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greifen  

grei|fen <st. V.; hat> [mhd. grīfen, ahd. grīfan, gemeingerm. Verb]:

1.ergreifen, [in die Hand] nehmen, packen: einen Stein g.; etw. mit der Zange g.; ich griff (nahm) mir noch ein Stück Kuchen;

*zum Greifen nah[e] (nicht mehr in weiter Ferne, sondern ganz nah): die Berge waren am Abend zum G. nah; der Erfolg schien zum G. nah[e].


2.fangen, fassen; gefangen nehmen: einen Dieb g.; den werde ich mir mal g. (ugs.; stellen, um ihn zu rügen).


3.(geh.) in bestimmter Absicht, zu einem bestimmten Tun ergreifen: die Sekretärin griff zum Block; abends greift sie gern zu einem Buch (liest sie gern); zur Zigarette g. (rauchen); zur Feder g. (zu schreiben anfangen, schriftstellerisch tätig werden); zu einer fragwürdigen Methode, zu schärferen Mitteln, zum Äußersten g. (Zuflucht nehmen); zur Selbsthilfe g.


4.a)die Hand nach jmdm., etw. ausstrecken [um ihn, es zu ergreifen]: nach dem Glas, nach seinem Hut g.; das Kind greift Hilfe suchend nach der Hand der Mutter; sie wollte sich festhalten, aber ihre Hand griff ins Leere (sie fand keinen Halt); der Betrunkene hatte ihr ins Steuer gegriffen und damit den Unfall verursacht; nach der Macht, Krone g. (die Macht, Königsherrschaft anstreben);

*hinter sich g. müssen (Ballspiele Jargon; als Torwart ein Tor hinnehmen müssen); um sich g. (sich ausbreiten): das Feuer, eine Unsitte greift um sich; die Epidemie griff rasch um sich;

b)die Hand nach etw. ausstrecken, um es zu berühren: an seine Mütze g.; sie griff sich an die Stirn, an den Kopf; er griff ihr an den Busen, unter den Rock; diese traurige Geschichte greift ihr ans Herz (geh.; geht ihr nahe, rührt sie).



5.(durch Bewegungen der Hand auf einem Musikinstrument) zum Erklingen bringen: einen Akkord [auf der Gitarre, auf dem Klavier] g.; ihre Hand ist gerade groß genug, um eine Oktave zu g. (zu umspannen).


6. (bes. Technik) fest aufliegen, einrasten o. Ä., sodass ein bestimmter Vorgang richtig vonstattengeht; genügend Reibungswiderstand haben: auf der vereisten Fahrbahn griffen die Räder nicht; das Zahnrad greift nicht mehr richtig; diese Methoden greifen nicht mehr (wirken nicht mehr).


7. <nur im 2. Part.> schätzen, veranschlagen: diese Zahl ist sehr hoch, zu niedrig gegriffen.
greifen  


1. anfassen, erfassen, ergreifen, fassen, [in die Hand] nehmen, zugreifen; (ugs.): grapschen; (veraltend): haschen.

2. aufgreifen, einfangen, ergreifen, erhaschen, ertappen, erwischen, fangen, fassen, festnehmen, gefangen nehmen, packen, verhaften; (geh.): habhaft werden; (ugs.): am Schlafittchen fassen/nehmen/packen, beim Schlafittchen fassen/nehmen/packen, beim Wickel kriegen, grapschen, kriegen, schnappen; (salopp): hoppnehmen, kaschen.

[greifen]
[greife, greifst, greift, griff, griffst, griffen, grifft, greifest, greifet, griffe, griffest, griffet, greif, gegriffen, greifend]
greifen  

grei|fen <st. V.; hat> [mhd. grīfen, ahd. grīfan, gemeingerm. Verb]:

1.ergreifen, [in die Hand] nehmen, packen: einen Stein g.; etw. mit der Zange g.; ich griff (nahm) mir noch ein Stück Kuchen;

*zum Greifen nah[e] (nicht mehr in weiter Ferne, sondern ganz nah): die Berge waren am Abend zum G. nah; der Erfolg schien zum G. nah[e].


