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grob  

grob <Adj.; gröber, gröbste> [mhd. grop, ahd. g(e)rob, wahrsch. verw. mit ↑ groß in dessen urspr. Bed. »grobkörnig«]:

1.a)in seiner Beschaffenheit derb, stark: -es Leinen, Papier; -er Draht; g. (zu einem groben Faden) gesponnenes Garn;

b)nicht sehr, nicht so fein [zerkleinert o. Ä.]: -er Sand, Kies; ein -es (weitmaschiges) Sieb; der Kaffee ist g. gemahlen; g. gestreifte (mit breiten Streifen versehene) Markisen;

c)(in Bezug auf Form, Aussehen) derb wirkend, ohne Feinheit: -e Gesichtszüge, Hände; -e (mit Schmutz verbundene) Arbeit.



2.nur auf das Allerwichtigste beschränkt, nicht ins Einzelne gehend; ungefähr; unscharf: etwas in -en Umrissen, Zügen wiedergeben; das kostet uns im -en Durchschnitt zweihundert Euro pro Jahr; das entspricht nur ganz g. unseren Vorstellungen; es waren, g. gerechnet, g. geschätzt 200 Leute anwesend; g. gesagt, gesprochen.


3.a)schwerwiegend u. offensichtlich: ein -er Fehler, Irrtum; -e Lügen; eine -e Irreführung; (Rechtsspr.:) -er Unfug (ungebührliches Verhalten, das geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen, u. das damit die öffentliche Ordnung stört); g. fahrlässig handeln; sie hat die Vorschriften g. missachtet; <subst.:> das Gröbste haben wir wohl überstanden;

*jmd. fürs Grobe [sein] (ugs.; jmd. [sein], der die weniger angenehme o. ä. Arbeit übertragen bekommt): Charlie ist der Mann fürs G; aus dem Gröbsten heraus sein (ugs.; das Schlimmste, die schwierigste Zeit [in einem bestimmten Ablauf] überstanden haben): ihre Kinder sind inzwischen aus dem G. heraus;

b)heftig, stark: -e Windstöße; -e See (Seemannsspr.; Meer mit starkem Wellengang).



4.(abwertend) a)im Umgangston mit anderen Menschen ohne Feingefühl, barsch u. unhöflich: ein -er Mensch; -e Worte, Späße; eine -e Antwort; sie wurde g. [zu ihm]; jmdn. g. anfahren; jmdm. g. kommen (ugs.; in unhöflicher, zurechtweisender Weise etw. zu jmdm. sagen);

b)nicht sanft, sondern derb: jmdn. g. anfassen; sei doch nicht so g., du tust mir ja weh!

grob  

grob, grö|ber, gröbs|te; grob fahrlässig; Korn grob mahlen od. grobmahlen; grob gemahlenes od. grobgemahlenes Korn; grob gestrickte od. grobgestrickte Socken; Gröbste od. gröbste beleidigen; aus dem Gröbsten heraus sein
grob  


1. a) derb, fest, hart, robust, rustikal, stabil, stark, strapazierfähig, widerstandsfähig; (österr.): strapazfähig.

b) breit, grobkörnig, grob gemahlen, groß[räumig], weit, weitläufig, weitmaschig, weiträumig; (veraltet): gröblich.

2. andeutungsweise, holzschnittartig, skizzenhaft, ungefähr, ungenau, unscharf, vage, verschwommen; (geh.): schemenhaft; (bildungsspr.): rudimentär, unpräzise; (abwertend): schwammig.

3. augenfällig, bedeutend, deutlich, drastisch, eklatant, empfindlich, eindeutig, gravierend, ins Auge fallend/springend, klar [erkennbar/ersichtlich], nicht zu übersehen, offenkundig, offensichtlich, schmerzlich, schwer[wiegend], sichtbar, spürbar, sichtlich, tief greifend, unübersehbar, unverkennbar, von [großem] Gewicht, wesentlich, zentral; (geh.): augenscheinlich, gröblich; (bildungsspr.): evident, essenziell, flagrant, manifest, substanziell; (ugs.): bitter, böse, furchtbar, fürchterlich, groß, herb, schlimm, schrecklich, verdammt; (landsch.): arg.

