[ - Collapse All ]
hängen  

1hạ̈n|gen <st. V.; hat; südd., österr., schweiz. auch: ist> [Vermischung der starken Formen von mhd. hāhen, ahd. hāhan = aufhängen mit den schwachen Formen von mhd., ahd. hengen = hängen machen u. mhd. hangen, ahd. hangēn = 1hängen ]:

1.a)[mit dem oberen Ende] an einer bestimmten Stelle [beweglich] befestigt sein: das Bild hängt an der Wand, über dem Sofa; an dem Baum hingen Äpfel; die Wäsche hängt auf der Leine, auf dem Trockenboden; das Bild bleibt jetzt so hängen, wie es hängt; er hat seinen Hut, Mantel in der Garderobe h. lassen, (selten:) gelassen; Fahnen hingen aus den Fenstern; in ihren Wimpern hingen Tränen; der Blumenkasten hat nach dem Sturm nur noch an einem einzigen Haken gehangen; der Anzug hing über einem Bügel im Schrank; der Mörder soll h. (soll durch Erhängen getötet werden); die Gardinen hängen (sind angebracht); das Bild hängt schief; <mit Vertauschung des Subjekts:> der Schrank hängt voller Kleider (im Schrank hängen viele Kleider); der Baum hing voller Früchte (war mit Früchten beladen); an der gesamten Umzugsstrecke hingen die Leute aus ihren Fenstern (lehnten sie sich weit hinaus), damit sie den Festumzug sehen konnten; über dem Meer hing der Mond;

b)sich an etw. festhalten u. von unten keinen Halt mehr haben, frei schweben: der Bergsteiger hing an einem Felsen;

c)sich an jmdm. festhalten [u. schwer nach unten ziehen]: jmdm. am Hals h.;

d)an einem Fahrzeug befestigt sein [u. gezogen werden]: das Boot, der Wohnwagen hängt am Auto; der Laster hängt dicht (fährt ständig ganz dicht) hinter uns;

e)angeschlossen sein: der PC hängt am Netz; der Fernseher hängt am Kabel, an der Dachantenne; das Haus hängt an der Fernheizung.



2.a)vom Eigengewicht nach unten gezogen werden, schwer u. schlaff nach unten fallen, ohne festen Halt herabhängen: die Zweige der Birke hängen [bis auf die Erde]; Blumen mit hängenden Köpfen; Telefonkabel hingen auf die Schienen; die Haare hingen ihm ins Gesicht; der Anzug hing ihm am Leib (war ihm zu groß); fürchterlich, wie sein Bauch hängt; mit hängenden Schultern; im Sessel h. (unordentlich u. nur zum Teil auf dem Sessel sitzen); der Boxer hängt in den Seilen;

*sich h. lassen (sich gehen lassen, keine Energie mehr für etw. aufbringen, sich willenlos der Inaktivität überlassen): lass dich nicht so h. und komm mit spazieren;

b)sich zur Seite neigen: der Wagen hängt nach rechts.



3.(geh.) [unbeweglich] in der Luft schweben: feuchte Nebel hingen über der Stadt; abgestandener Rauch hängt im Zimmer.


4.a)sich festgesetzt haben, haften: an den Schuhen hängt Schmutz; der Dreck bleibt an, in den Sohlen h.; die Kletten bleiben an der Kleidung h.; ihre Blicke hingen an ihm;

b)festhängen: mit dem Ärmel an einem Rosenstrauch h.; [mit dem Ärmel] an einem Nagel h. bleiben; der Mechanismus der Spieluhr hängt irgendwo; viele Fahrzeuge, die sich nicht auf winterliche Straßenverhältnisse eingestellt hatten, blieben h.; das Programm, das System, der Computer hängt (EDV; reagiert nicht auf Benutzereingaben); die Angriffe blieben im Mittelfeld h. (Sport; konnten die gegnerische Abwehr nicht passieren); er ist in der Schule zweimal h. geblieben (ugs.; musste zweimal eine Klasse wiederholen);