2.fangen, fassen; gefangen nehmen: einen Dieb g.; den werde ich mir mal g. (ugs.; stellen, um ihn zu rügen).


3.(geh.) in bestimmter Absicht, zu einem bestimmten Tun ergreifen: die Sekretärin griff zum Block; abends greift sie gern zu einem Buch (liest sie gern); zur Zigarette g. (rauchen); zur Feder g. (zu schreiben anfangen, schriftstellerisch tätig werden); zu einer fragwürdigen Methode, zu schärferen Mitteln, zum Äußersten g. (Zuflucht nehmen); zur Selbsthilfe g.


4.
a)die Hand nach jmdm., etw. ausstrecken [um ihn, es zu ergreifen]: nach dem Glas, nach seinem Hut g.; das Kind greift Hilfe suchend nach der Hand der Mutter; sie wollte sich festhalten, aber ihre Hand griff ins Leere (sie fand keinen Halt); der Betrunkene hatte ihr ins Steuer gegriffen und damit den Unfall verursacht; nach der Macht, Krone g. (die Macht, Königsherrschaft anstreben);

*hinter sich g. müssen (Ballspiele Jargon; als Torwart ein Tor hinnehmen müssen); um sich g. (sich ausbreiten): das Feuer, eine Unsitte greift um sich; die Epidemie griff rasch um sich;

b)die Hand nach etw. ausstrecken, um es zu berühren: an seine Mütze g.; sie griff sich an die Stirn, an den Kopf; er griff ihr an den Busen, unter den Rock; diese traurige Geschichte greift ihr ans Herz (geh.; geht ihr nahe, rührt sie).



5.(durch Bewegungen der Hand auf einem Musikinstrument) zum Erklingen bringen: einen Akkord [auf der Gitarre, auf dem Klavier] g.; ihre Hand ist gerade groß genug, um eine Oktave zu g. (zu umspannen).


6. (bes. Technik) fest aufliegen, einrasten o. Ä., sodass ein bestimmter Vorgang richtig vonstattengeht; genügend Reibungswiderstand haben: auf der vereisten Fahrbahn griffen die Räder nicht; das Zahnrad greift nicht mehr richtig; diese Methoden greifen nicht mehr (wirken nicht mehr).


7. <nur im 2. Part.> schätzen, veranschlagen: diese Zahl ist sehr hoch, zu niedrig gegriffen.
greifen  

[st.V.; hat] [mhd. grifen, ahd. grifan, gemeingerm. Verb]: 1. ergreifen, [in die Hand] nehmen, packen: einen Stein g.; etw. mit der Zange g.; ich griff (nahm) mir noch ein Stück Kuchen; *zum Greifen nah[e] (nicht mehr in weiter Ferne, sondern ganz nah): die Berge waren am Abend zum G. nah; der Erfolg schien zum G. nah[e]. 2. fangen, fassen; gefangen nehmen: einen Dieb g.; den werde ich mir mal g. (ugs.; stellen, um ihn zu rügen). 3. (geh.) in bestimmter Absicht, zu einem bestimmten Tun ergreifen: die Sekretärin griff zum Block; zur Zigarette g. (rauchen); abends greift sie gern zu einem Buch (liest sie gern); zur Feder g. (zu schreiben anfangen, schriftstellerisch tätig werden); Ü zu einer fragwürdigen Methode, zu schärferen Mitteln, zum Äußersten g. (Zuflucht nehmen); zur Selbsthilfe g. 4. a) die Hand nach jmdm., etw. ausstrecken [um ihn, es zu ergreifen]: nach dem Glas, nach seinem Hut g.; das Kind greift Hilfe suchend nach der Hand der Mutter; sie wollte sich festhalten, aber ihre Hand griff ins Leere (sie fand keinen Halt); der Betrunkene hatte ihr ins Steuer gegriffen und damit den Unfall verursacht; Ü nach der Macht, Krone g. (die Macht, Königsherrschaft anstreben); *hinter sich g. müssen (Ballspiele Jargon; als Torwart ein Tor hinnehmen müssen); um sich g. (sich ausbreiten): das Feuer, eine Unsitte greift um sich; die Epidemie griff rasch um sich; b) die Hand nach etw. ausstrecken, um es zu berühren: an seine Mütze g.; sie griff sich an die Stirn, an den Kopf; er griff ihr an den Busen, unter den Rock; Ü diese traurige Geschichte greift ihr ans Herz (geh.; geht ihr nahe, rührt sie). 5. (durch Bewegungen der Hand auf einem Musikinstrument) zum Erklingen bringen: einen Akkord [auf der Gitarre, auf dem Klavier] g.; ihre Hand ist gerade groß genug, um eine Oktave zu g. (zu umspannen). 6. (bes. Technik) fest aufliegen, einrasten o.Ä., sodass ein bestimmter Vorgang richtig vonstatten geht; genügend Reibungswiderstand haben: auf der vereisten Fahrbahn griffen die Räder nicht; das Zahnrad greift nicht mehr richtig; Ü diese Methoden greifen nicht mehr (wirken nicht mehr). 7. [nur im 2. Part.] schätzen, veranschlagen: diese Zahl ist sehr hoch, zu niedrig gegriffen.
greifen  

