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Grenze  

Grẹn|ze, die; -, -n [mhd. greniz(e), aus dem Westslaw., vgl. poln. granica, russ. granica, zu russ. gran' = Ecke; Grenze]:

1.a)(durch entsprechende Markierungen gekennzeichneter) Geländestreifen, der politische Gebilde (Länder, Staaten) voneinander trennt: die G. zwischen Spanien und Frankreich; die G. war gesperrt, war dicht (konnte nicht passiert werden); die G. verläuft quer durch den Ural; die G. sichern, bewachen, überschreiten, verletzen; die deutsch-französische G. passieren; der Fluss bildet die G. zu Polen; jenseits, diesseits der G.; jmdn. über die G. abschieben; an der G. nach Bayern; einen Flüchtling über die G. bringen; er ist über die grüne G. gegangen (ugs.; hat illegal, an einem unkontrollierten Abschnitt das Land verlassen); sie wohnen an der G. (im Grenzgebiet);

b)Trennungslinie zwischen Gebieten, die im Besitz verschiedener Eigentümer sind od. sich durch natürliche Eigenschaften voneinander abgrenzen: die -n der Prärie; die G. zwischen Geest und Marsch; hier verläuft die G. des Grundstücks; eine G. ziehen, berichtigen; dieser Fluss, das Gebirge bildet eine natürliche G.;

c)nur gedachte Trennungslinie unterschiedlicher, gegensätzlicher Bereiche u. Erscheinungen o. Ä.: die G. zwischen Stadt und Dorf, Hell und Dunkel, Kindheit und Jugend; die -n zwischen Kunst und Kitsch sind fließend (es gibt keine eindeutige Trennung); das rührt schon an die -n des Lächerlichen (das ist schon fast lächerlich).



2. <meist Pl.> Begrenzung, Abschluss[linie], Schranke: eine zeitliche G.; die -n des Fortschritts, des Wachstums; jmdm., einer Entwicklung sind [enge] -n gesetzt; der Fantasie sind keine -n gesetzt; die -n des Erlaubten, Möglichen, der Belastbarkeit überschreiten; ihr Ehrgeiz kannte keine -n (war grenzenlos, maßlos); sie kennt ihre -n (weiß, wie weit sie gehen kann, was sie leisten kann); er ist an der [äußersten] G. des Machbaren angelangt; jmdn. in seine -n verweisen; deine Bemerkung war hart an der G. zur Beleidigung (war fast schon eine Beleidigung); die -n wahren, beachten (nicht über ein bestimmtes Maß hinausgehen; maßhalten); die Entwicklung stößt an technische, wissenschaftliche, verfassungsmäßige -n; etw. ist in -n (in einem bestimmten Maß) erlaubt; ihr Stolz war ohne -n (war grenzenlos, sehr groß);

*sich in -n halten (nicht übermäßig groß, gut, nicht überragend sein): meine Überraschung, ihre Begeisterung hielt sich in -n.
Grenze  

Grẹn|ze, die; -, -n
Grenze  


1. a) Demarkationslinie; (veraltend): Scheide.

b) Trennungslinie; (veraltend): Grenzlinie.

2. Abgrenzung, Absperrung, Barriere, Begrenzung, Grenzziehung, Limit, Rand, Schlagbaum, Schranke, Umgrenzung; (bildungsspr.): Demarkation, Demarkierung; (Jargon): Schallmauer.

[Grenze]
[Grenzen]
Grenze  

Grẹn|ze, die; -, -n [mhd. greniz(e), aus dem Westslaw., vgl. poln. granica, russ. granica, zu russ. gran' = Ecke; Grenze]:

1.
a)(durch entsprechende Markierungen gekennzeichneter) Geländestreifen, der politische Gebilde (Länder, Staaten) voneinander trennt: die G. zwischen Spanien und Frankreich; die G. war gesperrt, war dicht (konnte nicht passiert werden); die G. verläuft quer durch den Ural; die G. sichern, bewachen, überschreiten, verletzen; die deutsch-französische G. passieren; der Fluss bildet die G. zu Polen; jenseits, diesseits der G.; jmdn. über die G. abschieben; an der G. nach Bayern; einen Flüchtling über die G. bringen; er ist über die grüne G. gegangen (ugs.; hat illegal, an einem unkontrollierten Abschnitt das Land verlassen); sie wohnen an der G. (im Grenzgebiet);