*jmdn. h. lassen (ugs.; bei jmdm. eine versprochene [Hilfe]leistung nicht ausführen, jmdn. im Stich lassen): die Lieferanten haben ihn h. lassen;

c)(ugs.) nicht vorwärtskommen; stocken: der Prozess hängt;

d)(ugs.) zurück sein, nicht mitkommen: in Mathematik h.;

e)(ugs.) lange irgendwo bleiben [u. nicht weggehen]: wir sind gestern Abend in der Kneipe h. geblieben; nach dem Krieg sind viele in dieser Gegend h. geblieben; sie h. an der Theke und betrinken sich; er hängt den ganzen Tag am Telefon (telefoniert ständig); bei jeder Einzelheit h. bleiben;

f)

*bei jmdm. h. (landsch.; bei jmdm. nichts gelten, nicht [mehr] angesehen sein. bei jmdm. Schulden haben).



5.von jmdm., etw. abhängig sein: der weitere Verlauf der Verhandlungen hängt an ihm, an seiner Geschicklichkeit; wo[ran] hängt (ugs.; fehlt) es denn?


6. sich von jmdm., etw. nicht trennen mögen, auf jmdn., etw. nicht verzichten mögen, jmdn., etw. nicht verlieren wollen: am Geld, am Leben, an der Heimat h.; er hängt sehr an seiner Mutter.


2hạ̈n|gen <sw. V.; hat> [1↑ hängen ]:

1.a)jmdn., etw. mit dem oberen Ende an einer bestimmten Stelle frei beweglich befestigen: das Bild an die Wand h.; die Wäsche an, auf die Leine h.; den Anzug in den Schrank h.; eine Fahne aus dem Fenster h.; ich hängte mir den Fotoapparat über die Schulter; du hängst dir alles Geld auf den Leib (ugs.; gibst alles Geld für Kleidung aus); ein Bild niedriger h.; die Leute hängten sich, die Köpfe aus den Fenstern (lehnten sich weit hinaus);

b)<h. + sich> sich so an etwas festhalten, dass man daran zu hängen kommt: sich an einen Ast, an eine Sprosse h.; die Kleine weinte und hängte sich an ihre Mutter; sich ans Telefon, an die Strippe h. (ugs.; zu einem bestimmten Zweck telefonieren);

c)<h. + sich> jmdn., etw. ergreifen u. festhalten u. mit seinem Gewicht nach unten ziehen: sich jmdm. an den Hals, an den Arm h.;

d)etw. an einem Fahrzeug befestigen [um es zu ziehen]: das Boot, den Wohnwagen ans Auto h.;

e)anschließen: den Akku ans Ladegerät h.; den Computer ans Netz h.; die Spülmaschine an eine Warmwasserleitung h.



2.hängen lassen, schwer u. schlaff nach unten bewegen, fallen lassen: den Arm aus dem Wagenfenster, die Beine ins Wasser h.; er hängte den Kopf (war betrübt); die Blumen hängten die Köpfe (begannen zu welken).


3. <h. + sich> a)sich festsetzen, festkleben: der Lehm hängte sich an die Schuhe; sich an jmdn. h. (sich jmdm. aufdringlich anschließen; jmdm. lästig fallen); sie konnte nicht verstehen, dass sich ihre Tochter an solch einen Taugenichts gehängt hatte;

b)dicht folgen, verfolgen: der Detektiv hängte sich an den Dieb; er hängte sich ans Hinterrad des Spitzenreiters;

c)(ugs.) sich unaufgefordert einmischen: häng dich nicht in meine Angelegenheiten!



4. <h. + sich> sich jmdm., einer Sache zuwenden, sich an jmdn., etw. gefühlsmäßig binden u. sich nicht mehr davon trennen wollen: sich ans Leben, ans Geld h.