4. a) abweisend, barsch, brüsk, derb, nicht salonfähig, ohne Feingefühl/Taktgefühl, rau, rüde, rüpelhaft, schroff, schwerfällig, taktlos, unfein, unfreundlich, ungesittet, unhöflich, unwirsch; (schweiz.): urchig; (geh.): harsch; (bildungsspr.): krude; (ugs.): wie die Axt im Walde; (abwertend): bäurisch, grobschlächtig, ruppig, ungehobelt, unkultiviert, ungeschliffen, wüst; (meist abwertend): ordinär; (bildungsspr. abwertend): vulgär; (bayr., österr.): hantig; (südd., österr. salopp): geschert; (veraltend abwertend): rustikal.

b) brutal, derb, fest, hart, heftig, kräftig, rabiat, rau, roh, unsanft; (bildungsspr.): brachial, violent; (abwertend): rüde, ruppig.

[grob]
[grober, grobe, grobes, groben, grobem, groberer, grobere, groberes, groberen, groberem, grobster, grobste, grobstes, grobsten, grobstem]
grob  

grob <Adj.; gröber, gröbste> [mhd. grop, ahd. g(e)rob, wahrsch. verw. mit ↑ groß in dessen urspr. Bed. »grobkörnig«]:

1.
a)in seiner Beschaffenheit derb, stark: -es Leinen, Papier; -er Draht; g. (zu einem groben Faden) gesponnenes Garn;

b)nicht sehr, nicht so fein [zerkleinert o. Ä.]: -er Sand, Kies; ein -es (weitmaschiges) Sieb; der Kaffee ist g. gemahlen; g. gestreifte (mit breiten Streifen versehene) Markisen;

c)(in Bezug auf Form, Aussehen) derb wirkend, ohne Feinheit: -e Gesichtszüge, Hände; -e (mit Schmutz verbundene) Arbeit.



2.nur auf das Allerwichtigste beschränkt, nicht ins Einzelne gehend; ungefähr; unscharf: etwas in -en Umrissen, Zügen wiedergeben; das kostet uns im -en Durchschnitt zweihundert Euro pro Jahr; das entspricht nur ganz g. unseren Vorstellungen; es waren, g. gerechnet, g. geschätzt 200 Leute anwesend; g. gesagt, gesprochen.


3.
a)schwerwiegend u. offensichtlich: ein -er Fehler, Irrtum; -e Lügen; eine -e Irreführung; (Rechtsspr.:) -er Unfug (ungebührliches Verhalten, das geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen, u. das damit die öffentliche Ordnung stört); g. fahrlässig handeln; sie hat die Vorschriften g. missachtet; <subst.:> das Gröbste haben wir wohl überstanden;

*jmd. fürs Grobe [sein] (ugs.; jmd. [sein], der die weniger angenehme o. ä. Arbeit übertragen bekommt): Charlie ist der Mann fürs G; aus dem Gröbsten heraus sein (ugs.; das Schlimmste, die schwierigste Zeit [in einem bestimmten Ablauf] überstanden haben): ihre Kinder sind inzwischen aus dem G. heraus;

b)heftig, stark: -e Windstöße; -e See (Seemannsspr.; Meer mit starkem Wellengang).



4.(abwertend)
a)im Umgangston mit anderen Menschen ohne Feingefühl, barsch u. unhöflich: ein -er Mensch; -e Worte, Späße; eine -e Antwort; sie wurde g. [zu ihm]; jmdn. g. anfahren; jmdm. g. kommen (ugs.; in unhöflicher, zurechtweisender Weise etw. zu jmdm. sagen);

b)nicht sanft, sondern derb: jmdn. g. anfassen; sei doch nicht so g., du tust mir ja weh!

