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Hans  

Hạns, der; -, Hänse [nach dem Vornamen Hans, Kurzf. des m. Vorn. Johannes] (volkst.): männliche Person: in Bezeichnungen wie: H. Guckindieluft (Guckindieluft); H. Hasenfuß (Hasenfuß); H. Huckebein (Rabe; nach einer Gestalt von Wilhelm Busch); H. im Glück (jmd., der bei allen Unternehmungen Glück hat; Glückspilz; nach einer Märchengestalt); H. Langohr (Esel); H. Liederlich (unzuverlässiger Mensch); H. Taps (Taps 1 );

R ich will H. heißen, wenn ... (ich bin mir meiner Sache ganz sicher [Beteuerungsformel]);
jeder H. findet seine Grete (jeder Mann findet eine zu ihm passende Frau);

*der Blanke H. (dichter.; die Nordsee bei Sturm; wohl nach der weiß schimmernden Gischt).
Hans  

Hans  

n.
<m.; -; unz.; als Gattungsname in Zus. Pl.: Hänse> (als früher häufigster deutscher Vorname in Zus. zum Gattungsbegriff geworden, z.B. Fasel~, Prahl~, Schmal~); ~ Dampf in allen Gassen überbetriebsamer Mensch, der den Anschein erweckt, überall Bescheid zu wissen; ~ im Glück junger, etwas einfältiger Mensch, dem alles zum Guten ausschlägt; [nach einer Märchengestalt]; ~ Guckindieluft = Guckindieluft; ~ Hasenfuß = Hasenfuß; ~ Huckebein Rabe; [nach einer Gestalt von W. Busch]; ~ Langohr Esel; ~ Liederlich liederlicher Bursche; ~ Taps = Taps; jeder ~ findet seine Grete <Sprichw.> jeder Bursche ein Mädchen, jeder Mann eine Frau; ich will ~ heißen, wenn das stimmt <fig.; umg.> (Beteuerungsformel) es stimmt ganz sicher nicht; der Blanke ~ <seemänn., poet.> die Nordsee bei Sturm; → a. Hänschen; [aus Johannes verkürzt; seit dem 14. Jh. zur Verspottung von Eigenschaften od. Merkmalen üblich]
[Hans]