5.a)mit einem um den Hals gelegten Strick an etw. aufhängen u. dadurch töten: jmdn. [an den Galgen] h.; <subst.:> jmdn. zum Tod durch Hängen verurteilen;

R ich will mich h. lassen, wenn ... (ugs.; ich bin mir meiner Sache ganz sicher [Beteuerungsformel]);


*mit Hängen und Würgen (mit großer Mühe; gerade noch): er bestand die Prüfung mit Hängen und Würgen;

b)<h. + sich> sich erhängen.

hängen  


1. pendeln, schweben; (ugs.): baumeln; (landsch.): bammeln.

2. a) anhaften, ankleben, sich festgesetzt haben, festkleben, festsitzen, haften [bleiben], kleben; (ugs.): pappen; (landsch.): anpappen, backen, festbacken, kleiben; (bayr., österr.): anpicken.

b) festhängen, nicht vorwärtskommen, nicht weiterkommen, stecken bleiben, stocken.

3. lieben, sich nicht trennen mögen, nicht verlieren wollen, nicht verzichten mögen.

[1hängen]
[hänge, hängst, hängt, hängte, hängtest, hängten, hängest, hänget, hängtet, hing, gehängt, hängend, haengen]


1. anbringen, aufhängen, befestigen, festmachen; (ugs.): hinhängen.

2. erhängen; (salopp): aufbammeln, aufbaumeln; (emotional): aufhängen, aufknüpfen; (veraltend): henken; (veraltet): aufhenken.

[2hängen]
[hänge, hängst, hängt, hängte, hängtest, hängten, hängest, hänget, hängtet, hing, gehängt, hängend, haengen]


1. a) sich aufdrängen, aufdringlich/lästig sein, lästig fallen, sich nicht abweisen lassen, penetrant sein; (ugs.): sich an den Hals werfen, sich aufdrängeln; (salopp): sich anschmeißen; (veraltet): sich aufdringen.

b) sich an die Fersen/Sohlen heften, dicht folgen, nachjagen, nachsetzen, verfolgen; (geh.): nachstellen; (ugs.): hinterher sein.

2. sich erhängen; (geh.:): den/einen Strick nehmen, zum Strick greifen; (emotional): sich aufhängen, sich aufknüpfen.

[2hängen, sich]
[sich hängen, hänge, hängst, hängt, hängte, hängtest, hängten, hängest, hänget, hängtet, hing, gehängt, hängend, haengen, 2hängen sich]
hängen  

1hạ̈n|gen <st. V.; hat; südd., österr., schweiz. auch: ist> [Vermischung der starken Formen von mhd. hāhen, ahd. hāhan = aufhängen mit den schwachen Formen von mhd., ahd. hengen = hängen machen u. mhd. hangen, ahd. hangēn = 1hängen]:

1.
a)[mit dem oberen Ende] an einer bestimmten Stelle [beweglich] befestigt sein: das Bild hängt an der Wand, über dem Sofa; an dem Baum hingen Äpfel; die Wäsche hängt auf der Leine, auf dem Trockenboden; das Bild bleibt jetzt so hängen, wie es hängt; er hat seinen Hut, Mantel in der Garderobe h. lassen, (selten:) gelassen; Fahnen hingen aus den Fenstern; in ihren Wimpern hingen Tränen; der Blumenkasten hat nach dem Sturm nur noch an einem einzigen Haken gehangen; der Anzug hing über einem Bügel im Schrank; der Mörder soll h. (soll durch Erhängen getötet werden); die Gardinen hängen (sind angebracht); das Bild hängt schief; <mit Vertauschung des Subjekts:> der Schrank hängt voller Kleider (im Schrank hängen viele Kleider); der Baum hing voller Früchte (war mit Früchten beladen); an der gesamten Umzugsstrecke hingen die Leute aus ihren Fenstern (lehnten sie sich weit hinaus), damit sie den Festumzug sehen konnten; über dem Meer hing der Mond;