n.
= Haschen
[Greifen]
[Greifens, Greife, Greifst, Greift, Greifen, Griff, Griffst, Griffen, Grifft, Greifest, Greifet, Griffe, Griffest, Griffet, Greif, geGriffen, Greifend]n.
<V.t. u. V.i. 158; hat>
1 mit der Hand od. einem Werkzeug nehmen, fassen, erfassen, packen; langen nach; erreichen, berühren <a. fig.>; gefangen nehmen
2 ich werde ihn mir schon ~! <umg.> gründlich zurechtweisen; einen Akkord ~ <Mus.> anschlagen; der Bagger, der Pflug, die Zange greift nicht; die Polizei hat den Dieb schon gegriffen; ich kann keine Oktave ~ umspannen; diese Ansicht hat allgemein Platz gegriffen hat sich behauptet, durchgesetzt; die Räder des Wagens greifen nicht (z.B. bei Glatteis) sie haben keine Reibung;
3 Greifen = Haschen;
4 das ist zu hoch gegriffen <fig.> in der Größe, im Wert zu hoch geschätzt; mit dieser Zahl hast du zu niedrig gegriffen zu wenig geschätzt;
5 ;sich an den Kopf, an die Stirn ~ (weil man etwas nicht fassen kann); das Lied greift ans Herz <fig.> es rührt mich; die Handlung des Stückes ist aus dem Leben gegriffen lebensecht; seine Hände griffen ins Leere, in die Luft er fand keinen Halt; in die Saiten ~ <poet.> zu spielen beginnen (auf einem Saiteninstrument); in die Tasten ~ <poet.> Klavier spielen; etwas mit der Hand, einer Zange ~; er greift gern nach, zu einem guten Buch er liest es gern; nach der Waffe ~; das Feuer, die Infektionskrankheit, die Seuche griff rasch um sich breitete sich rasch aus; ich musste zum Äußersten ~ scharfe Maßnahmen treffen, ein letztes Mittel anwenden; schließlich musste ich zu einer List ~ eine List anwenden; wir müssen zu strengeren Maßnahmen ~; ich muss zu einem anderen Mittel ~, um … ein anderes Mittel anwenden; zu den Waffen ~ zu kämpfen beginnen; zum Wanderstab ~ auf Wanderschaft gehen; [<ahd. grifan, got. greipan; zu idg. *ghrib-; Griff, Grippe, Grips]
['grei·fen]
[greifens, greife, greifst, greift, greifen, griff, griffst, griffen, grifft, greifest, greifet, griffe, griffest, griffet, greif, gegriffen, greifend]