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glauben  

Glau|ben, der; -s: seltener für ↑ Glaube .glau|ben <sw. V.; hat> [mhd. gelouben, ahd. gilouben, urspr. = für lieb halten; gutheißen, zu ↑ lieb ]:

1.a)für möglich u. wahrscheinlich halten, annehmen; meinen: glaubst du, dass er kommt?; sie glaubte sich zu erinnern; er glaubte[,] den Mann zu kennen; ich glaube, dass ich das nachweisen kann; ich glaube, du spinnst, du bist verrückt!; ich glaube gar! (ugs.; Ausdruck der Entrüstung, Ablehnung o. Ä.; kommt nicht infrage!);

b)fälschlich glauben, für jmdn. od. etw. halten; wähnen: sich allein, unbeobachtet g.; ich glaubte mich im Recht; wir glaubten sie längst in Berlin.



2.a)für wahr, richtig, glaubwürdig halten; gefühlsmäßig von der Richtigkeit einer Sache od. einer Aussage überzeugt sein: das glaubst du doch selbst nicht!; ich glaube schon, dass es sich so verhält; man muss nicht alles g., was in der Zeitung steht; sie glaubt jedes seiner Worte, glaubt ihm jedes Wort; wenn man seinen Worten g. will; er hat die Nachricht nicht g. wollen; man glaubt ihr die Tänzerin (sieht aus ihren Bewegungen, dass sie wirklich Tänzerin ist); du glaubst nicht, wie ich mich freue! (ich freue mich sehr); es ist so, ob du es glaubst oder nicht (ugs.; es ist wirklich so);

R wers glaubt, wird selig [und wers nicht glaubt, kommt auch in den Himmel] (ugs. scherzh.; ich glaube das niemals); das ist doch kaum/nicht zu g. (ugs.; das ist unerhört);


b)jmdm., einer Sache vertrauen, sich auf jmdn., etw. verlassen: ich glaube an ihn, an seine Ehrlichkeit; an das Gute [im Menschen] g.; an sich selbst g. (Selbstvertrauen haben);

*jmdn. etw. g. machen wollen (jmdm. etw. einzureden versuchen): sie wollte uns g. machen, sie habe das Geld gefunden.



3.a)vom Glauben (2 a) erfüllt sein, gläubig sein: fest, unbeirrbar g.; zu g. beginnen;

b)in seinem Glauben (2 a) von der Existenz einer Person od. Sache überzeugt sein, etw. für wahr, wirklich halten: an Gott, an die Auferstehung g.; an Gespenster, an Wunder g.;

*dran g. müssen (salopp; ums Leben kommen: bei dem Flugzeugabsturz mussten über 100 Menschen dran g. ugs.; von etw. Unangenehmem betroffen sein, an der Reihe sein: heute muss sie dran g. und das Geschirr spülen).

Glauben  

Glau|ben, der; -s, - (selten, veraltend für Glaube)
glauben  


1. a) annehmen, auf dem Standpunkt stehen, ausgehen von, denken, erwarten, finden, für wahrscheinlich halten, meinen, mutmaßen, nicht wissen, vermuten; (geh.): dafürhalten; (ugs.): schätzen, schwanen, spekulieren, tippen.

b) (geh.): meinen, vermeinen, wähnen.

2. a) für bare Münze nehmen, für richtig/wahr halten; (geh.): Glauben schenken; (ugs.): abkaufen, abnehmen.

b) bauen, hoffen, rechnen, sich verlassen, vertrauen, zählen; (geh.): Vertrauen schenken.

3. a) fromm/gläubig sein, religiös sein.

b) für glaubhaft halten, für wahr/wirklich halten, überzeugt sein.

[glauben]
[Glaubens, glaube, glaubst, glaubt, glaubte, glaubtest, glaubten, glaubtet, glaubest, glaubet, glaub, geglaubt, glaubend]
glauben  

Glau|ben, der; -s: seltener für ↑ Glaube.glau|ben <sw. V.; hat> [mhd. gelouben, ahd. gilouben, urspr. = für lieb halten; gutheißen, zu ↑ lieb]:

1.
a)für möglich u. wahrscheinlich halten, annehmen; meinen: glaubst du, dass er kommt?; sie glaubte sich zu erinnern; er glaubte[,] den Mann zu kennen; ich glaube, dass ich das nachweisen kann; ich glaube, du spinnst, du bist verrückt!; ich glaube gar! (ugs.; Ausdruck der Entrüstung, Ablehnung o. Ä.; kommt nicht infrage!);

b)fälschlich glauben, für jmdn. od. etw. halten; wähnen: sich allein, unbeobachtet g.; ich glaubte mich im Recht; wir glaubten sie längst in Berlin.