b)sich an etw. festhalten u. von unten keinen Halt mehr haben, frei schweben: der Bergsteiger hing an einem Felsen;

c)sich an jmdm. festhalten [u. schwer nach unten ziehen]: jmdm. am Hals h.;

d)an einem Fahrzeug befestigt sein [u. gezogen werden]: das Boot, der Wohnwagen hängt am Auto; der Laster hängt dicht (fährt ständig ganz dicht) hinter uns;

e)angeschlossen sein: der PC hängt am Netz; der Fernseher hängt am Kabel, an der Dachantenne; das Haus hängt an der Fernheizung.



2.
a)vom Eigengewicht nach unten gezogen werden, schwer u. schlaff nach unten fallen, ohne festen Halt herabhängen: die Zweige der Birke hängen [bis auf die Erde]; Blumen mit hängenden Köpfen; Telefonkabel hingen auf die Schienen; die Haare hingen ihm ins Gesicht; der Anzug hing ihm am Leib (war ihm zu groß); fürchterlich, wie sein Bauch hängt; mit hängenden Schultern; im Sessel h. (unordentlich u. nur zum Teil auf dem Sessel sitzen); der Boxer hängt in den Seilen;

*sich h. lassen (sich gehen lassen, keine Energie mehr für etw. aufbringen, sich willenlos der Inaktivität überlassen): lass dich nicht so h. und komm mit spazieren;

b)sich zur Seite neigen: der Wagen hängt nach rechts.



3.(geh.) [unbeweglich] in der Luft schweben: feuchte Nebel hingen über der Stadt; abgestandener Rauch hängt im Zimmer.


4.
a)sich festgesetzt haben, haften: an den Schuhen hängt Schmutz; der Dreck bleibt an, in den Sohlen h.; die Kletten bleiben an der Kleidung h.; ihre Blicke hingen an ihm;

b)festhängen: mit dem Ärmel an einem Rosenstrauch h.; [mit dem Ärmel] an einem Nagel h. bleiben; der Mechanismus der Spieluhr hängt irgendwo; viele Fahrzeuge, die sich nicht auf winterliche Straßenverhältnisse eingestellt hatten, blieben h.; das Programm, das System, der Computer hängt (EDV; reagiert nicht auf Benutzereingaben); die Angriffe blieben im Mittelfeld h. (Sport; konnten die gegnerische Abwehr nicht passieren); er ist in der Schule zweimal h. geblieben (ugs.; musste zweimal eine Klasse wiederholen);

*jmdn. h. lassen (ugs.; bei jmdm. eine versprochene [Hilfe]leistung nicht ausführen, jmdn. im Stich lassen): die Lieferanten haben ihn h. lassen;

c)(ugs.) nicht vorwärtskommen; stocken: der Prozess hängt;

d)(ugs.) zurück sein, nicht mitkommen: in Mathematik h.;

e)(ugs.) lange irgendwo bleiben [u. nicht weggehen]: wir sind gestern Abend in der Kneipe h. geblieben; nach dem Krieg sind viele in dieser Gegend h. geblieben; sie h. an der Theke und betrinken sich; er hängt den ganzen Tag am Telefon (telefoniert ständig); bei jeder Einzelheit h. bleiben;

f)

*bei jmdm. h. (landsch.; bei jmdm. nichts gelten, nicht [mehr] angesehen sein. bei jmdm. Schulden haben).



5.von jmdm., etw. abhängig sein: der weitere Verlauf der Verhandlungen hängt an ihm, an seiner Geschicklichkeit; wo[ran] hängt (ugs.; fehlt) es denn?


6. sich von jmdm., etw. nicht trennen mögen, auf jmdn., etw. nicht verzichten mögen, jmdn., etw. nicht verlieren wollen: am Geld, am Leben, an der Heimat h.; er hängt sehr an seiner Mutter.


