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Gnade  

Gna|de, die; -, -n <Pl. selten> [mhd. g(e)nade, ahd. gināda = (göttliches) Erbarmen, eigtl. = Hilfe, Schutz, zu einem Verb mit der Bed. »unterstützen, helfen«]:

1.a)Gunst eines sozial, gesellschaftlich o. ä. Höherrangigen gegenüber einem sozial, gesellschaftlich o. ä. auf niedrigerem Rang Stehenden: die G. des Königs erlangen, verlieren; er wollte nicht von der G. seines Vaters abhängen, leben;

*die G. haben (veraltet, noch iron.; sich herablassen, so gnädig sein): er hatte nicht die G., uns eintreten zu lassen; vor jmdm./vor jmds. Augen G. finden (vor jmdm. bestehen können, von ihm anerkannt, akzeptiert werden); auf G. und/oder Ungnade (bedingungslos, auf jede Bedingung hin): sich jmdm. auf G. und Ungnade ergeben, ausliefern; aus G. [und Barmherzigkeit] (aus bloßem Mitleid); in -n (mit Wohlwollen); bei jmdm. in [hohen] -n stehen, sein (geh.; von jmdm. [sehr] geschätzt werden); jmdn. wieder in -n aufnehmen (geh.; jmdm. etw. nachsehen u. ihn in einem Kreis wieder aufnehmen); von jmds. -n (durch jmds. Gunst, durch jmdn. [bewirkt, geworden, zustande gekommen]);

b)(Rel.) verzeihende Güte Gottes: die göttliche G.; das ist kein Verdienst, sondern eine G. des Himmels; in den Besitz der G. gelangen.



2.Milde, Nachsicht in Bezug auf eine verdiente Strafe, Strafnachlass: der Gefangene flehte um G.;

*G. vor/für Recht ergehen lassen (von einer Bestrafung absehen, nachsichtig sein).


3.

* Euer, (auch:) Ihro, Ihre -n (veraltete Anrede an Personen von hohem Rang): Euer -n haben/<seltener:> hat gerufen.
Gnade  

Gna|de, die; -, -n; von Gottes Gnaden; Euer Gnaden (veraltet; vgl. 1euer)
Gnade  


1. a) Entgegenkommen, Freundlichkeit, Gunst, Güte, Jovialität, Wohlwollen; (geh.): Geneigtheit, Gewogenheit; (iron., sonst geh. veraltend): Huld.

b) Erbarmen, Güte, Milde, Mitgefühl, Nachsicht, Verzeihung; (geh.): Barmherzigkeit, Herzensgüte, Mildtätigkeit, Seelengüte, Vergebung; (veraltend): Wohltätigkeit.

2. Amnestie, Begnadigung, Straferlass, Straffreiheit; (veraltend): Pardon; (kath. Kirche): Absolution.

[Gnade]
[Gnaden]
Gnade  

Gna|de, die; -, -n <Pl. selten> [mhd. g(e)nade, ahd. gināda = (göttliches) Erbarmen, eigtl. = Hilfe, Schutz, zu einem Verb mit der Bed. »unterstützen, helfen«]:

1.
a)Gunst eines sozial, gesellschaftlich o. ä. Höherrangigen gegenüber einem sozial, gesellschaftlich o. ä. auf niedrigerem Rang Stehenden: die G. des Königs erlangen, verlieren; er wollte nicht von der G. seines Vaters abhängen, leben;

*die G. haben (veraltet, noch iron.; sich herablassen, so gnädig sein): er hatte nicht die G., uns eintreten zu lassen; vor jmdm./vor jmds. Augen G. finden (vor jmdm. bestehen können, von ihm anerkannt, akzeptiert werden); auf G. und/oder Ungnade (bedingungslos, auf jede Bedingung hin): sich jmdm. auf G. und Ungnade ergeben, ausliefern; aus G. [und Barmherzigkeit] (aus bloßem Mitleid); in -n (mit Wohlwollen); bei jmdm. in [hohen] -n stehen, sein (geh.; von jmdm. [sehr] geschätzt werden); jmdn. wieder in -n aufnehmen (geh.; jmdm. etw. nachsehen u. ihn in einem Kreis wieder aufnehmen); von jmds. -n (durch jmds. Gunst, durch jmdn. [bewirkt, geworden, zustande gekommen]);

b)(Rel.) verzeihende Güte Gottes: die göttliche G.; das ist kein Verdienst, sondern eine G. des Himmels; in den Besitz der G. gelangen.



2.Milde, Nachsicht in Bezug auf eine verdiente Strafe, Strafnachlass: der Gefangene flehte um G.;

*G. vor/für Recht ergehen lassen (von einer Bestrafung absehen, nachsichtig sein).


3.

* Euer, (auch:) Ihro, Ihre -n (veraltete Anrede an Personen von hohem Rang): Euer -n haben/<seltener:> hat gerufen.
Gnade  

n.
<f. 19; Pl. selten>
1 verzeihende Güte, Barmherzigkeit Gottes, Sündenvergebung; <im Christentum a.> das Heil ohne Rücksicht auf Verdienst; <allg.> herablassende Gunst, Wohlwollen; Barmherzigkeit, Mitleid, Milde, Nachsicht, Schonung, Verzeihung, Straf-, Sündenerlass; Gnadenbezeigung, -beweis, unverdiente Gunst
2 Euer ~n <veraltet> (Anrede an Höherstehende); eine ~ erbitten, erweisen, erzeigen; er, es hat vor seinen Augen keine ~ gefunden er ist nicht mit ihm, damit einverstanden; er hat keine ~ verdient
3 ;sich als ~ ausbitten, dass …; sich auf ~ oder Ungnade ergeben bedingungslos; aus ~ und Barmherzigkeit jmdn. aufnehmen; durch die ~ Gottes; ~ für Recht ergehen lassen Nachsicht statt gerechter, verdienter Strafe; jmdn. in ~n entlassen; um ~ bitten, flehen; von jmds. ~ abhängen; Fürst von Gottes ~n → a. Gottesgnadentum; halten zu ~n! <veraltet> entschuldigen Sie nur!; [<ahd. ginada, ganada „Wohlwollen, Gunst, göttliche Gnade“; zu got. nidan „helfen“; Ursprung unbekannt]
['Gna·de]
[Gnaden]