2.
a)für wahr, richtig, glaubwürdig halten; gefühlsmäßig von der Richtigkeit einer Sache od. einer Aussage überzeugt sein: das glaubst du doch selbst nicht!; ich glaube schon, dass es sich so verhält; man muss nicht alles g., was in der Zeitung steht; sie glaubt jedes seiner Worte, glaubt ihm jedes Wort; wenn man seinen Worten g. will; er hat die Nachricht nicht g. wollen; man glaubt ihr die Tänzerin (sieht aus ihren Bewegungen, dass sie wirklich Tänzerin ist); du glaubst nicht, wie ich mich freue! (ich freue mich sehr); es ist so, ob du es glaubst oder nicht (ugs.; es ist wirklich so);

Rwers glaubt, wird selig [und wers nicht glaubt, kommt auch in den Himmel] (ugs. scherzh.; ich glaube das niemals); das ist doch kaum/nicht zu g. (ugs.; das ist unerhört);


b)jmdm., einer Sache vertrauen, sich auf jmdn., etw. verlassen: ich glaube an ihn, an seine Ehrlichkeit; an das Gute [im Menschen] g.; an sich selbst g. (Selbstvertrauen haben);

*jmdn. etw. g. machen wollen (jmdm. etw. einzureden versuchen): sie wollte uns g. machen, sie habe das Geld gefunden.



3.
a)vom Glauben (2 a) erfüllt sein, gläubig sein: fest, unbeirrbar g.; zu g. beginnen;

b)in seinem Glauben (2 a) von der Existenz einer Person od. Sache überzeugt sein, etw. für wahr, wirklich halten: an Gott, an die Auferstehung g.; an Gespenster, an Wunder g.;

*dran g. müssen (salopp; ums Leben kommen: bei dem Flugzeugabsturz mussten über 100 Menschen dran g. ugs.; von etw. Unangenehmem betroffen sein, an der Reihe sein: heute muss sie dran g. und das Geschirr spülen).

glauben  

[sw.V.; hat] [mhd. gelouben, ahd. gilouben, urspr. = für lieb halten; gutheißen, zu lieb]: 1. a) für möglich u. wahrscheinlich halten, annehmen; meinen: glaubst du, dass er kommt?; sie glaubte sich zu erinnern; er glaubte[,] den Mann zu kennen; ich glaube, dass ich das nachweisen kann; ich glaube, du spinnst, du bist verrückt!; ich glaube gar! (ugs.; Ausdruck der Entrüstung, Ablehnung o.Ä.; kommt nicht infrage!); b) fälschlich glauben, für jmdn. od. etw. halten; wähnen: sich allein, unbeobachtet g.; ich glaubte mich im Recht; wir glaubten sie längst in Berlin. 2. a) für wahr, richtig, glaubwürdig halten; gefühlsmäßig von der Richtigkeit einer Sache od. einer Aussage überzeugt sein: das glaubst du doch selbst nicht!; ich glaube schon, dass es sich so verhält; man muss nicht alles g., was in der Zeitung steht; sie glaubt jedes seiner Worte, glaubt ihm jedes Wort; wenn man seinen Worten g. will; er hat die Nachricht nicht g. wollen; man glaubt ihr die Tänzerin (sieht aus ihren Bewegungen, dass sie wirklich Tänzerin ist); du glaubst nicht, wie ich mich freue! (ich freue mich sehr); es ist so, ob du es glaubst oder nicht (ugs.; es ist wirklich so); R wers glaubt, wird selig [und wers nicht glaubt, kommt auch in den Himmel] (ugs. scherzh.; ich glaube das niemals; vgl. Mark. 16, 16); das ist doch kaum/nicht zu g. (ugs.; das ist unerhört); b) jmdm., einer Sache vertrauen, sich auf jmdn., etw. verlassen: ich glaube an ihn, an seine Ehrlichkeit; an das Gute [im Menschen] g.; an sich selbst g. (Selbstvertrauen haben); *jmdn. etw. g. machen wollen (jmdm. etw. einzureden versuchen): sie wollte uns g. machen, sie habe das Geld gefunden. 3. a) vom Glauben (2 a) erfüllt sein, gläubig sein: fest, unbeirrbar g.; zu g. beginnen; b) in seinem Glauben (2 a) von der Existenz einer Person od. Sache überzeugt sein, etw. für wahr, wirklich halten: an Gott, an die Auferstehung g.; an Gespenster, an Wunder g.; *dran g. müssen (1. salopp; ums Leben kommen: bei dem Flugzeugabsturz mussten über 100 Menschen dran g. 2. ugs.; von etw. Unangenehmem betroffen sein, an der Reihe sein: heute muss sie dran g. und das Geschirr spülen).
glauben  