2hạ̈n|gen <sw. V.; hat> [1↑ hängen]:

1.
a)jmdn., etw. mit dem oberen Ende an einer bestimmten Stelle frei beweglich befestigen: das Bild an die Wand h.; die Wäsche an, auf die Leine h.; den Anzug in den Schrank h.; eine Fahne aus dem Fenster h.; ich hängte mir den Fotoapparat über die Schulter; du hängst dir alles Geld auf den Leib (ugs.; gibst alles Geld für Kleidung aus); ein Bild niedriger h.; die Leute hängten sich, die Köpfe aus den Fenstern (lehnten sich weit hinaus);

b)<h. + sich> sich so an etwas festhalten, dass man daran zu hängen kommt: sich an einen Ast, an eine Sprosse h.; die Kleine weinte und hängte sich an ihre Mutter; sich ans Telefon, an die Strippe h. (ugs.; zu einem bestimmten Zweck telefonieren);

c)<h. + sich> jmdn., etw. ergreifen u. festhalten u. mit seinem Gewicht nach unten ziehen: sich jmdm. an den Hals, an den Arm h.;

d)etw. an einem Fahrzeug befestigen [um es zu ziehen]: das Boot, den Wohnwagen ans Auto h.;

e)anschließen: den Akku ans Ladegerät h.; den Computer ans Netz h.; die Spülmaschine an eine Warmwasserleitung h.



2.hängen lassen, schwer u. schlaff nach unten bewegen, fallen lassen: den Arm aus dem Wagenfenster, die Beine ins Wasser h.; er hängte den Kopf (war betrübt); die Blumen hängten die Köpfe (begannen zu welken).


3. <h. + sich>
a)sich festsetzen, festkleben: der Lehm hängte sich an die Schuhe; sich an jmdn. h. (sich jmdm. aufdringlich anschließen; jmdm. lästig fallen); sie konnte nicht verstehen, dass sich ihre Tochter an solch einen Taugenichts gehängt hatte;

b)dicht folgen, verfolgen: der Detektiv hängte sich an den Dieb; er hängte sich ans Hinterrad des Spitzenreiters;

c)(ugs.) sich unaufgefordert einmischen: häng dich nicht in meine Angelegenheiten!



4. <h. + sich> sich jmdm., einer Sache zuwenden, sich an jmdn., etw. gefühlsmäßig binden u. sich nicht mehr davon trennen wollen: sich ans Leben, ans Geld h.


5.
a)mit einem um den Hals gelegten Strick an etw. aufhängen u. dadurch töten: jmdn. [an den Galgen] h.; <subst.:> jmdn. zum Tod durch Hängen verurteilen;

Rich will mich h. lassen, wenn ... (ugs.; ich bin mir meiner Sache ganz sicher [Beteuerungsformel]);


*mit Hängen und Würgen (mit großer Mühe; gerade noch): er bestand die Prüfung mit Hängen und Würgen;

b)<h. + sich> sich erhängen.

