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Glosse  

Glọs|se [fachspr.: 'glo:...] die; -, -n <gr.-lat.; »Zunge; Sprache«>:

1.in alten Handschriften erscheinende Erläuterung eines der Erklärung bedürftigen Ausdrucks.


2.a)spöttische Randbemerkung;

b)kurzer Kommentar in Tageszeitungen mit [polemischer] Stellungnahme zu Tagesereignissen.



3.spanische Gedichtform, bei der jede Zeile eines vorangestellten vierzeiligen Themas als jeweiliger Schlussvers von vier Strophen wiederkehrt.


4.erläuternde Randbemerkung zu einer Gesetzesvorlage (im Mittelalter bes. die den Inhalt aufhellenden Anmerkungen im ↑ Corpus Iuris Civilis)
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Glọs|se [Fachspr. auch: 'glo:sə], die; -, -n [mhd. glōse < lat. glossa="erläuternde" Bemerkung < griech. glõssa="Zunge," Sprache; 3: span. glosa < lat. glossa]:

1.a)[spöttische] Bemerkung, Randbemerkung: er muss über alles, zu allem seine -n machen;

b)knapper [polemischer] Kommentar (in Presse, Rundfunk od. Fernsehen) zu aktuellen Ereignissen od. Problemen: eine G. schreiben.



2.(Sprachw., Literaturw.) in alten Handschriften erscheinende Erläuterung eines der Erklärung bedürftigen Ausdrucks: die althochdeutschen, altfranzösischen -n; die G. steht am Rand, zwischen den Zeilen, im Text.


3.(Literaturw.) spanische Gedichtform, bei der jede Zeile eines vorangestellten vierzeiligen Themas als jeweiliger Schlussvers von vier Strophen wiederkehrt.


4.(in germanischer u. frühmittelalterlicher Zeit) erläuternde Randbemerkung zu einem Gesetzestext, in der in der Volkssprache bestimmte rechtssprachliche Fachausdrücke erklärt werden.
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Glọs|se [fachspr. auch 'glo:sə], die; -, -n (Erläuterung zu einem Ausdruck innerhalb eines Textes; Kommentar zu aktuellen Problemen)
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1. a) Anmerkung, Bemerkung, Randbemerkung; (oft abwertend): Kommentar.

b) Beitrag, Kommentar, Stellungnahme.

2. Randbemerkung, Randglosse, Randnotiz; (Sprachw., Literaturw.): Kontextglosse, Marginalie.

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Glọs|se [Fachspr. auch: 'glo:sə], die; -, -n [mhd. glōse < lat. glossa="erläuternde" Bemerkung < griech. glõssa="Zunge," Sprache; 3: span. glosa < lat. glossa]:

1.
a)[spöttische] Bemerkung, Randbemerkung: er muss über alles, zu allem seine -n machen;

b)knapper [polemischer] Kommentar (in Presse, Rundfunk od. Fernsehen) zu aktuellen Ereignissen od. Problemen: eine G. schreiben.



2.(Sprachw., Literaturw.) in alten Handschriften erscheinende Erläuterung eines der Erklärung bedürftigen Ausdrucks: die althochdeutschen, altfranzösischen -n; die G. steht am Rand, zwischen den Zeilen, im Text.


3.(Literaturw.) spanische Gedichtform, bei der jede Zeile eines vorangestellten vierzeiligen Themas als jeweiliger Schlussvers von vier Strophen wiederkehrt.


4.(in germanischer u. frühmittelalterlicher Zeit) erläuternde Randbemerkung zu einem Gesetzestext, in der in der Volkssprache bestimmte rechtssprachliche Fachausdrücke erklärt werden.
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[Fachspr. auch: ':], die; -, -n [mhd. glose [ lat. glossa = erläuternde Bemerkung [ griech. glossa = Zunge, Sprache; 3: span. glosa [ lat. glossa]: 1. a) [spöttische] Bemerkung, Randbemerkung: er muss über alles, zu allem seine -n machen; b) knapper [polemischer] Kommentar (in Presse, Rundfunk od. Fernsehen) zu aktuellen Ereignissen od. Problemen: eine G. schreiben. 2. (Sprachw., Literaturw.) in alten Handschriften erscheinende Erläuterung eines der Erklärung bedürftigen Ausdrucks: die althochdeutschen, altfranzösischen -n; die G. steht am Rand, zwischen den Zeilen, im Text. 3. (Literaturw.) spanische Gedichtform, bei der jede Zeile eines vorangestellten vierzeiligen Themas als jeweiliger Schlussvers von vier Strophen wiederkehrt. 4. (in germanischer u. frühmittelalterlicher Zeit) erläuternde Randbemerkung zu einem Gesetzestext, in der in der Volkssprache bestimmte rechtssprachliche Fachausdrücke erklärt werden.
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Glosse, Randbemerkung
[Randbemerkung]
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n.
<f. 19; urspr.> schwieriges, unverständl. Wort; <seit dem MA> Übersetzung od. Erklärung eines schwierigen Wortes am Rand od. zwischen den Zeilen des Textes; <umg.> spött. Bemerkung; seine ~n über etwas od. jmdn. machen <umg.> [<lat. glossa, in der lat. Gelehrtensprache „schwieriges Wort, das der Erläuterung durch ein bekanntes bedarf“ <grch. glossa „Zunge, Sprache“]
['Glos·se]
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