b)Trennungslinie zwischen Gebieten, die im Besitz verschiedener Eigentümer sind od. sich durch natürliche Eigenschaften voneinander abgrenzen: die -n der Prärie; die G. zwischen Geest und Marsch; hier verläuft die G. des Grundstücks; eine G. ziehen, berichtigen; dieser Fluss, das Gebirge bildet eine natürliche G.;

c)nur gedachte Trennungslinie unterschiedlicher, gegensätzlicher Bereiche u. Erscheinungen o. Ä.: die G. zwischen Stadt und Dorf, Hell und Dunkel, Kindheit und Jugend; die -n zwischen Kunst und Kitsch sind fließend (es gibt keine eindeutige Trennung); das rührt schon an die -n des Lächerlichen (das ist schon fast lächerlich).



2. <meist Pl.> Begrenzung, Abschluss[linie], Schranke: eine zeitliche G.; die -n des Fortschritts, des Wachstums; jmdm., einer Entwicklung sind [enge] -n gesetzt; der Fantasie sind keine -n gesetzt; die -n des Erlaubten, Möglichen, der Belastbarkeit überschreiten; ihr Ehrgeiz kannte keine -n (war grenzenlos, maßlos); sie kennt ihre -n (weiß, wie weit sie gehen kann, was sie leisten kann); er ist an der [äußersten] G. des Machbaren angelangt; jmdn. in seine -n verweisen; deine Bemerkung war hart an der G. zur Beleidigung (war fast schon eine Beleidigung); die -n wahren, beachten (nicht über ein bestimmtes Maß hinausgehen; maßhalten); die Entwicklung stößt an technische, wissenschaftliche, verfassungsmäßige -n; etw. ist in -n (in einem bestimmten Maß) erlaubt; ihr Stolz war ohne -n (war grenzenlos, sehr groß);

*sich in -n halten (nicht übermäßig groß, gut, nicht überragend sein): meine Überraschung, ihre Begeisterung hielt sich in -n.
Grenze  

n.
<f. 19>
1 (gedachte) Linie, die zwei Grundstücke, Staaten, Länder od. Bereiche (z.B. Klimazonen) voneinander trennt (Grundstücks~, Hoheits~, Landes~, Stadt~, Zonen~); Sy Grenzlinie, Grenzscheide; <fig.> Schranke, Beschränkung, Rahmen
2 ;die ~n des Erlaubten überschreiten; die ~n Frankreichs, der Schweiz; du hast bald die ~n meiner Geduld erreicht; die ~n des guten Geschmacks verletzen; die ~n des Möglichen erkennen
3 ;eine ~ abstecken, anerkennen, berichtigen, festsetzen, ziehen; die ~n einhalten <fig.> Maß halten, sich beherrschen; alles hat seine ~(n); man muss seine ~n kennen, wahren <fig.> Zurückhaltung wahren; sein Eifer kennt keine ~n; die ~ passieren, überqueren, überschreiten; die ~n schließen; man muss dem Treiben ~n setzen <fig.> es einschränken; auch seiner Macht sind ~n gesetzt; das überschreitet alle ~n <fig.> ist empörend; mit diesem Projekt hat er seine ~n überschritten <fig.> sich zu viel zugemutet; die ~ verläuft quer durch diesen Wald
4 ;eine befestigte, berichtigte, unübersichtliche ~; die grüne ~ wegeloser Grenzstreifen außerhalb der bewachten Grenzwege; über die grüne ~ gehen <umg.> heimlich die Grenze überschreiten; Flüsse, Gebirge können natürliche ~n sein
5 ;an der ~ wohnen; die Darbietung liegt hart an der ~ des guten Geschmacks sie ist fast geschmacklos; bis zur äußersten ~ gehen <fig.> bis zum Äußersten; diesseits, jenseits der ~; der Schmerz hält sich in ~n ist noch zu ertragen; jmdn. in seine ~n verweisen <fig.> zurechtweisen; bleib innerhalb deiner ~n <fig.> halte Maß, übe Zurückhaltung; nahe der ~ wohnen; meine Geduld ist nicht ohne ~n!; jmdn. über die ~ abschieben; über die ~ gehen; die ~ zwischen Frankreich und Spanien [<westslaw. greniz(e)(13. Jh.) „Grenze, Grenzgebiet“; zu altslaw. grani „Ecke“]
['Gren·ze]
[Grenzen]