hängen  

[st.V.; hat; südd., österr., schweiz. auch: ist] [Vermischung der starken Formen von mhd. hahen, ahd. hahan= aufhängen mit den schwachen Formen von mhd., ahd. hengen= hängen machen u. mhd. hangen, ahd. hangen= 1hängen]: 1. a) [mit dem oberen Ende] an einer bestimmten Stelle [beweglich] befestigt sein: das Bild hängt an der Wand, über dem Sofa; an dem Baum hingen Äpfel; die Wäsche hängt auf der Leine, auf dem Trockenboden; er hat seinen Hut, Mantel in der Garderobe h. lassen, (selten:) gelassen; Fahnen hingen aus den Fenstern; der Anzug hing über einem Bügel im Schrank; in ihren Wimpern hingen Tränen; der Blumenkasten hat nach dem Sturm nur noch an einem einzigen Haken gehangen; die Gardinen hängen (sind angebracht); der Mörder soll h. (soll durch Erhängen getötet werden); das Bild hängt schief; [mit Vertauschung des Subjekts:] der Schrank hängt voller Kleider (im Schrank hängen viele Kleider); der Baum hing voller Früchte (war mit Früchten beladen); Ü an der gesamten Umzugsstrecke hingen die Leute aus ihren Fenstern (lehnten sie sich weit hinaus), damit sie den Festumzug sehen konnten; über dem Meer hing der Mond; b) sich an etw. festhalten u. von unten keinen Halt mehr haben, frei schweben: der Bergsteiger hing an einem Felsen; c) sich an jmdm. festhalten [u. schwer nach unten ziehen]: jmdm. am Hals h.; d) an einem Fahrzeug befestigt sein [u. gezogen werden]: das Boot, der Wohnwagen hängt am Auto; Ü der Laster hängt dicht (fährt ständig ganz dicht) hinter uns; e) angeschlossen sein: der PC hängt am Netz; der Fernseher hängt am Kabel, an der Dachantenne; das Haus hängt an der Fernheizung. 2. a) vom Eigengewicht nach unten gezogen werden, schwer u. schlaff nach unten fallen, ohne festen Halt herabhängen: die Zweige der Birke hängen [bis auf die Erde]; Blumen mit hängenden Köpfen; Telefonkabel hingen auf die Schienen; die Haare hingen ihm ins Gesicht; der Anzug hing ihm am Leib (war ihm zu groß); fürchterlich, wie sein Bauch hängt; mit hängenden Schultern; im Sessel h. (unordentlich u. nur zum Teil auf dem Sessel sitzen); der Boxer hängt in den Seilen; *sich h. lassen (sich gehen lassen, keine Energie mehr für etw. aufbringen, sich willenlos der Inaktivität überlassen): lass dich nicht so h. und komm mit spazieren; b) sich zur Seite neigen: der Wagen hängt nach rechts. 3. (geh.) [unbeweglich] in der Luft schweben: feuchte Nebel hingen über der Stadt; abgestandener Rauch hängt im Zimmer. 4. a) sich festgesetzt haben, haften: an den Schuhen hängt Schmutz; der Dreck bleibt an, in den Sohlen h.; die Kletten bleiben an der Kleidung h.; Ü ihre Blicke hingen an ihm; b) festhängen: mit dem Ärmel an einem Rosenstrauch h.; [mit dem Ärmel] an einem Nagel h. bleiben; der Mechanismus der Spieluhr hängt irgendwo; viele Fahrzeuge, die sich nicht auf winterliche Straßenverhältnisse eingestellt hatten, blieben h.; das Programm, das System, der Computer hängt (EDV; reagiert nicht auf Benutzereingaben); Ü die Angriffe blieben im Mittelfeld h. (Sport; konnten die gegnerische Abwehr nicht passieren); er ist in der Schule zweimal h. geblieben (ugs.; musste zweimal eine Klasse wiederholen); *jmdn. h. lassen (ugs.; bei jmdm. eine versprochene [Hilfe]leistung nicht ausführen, jmdn. im Stich lassen): die Lieferanten haben ihn h. lassen; c) (ugs.) nicht vorwärts kommen; stocken: der Prozess hängt; d) (ugs.) zurück sein, nicht mitkommen: in Mathematik h.; e) (ugs.) lange irgendwo bleiben [u. nicht weggehen]: wir sind gestern Abend in der Kneipe h. geblieben; nach dem Krieg sind viele in dieser Gegend h. geblieben; sie h. an der Theke und betrinken sich; er hängt den ganzen Tag am Telefon (telefoniert ständig); Ü bei jeder Einzelheit h. bleiben; f) *bei jmdm. h. (landsch.; 1. bei jmdm. nichts gelten, nicht [mehr] angesehen sein. 2. bei jmdm. Schulden haben). 5. von jmdm., etw. abhängig sein: der weitere Verlauf der Verhandlungen hängt an ihm, an seiner Geschicklichkeit; wo[ran] hängt (ugs.; fehlt) es denn? 6. sich von jmdm., etw. nicht trennen mögen, auf jmdn., etw. nicht verzichten mögen, jmdn., etw. nicht verlieren wollen: am Geld, am L
hängen  