glauben, vertrauen, Vertrauen schenken
[vertrauen, Vertrauen schenken]
glauben  

n.
<m. 4; unz.; Nebenform von> Glaube
['Glau·ben]
[Glaubens, Glaube, Glaubst, Glaubt, Glauben, Glaubte, Glaubtest, Glaubten, Glaubtet, Glaubest, Glaubet, Glaub, geGlaubt, Glaubend]n.
<V.t. u. V.i.; hat>
1 etwas ~ etwas annehmen, vermuten, meinen, etwas für zutreffend, wahr halten, davon überzeugt sein; jmdm. ~ für wahr annehmen, was er sagt, ihm Glauben schenken;
2 ;ich glaube, ja; ich glaube, nein (als Antwort); ist er schon verreist? ich glaube nicht; das glaube ich wohl! (als Antwort, verstärkend); aber sicher!, das ist gewiss!; das glaubst du doch selbst nicht!; ich glaubte mich verraten; ich glaubte ihn zu kennen, und doch …; ich glaube ihm (nicht); ich glaube es ihm (nicht); ich glaube nicht, dass er schon verreist ist; ich glaube, ich muss mich mehr um sie kümmern; ich glaubte, das schöne Wetter würde noch anhalten; ich hatte geglaubt, noch Aufschub zu bekommen; ~ Sie ja nicht, was er Ihnen erzählt hat; wie kannst du dem Gerede der Leute ~; du kannst seinen Worten ~
3 ;ich kann es nicht ~; er will mich ~ machen, dass … er spiegelt mir vor, versucht, mir einzureden, dass …; ich möchte fast ~ ich vermute; sein: es ist nicht zu ~; das will ich ~! (als Antwort, verstärkend) ganz bestimmt!;
4 ;etwas fest, blindlings ~
5 an etwas ~ etwas für wahr halten, von seiner Wirksamkeit, seinem Vorhandensein überzeugt sein; an jmd. ~ jmdm. u. seinen Fähigkeiten vertrauen; an jmds. Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Treue, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit ~; an jmds. Fähigkeiten ~; an das Gelingen einer Sache ~; an Gerechtigkeit, das Gute im Menschen, Liebe, Wahrheit ~; du wirst doch nicht an Gespenster ~; an Gott ~; man möchte an Zeichen und Wunder ~, wenn man das hört; ich glaube dir aufs Wort; erst sehen, dann ~; ich glaube (nicht) daran; in dieser Sache wirst du noch daran ~ müssen <umg.> wirst du noch bittere Erfahrungen machen, die Folgen tragen müssen; er hat dran ~ müssen <umg.> er musste die unvermeidl. Folgen tragen; er ist gestorben; jeder muss einmal daran ~ <umg.> sterben; ich glaubte ihn schon im Urlaub; es ist kaum zu ~, dass …; sie glaubt sofort, was man ihr erzählt; das glaube ich nicht von ihr
6 ;wer hätte das (je) geglaubt!; wer's glaubt, wird selig! <sprichwörtl.> das ist völlig unwahrscheinlich, ich glaube das nicht; wie ich glaube, will er … [<ahd. gilouben, got. galaubjan <germ. *galaubjan „für lieb halten, gutheißen“; zu idg. *lub-, verwandt mit lieb, loben, erlauben, Urlaub]
['glau·ben]
[glaubens, glaube, glaubst, glaubt, glauben, glaubte, glaubtest, glaubten, glaubtet, glaubest, glaubet, glaub, geglaubt, glaubend]