüt  

Ge|müt, das; -[e]s, -er [mhd. gemüete = Gesamtheit der seelischen Empfindungen u. der Gedanken; Gemütszustand; Kollektivbildung zu ↑ Mut ]:

1.Gesamtheit der psychischen u. geistigen Kräfte eines Menschen: ein sanftes, trauriges G.; das G. eines Künstlers; ihr kleiner Sohn hat ein sonniges G.; du hast vielleicht ein sonniges, kindliches G.! (iron.; du bist wirklich recht naiv!); die neue Inszenierung erregte die -er der Zuschauer;

*ein G. haben wie ein Fleischerhund (ugs.; gefühllos sein, überhaupt kein Gemüt haben); ein G. haben wie ein Veilchen/Schaukelpferd (salopp; naiv sein; ohne sich Gedanken zu machen, jmdm. etw. zumuten).


2.geistig-seelisches Empfindungsvermögen; Empfänglichkeit für Gefühle erregende Eindrücke: diese Frau hat viel G.; das rührt ans, ist etwas fürs G.;

*jmdm. aufs G. schlagen (deprimierend auf jmdn. wirken); jmdm. nach dem -e sprechen (so sprechen, reden, dass der andere voll u. ganz damit übereinstimmt); sich <Dativ> etw. zu -e führen (etw. beherzigen. [etw. Gutes] mit Genuss essen od. trinken).


3.Mensch (in Bezug auf seine geistig-seelischen Regungen): einfachere -er; er ist ein heiteres, offenes G.; inzwischen haben sich die -er beruhigt; ein Fall, der die G. bewegt.
Gemüt  

Ge|müt, das; -[e]s, -er; zu Gemüte führen
Gemüt  


1. Herz, Innenleben, Innenwelt, Inneres, Psyche, Seele; (geh.): Seelenleben.

2. Befindlichkeit, Eindruck, Empfinden, Empfindung, Erleben, Feeling, Gefühl, Gefühlseindruck, Gefühlsregung, Gemütsbewegung, Gemütslage, Gemütsregung, Gemütsverfassung, Gespür, Impression, [seelische] Regung, Sinn, Stimmung; (bildungsspr.): Sentiment; (ugs.): Sensus.

[Gemüt]
[Gemütes, Gemüts, Gemüte, Gemüter, Gemütern, Gemuet, Gemuetes, Gemuets, Gemuete, Gemueter, Gemuetern]
Gemüt  

Ge|müt, das; -[e]s, -er [mhd. gemüete = Gesamtheit der seelischen Empfindungen u. der Gedanken; Gemütszustand; Kollektivbildung zu ↑ Mut]:

1.Gesamtheit der psychischen u. geistigen Kräfte eines Menschen: ein sanftes, trauriges G.; das G. eines Künstlers; ihr kleiner Sohn hat ein sonniges G.; du hast vielleicht ein sonniges, kindliches G.! (iron.; du bist wirklich recht naiv!); die neue Inszenierung erregte die -er der Zuschauer;

*ein G. haben wie ein Fleischerhund (ugs.; gefühllos sein, überhaupt kein Gemüt haben); ein G. haben wie ein Veilchen/Schaukelpferd (salopp; naiv sein; ohne sich Gedanken zu machen, jmdm. etw. zumuten).


2.geistig-seelisches Empfindungsvermögen; Empfänglichkeit für Gefühle erregende Eindrücke: diese Frau hat viel G.; das rührt ans, ist etwas fürs G.;

*jmdm. aufs G. schlagen (deprimierend auf jmdn. wirken); jmdm. nach dem -e sprechen (so sprechen, reden, dass der andere voll u. ganz damit übereinstimmt); sich <Dativ> etw. zu -e führen (etw. beherzigen. [etw. Gutes] mit Genuss essen od. trinken).


3.Mensch (in Bezug auf seine geistig-seelischen Regungen): einfachere -er; er ist ein heiteres, offenes G.; inzwischen haben sich die -er beruhigt; ein Fall, der die G. bewegt.
Gemüt  

Gemüt, Innenleben, Seele
[Innenleben, Seele]
Gemüt  

n.
1 <n. 11; unz.> Sitz der seel. Empfindungen, fühlende Seele, fühlendes Herz; Sinn für innere Werte, für Gefühlswerte; ~ haben; er hat kein ~; ein fröhliches, heiteres, kindliches, liebevolles ~ haben; heiteren ~es froh gestimmt, ausgeglichen, voll Seelenruhe; er hat ein ~ wie ein Fleischerhund, wie ein Kohlenkasten o.Ä. <umg.; scherzh.> er hat gar kein G., ist herzlos; sich ein Stück Kuchen zu ~e führen <fig.; umg.; scherzh.> (genussvoll) essen;
2 <n. 12> Mensch im Hinblick auf sein Seelen- u. Gefühlsleben; der Vorfall erregte die ~er; sie ist ein ängstliches ~ <umg.> sie ist sehr ängstlich; die erregten ~er beruhigen [<mhd. gemüete, urspr. „Gesamtheit der seelischen Kräfte u. Sinnesregungen“; Mut]
[Ge'müt]
[Gemütes, Gemüts, Gemüte, Gemüter, Gemütern]