v.
<V. 161>
I <V.i.; hat; süddt., österr., schweiz.: ist>
1 an einem Punkt befestigt sein u. schweben; schräg abfallen, geneigt sein, sich neigen (Mauer); <fig.> nicht vorwärts kommen, noch unentschieden sein (Angelegenheit, Prozess)
2 ;der Artist hing am Trapez; der Baum hängt voller Früchte; die Beere hängt am Strauch; bisher hat das Bild über dem Schreibtisch gehangen; nach meiner Krankheit ~ mir die Kleider nur so am Leib <fig.; umg.> ich habe so stark abgenommen, dass sie mir zu weit geworden sind; dein Mantel hängt im Schrank; der Verbrecher sollte ~! (am Galgen)
3 an jmdm. ~ jmdm. zugetan sein, sich jmdm. herzlich verbunden fühlen, jmdn. nicht missen wollen; das Kind hängt wie eine Klette an ihr <umg.> weicht nicht von ihrer Seite; es hing an einem Faden, Haar <fig.> wäre beinahe nicht zustande gekommen; er hängt sehr an den Kindern, an einem ungebundenen Leben, an dieser Stadt; die Zuhörer hingen an seinen Lippen <fig.> hörten mit großer Aufmerksamkeit zu; sie hat sehr an ihrer Schwester gehangen <fig.> sie hat sie sehr geliebt; sie hängt wieder stundenlang an der Strippe, am Telefon <fig.; umg.> sie telefoniert wieder sehr lange; ich hänge bei ihm mit 100 Mark ich schulde ihm 100 M.; mit allem, was drum und dran hängt <fig.> mit allem, was dazugehört; hier hängt er! <umg.; scherzh.> hier ist er! (als Antwort auf namentl. Aufruf); er hängt in Latein und Mathematik <umg.> zeigt in diesen Schulfächern schlechte Leistungen; dichte Regenwolken ~ über den Bergen
4 woran hängt's denn noch? <umg.> woran fehlt es denn noch?;
5 ~de Gärten terrassenförmige Gartenanlage; die Hängenden Gärten der Semiramis eines der sieben Weltwunder; mit ~den Ohren gestand er es <fig.> kleinlaut;
II <V.t.; hat; schwach konjugiert>
6 etwas ~ so befestigen, dass es schwebt; jmdn. ~ durch den Strang töten, durch Erhängen (am Galgen) hinrichten; … und wenn sie mich ~! <umg.> (Beteuerungsformel); die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen <Sprichw.> der Verbrecher wurde gehängt
7 lieber lasse ich mich ~, als dass ich das tue ich tue das auf gar keinen Fall;
8 sein Herz an etwas ~ <fig.> es ersehnen, sehnsüchtig lieben; ein Bild an die Wand ~; sie hängt sich all ihr Geld auf den Leib <fig.; umg.> verwendet all ihr Geld für Garderobe; Wäsche auf die Leine ~; mit Hängen und Würgen hat er die Prüfung bestanden <umg.> mit großer Mühe, mit knapper Not;
III <V. refl.; hat>
9 sich an jmdn. ~ jmdm. nicht von der Seite weichen, sich jmdm. aufdringlich anschließen; als ich das Ereignis erfuhr, habe ich mich gleich an die Strippe, ans Telefon gehängt <fig.; umg.> sofort telefoniert; [<ahd. hengen; hangen]
['hän·gen]
[hänge, hängst, hängt, hängen, hängte, hängtest, hängten, hängest, hänget, hängtet, häng, gehängt, hängend]