grob  

[Adj.; gröber, gröbste] [mhd. grop, ahd. g(e)rob, wahrsch. verw. mit groß in dessen urspr. Bed. ?grobkörnig?]: 1. a) in seiner Beschaffenheit derb, stark: -es Leinen, Papier; -er Draht; g. (zu einem groben Faden) gesponnenes Garn; b) nicht sehr, nicht so fein [zerkleinert o.Ä.]: -er Sand, Kies; ein -es (weitmaschiges) Sieb; der Kaffee ist g. gemahlen; g. gestreifte (mit breiten Streifen versehene) Markisen; c) (in Bezug auf Form, Aussehen) derb wirkend, ohne Feinheit: -e Gesichtszüge, Hände; -e (mit Schmutz verbundene) Arbeit. 2. nur auf das Allerwichtigste beschränkt, nicht ins Einzelne gehend; ungefähr; unscharf: etwas in -en Umrissen, Zügen wiedergeben; das kostet uns im -en Durchschnitt zweihundert Mark pro Jahr; das entspricht nur ganz g. unseren Vorstellungen; es waren, g. gerechnet, g. geschätzt 200 Leute anwesend; g. gesagt, gesprochen. 3. a) schwerwiegend u. offensichtlich: ein -er Fehler, Irrtum; -e Lügen; eine -e Irreführung; (Rechtsspr.:) -er Unfug (ungebührliches Verhalten, das geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen, u. das damit die öffentliche Ordnung stört); g. fahrlässig handeln; sie hat die Vorschriften g. missachtet; [subst.:] das Gröbste haben wir wohl überstanden; *jmd. fürs Grobe [sein] (ugs.; jmd. [sein], der die weniger angenehme o.ä. Arbeit übertragen bekommt): Charlie ist der Mann fürs G.; aus dem Gröbsten heraus sein (ugs.; das Schlimmste, die schwierigste Zeit [in einem bestimmten Ablauf] überstanden haben): ihre Kinder sind inzwischen aus dem G. heraus; b) heftig, stark: -e Windstöße; -e See (Seemannsspr.; Meer mit starkem Wellengang). 4. (abwertend) a) im Umgangston mit anderen Menschen ohne Feingefühl, barsch u. unhöflich: ein -er Mensch; -e Worte, Späße; eine -e Antwort; sie wurde g. [zu ihm]; jmdn. g. anfahren; jmdm. g. kommen (ugs.; in unhöflicher, zurechtweisender Weise etw. zu jmdm. sagen); b) nicht sanft, sondern derb: jmdn. g. anfassen; sei doch nicht so g., du tust mir ja weh!
grob  

grob, in etwa, kryptisch, obskur, schwammig (umgangssprachlich), unübersichtlich, undeutlich, ungenau, unklar, unpräzise, unscharf, unspezifisch, vage
[in etwa, kryptisch, obskur, schwammig, unübersichtlich, undeutlich, ungenau, unklar, unpräzise, unscharf, unspezifisch, vage]
grob  

adj.
<Adj.; gröber, am gröbsten>
1 nicht fein bearbeitet, wenig zerkleinert, aus großen Körnern (Sand, Mehl); in großen Zügen, ohne Einzelheiten; stark, dick, derb (Tuch, Stock); plump (Gesichtszüge); unhöflich, unwirsch, ungebildet (Person, Reden); <Mar.> stark bewegt (See); schwer, beschwerlich, mit Schmutz verbunden (Arbeit); stark, schlimm (Fehler)
2 dazu kann ich nur ~e Angaben machen ungefähre Angaben; die ~en Arbeiten im Haushalt; ~e Ausdrücke, Reden, Wörter; ~es Benehmen, Betragen; das ist ~er Betrug; ~es Brot aus grobem Mehl gebackenes Brot; ~e Fäden, Papiere, Säcke, Stoffe; eine ~e Feile; ich musste ~es Geschütz (gegen ihn) auffahren zu starken Mitteln greifen, energische Maßnahmen anwenden; sie hat von der schweren Arbeit ~e Hände bekommen; ein ~er Irrtum; ein ~er Kerl; einen Plan in ~en Linien, Umrissen festlegen ohne Einzelheiten; das ist eine ~e Lüge, Unwahrheit; das ist ein ~er Missbrauch meines Vertrauens; ~es Schuhwerk zum Wandern; ~e See <Mar.> ein ~es Sieb ein weitmaschiges; in ~em Ton herrschte er mich an; ~er Unfug <Rechtsw.> strafbare Störung od. Gefährdung der äußeren öffentl. Ordnung durch Belästigung, Beunruhigung od. Gefährdung der Allgemeinheit; hier liegt ein ~es Versehen vor; durch ~es Verschulden
3 ;jmdn. ~ anfahren, behandeln; einen Gegenstand nur ~ bearbeiten; ~ behauen, gefeilt, gemahlen, geschliffen, gesponnen mit derbem, kräftigem Gerät; ~ gehackte Mandeln, Nüsse; jmdm. ~ kommen <umg.> unhöflich werden gegen jmdn.; ~ sein, werden gegen jmdn.; → a. Keil
4 er ist endlich aus dem Gröbsten heraus <umg.> hat das Beschwerlichste hinter sich; die Kinder sind aus dem Gröbsten heraus <umg.> sie brauchen nicht mehr ständig beaufsichtigt zu werden; [<ahd. g(e)rob „dick, ungeschickt, unfein“; zu idg. *kreup- „Schorf“ mit Vorsilbe ge-]
[grob]
[grober, grobe, grobes, groben, grobem, groberer, grobere, groberes, groberen, groberem, grobster, grobste, grobstes, grobsten, grobstem]