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Glied  

Glied, das; -[e]s, -er [mhd. gelit, ahd. gilid; ge-Bildung zu gleichbed. mhd. lit, ahd. lid, eigtl. = Bewegliches, Biegsames (am Körper); 2: mhd. lit, ahd. lid, Übers. von lat. membrum (virile)]:

1.a)(bei Mensch u. Tier) beweglicher, durch ein Gelenk mit dem Rumpf verbundener Körperteil: kräftige, schmale, bewegliche -er; ein künstliches G. (Prothese); die -er sind ihm steif vor Kälte; mir tun alle -er weh; sei froh, dass du noch gesunde -er hast; alle -er von sich strecken; [vor Kälte, Schrecken] kein G. rühren können (sich nicht bewegen können, wie gelähmt sein); an allen -ern zittern (vor Angst od. Aufregung heftig, am ganzen Körper zittern); die Angst, das Schwächegefühl, der Schrecken, die Krankheit steckte/saß ihm [noch] in den -ern (hatte seinen ganzen Körper erfasst); der Schreck fuhr ihm in die -er/durch alle -er (erfasste ihn ganz, traf ihn schlagartig);

b)(Anat.) Gliedteil zwischen zwei Gelenken: ein Finger besteht aus drei -ern; ich habe mir ein G. am Mittelfuß verstaucht.



2.äußeres männliches Geschlechtsorgan; Penis: das männliche G.


3.eines der ineinandergreifenden Teilstücke, die zusammen eine Kette bilden: eiserne -er; jede Kette ist so stark wie das schwächste ihrer -er; ein Armband aus goldenen -ern; es fehlt noch ein G. in der Kette der Beweise.


4.Teil eines Ganzen: die -er eines Satzes, einer Gleichung; ein nützliches G. der Gesellschaft.


5.a)Reihe einer angetretenen Mannschaft: das erste G. tritt einen Schritt vor; aus dem G. treten; ins G. zurücktreten; im G. stehen; der Mann im dritten G.; in Reihen zu drei -ern antreten!;

b)(geh. veraltet) Geschlechterfolge, Generation: er konnte seine Vorfahren bis ins zehnte G. zurückverfolgen.

Glied  

Glied, das; -[e]s, -er
Glied  


1. männliches Geschlechtsorgan, Penis; (bildungsspr.): Phallus; (ugs.): Nippel, Schniepel; (österr. ugs.): Zumpferl; (salopp): Flöte, Hosenkerl, Johannes, Jonny, Latte, Lümmel, Zebedäus; (fam.): Spatz, Zipfel; (derb): Besen, Bolzen, Deichsel, Gurke, Hammer, Knüppel, Kolben, Nille, Pfeife, Pinsel, Prügel, Riemen, Rüssel, Rute, Schwanz, Schwengel, Stängel; (verhüll.): Männlichkeit; (scherzh.): Wunderhorn; (ugs. scherzh.): Gießkanne, Schniedel[wutz]; (ugs. verhüll.): Ding; (ugs., oft fam.): Pimmel; (salopp scherzh.): der kleine Mann; (scherzh. verhüll.): der elfte Finger; (nordd. ugs.): Dödel; (landsch. salopp): Piepel; (landsch. derb): Pint; (scherzh., sonst veraltet): Gemächt; (Kinderspr.): Piephahn; (Kinderspr. landsch.): Piller[mann]; (Med.): Membrum virile; (bes. Med.): männliches Genitale.

2. a) Bestandteil, Einzelheit, Element, Komponente, Teil; (bildungsspr.): Detail.

b) Angehöriger, Angehörige, Mitglied, Teil, Teilnehmer, Teilnehmerin.

[Glied]
[Gliedes, Glieds, Gliede, Glieder, Gliedern]
Glied  

Glied, das; -[e]s, -er [mhd. gelit, ahd. gilid; ge-Bildung zu gleichbed. mhd. lit, ahd. lid, eigtl. = Bewegliches, Biegsames (am Körper); 2: mhd. lit, ahd. lid, Übers. von lat. membrum (virile)]:

1.
a)(bei Mensch u. Tier) beweglicher, durch ein Gelenk mit dem Rumpf verbundener Körperteil: kräftige, schmale, bewegliche -er; ein künstliches G. (Prothese); die -er sind ihm steif vor Kälte; mir tun alle -er weh; sei froh, dass du noch gesunde -er hast; alle -er von sich strecken; [vor Kälte, Schrecken] kein G. rühren können (sich nicht bewegen können, wie gelähmt sein); an allen -ern zittern (vor Angst od. Aufregung heftig, am ganzen Körper zittern); die Angst, das Schwächegefühl, der Schrecken, die Krankheit steckte/saß ihm [noch] in den -ern (hatte seinen ganzen Körper erfasst); der Schreck fuhr ihm in die -er/durch alle -er (erfasste ihn ganz, traf ihn schlagartig);

b)(Anat.) Gliedteil zwischen zwei Gelenken: ein Finger besteht aus drei -ern; ich habe mir ein G. am Mittelfuß verstaucht.



2.äußeres männliches Geschlechtsorgan; Penis: das männliche G.


3.eines der ineinandergreifenden Teilstücke, die zusammen eine Kette bilden: eiserne -er; jede Kette ist so stark wie das schwächste ihrer -er; ein Armband aus goldenen -ern; es fehlt noch ein G. in der Kette der Beweise.


4.Teil eines Ganzen: die -er eines Satzes, einer Gleichung; ein nützliches G. der Gesellschaft.


5.
a)Reihe einer angetretenen Mannschaft: das erste G. tritt einen Schritt vor; aus dem G. treten; ins G. zurücktreten; im G. stehen; der Mann im dritten G.; in Reihen zu drei -ern antreten!;

b)(geh. veraltet) Geschlechterfolge, Generation: er konnte seine Vorfahren bis ins zehnte G. zurückverfolgen.

Glied  

Glied, Gliedmaß
[Gliedmaß]
Glied  

n.
<n. 12>
1 einzelner Teil eines Ganzen, einer Kette, einer Reihe, einer Gemeinschaft (Ketten~, Mit~); (beweglicher) Teil des menschl. u. tier. Körpers; <Sp.; Mil.> Reihe, Linie Nebeneinanderstehender; <AT> Generation
2 ;die ~er einer Familie; ~er der Finger, der Zehen; die ~er einer Gleichung, einer Kette, eines Satzes
3 ;du wirst dir bei dieser waghalsigen Abfahrt noch die ~er brechen!; ein ~ fehlt noch in der Kette der Beweise <fig.> die ~er recken, strecken (beim Aufstehen); sie konnte vor Müdigkeit, Schmerzen, Schreck kein ~ rühren
4 ;gelenkige, geschmeidige, schlanke, steife, wohlgeformte ~er; künstliche ~er Prothesen; das männliche ~ männl. Geschlechtsteil, Penis;
5 ;sie zitterte an allen ~ern; aus dem ~ treten <Mil.> bis ins dritte und vierte ~ <AT> der Schreck fuhr mir in alle ~er; der Schreck saß mir noch in den ~ern; das Wetter, der Wetterumschwung liegt, steckt mir in allen ~ern bereitet mir Beschwerden; mit gesunden ~ern aus dem Skiurlaub heimkommen; in Reih und ~ antreten, marschieren, stehen[<ahd. gilid, häufiger lid, got. lidus „Glied“; zu germ. *li- <idg. *lei- „beweglich sein, biegen“]
[Glied]
[Gliedes, Glieds, Gliede, Glieder, Gliedern]