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Haut  

Haut, die; -, Häute [mhd., ahd. hūt, eigtl. = die Umhüllende]:

1.a)aus mehreren Schichten bestehendes, den gesamten Körper von Menschen u. Tieren gleichmäßig umgebendes äußeres Gewebe, das dem Schutz der darunterliegenden Gewebe u. Organe, der Atmung, der Wärmeregulierung u. a. dient: eine zarte, rosige, weiche, trockene, runzlige, unreine H.; die abgeworfene H. einer Schlange; seine H. ist rau geworden; die H. in der Sonne bräunen; die H. hat sich gerötet; die Damen zeigten viel H. (ugs. scherzh.; waren sehr leicht, spärlich bekleidet, tief dekolletiert); die Farbe der H.; wir waren alle durchnässt bis auf die H. (völlig durchnässt);

*nur/bloß noch H. und Knochen sein; nur/bloß noch aus H. und Knochen bestehen (ugs.; völlig abgemagert sein); seine H. retten (ugs.; sich retten); die H. versaufen (salopp; ↑ Fell 1 a ); jmdm. die H. gerben (salopp; ↑ Fell 1 a ); seine H. zu Markte tragen (ugs.; sich voll für jmdn., etw. einsetzen u. sich dabei selbst gefährden; nach der Vorstellung von der Haut als dem allerletzten Eigentum, das man einsetzt. ugs. scherzh.; als Prostituierte, Callgirl, Stripteasetänzerin o. Ä. arbeiten); seine H. [möglichst] teuer/so teuer wie möglich verkaufen (ugs.; sich mit allen Kräften wehren, verteidigen; es einem Gegner so schwer wie möglich machen); sich seiner H. wehren (ugs.; sich energisch wehren, verteidigen); aus der H. fahren (ugs.; sehr ärgerlich, voller Ungeduld sein; wütend, zornig werden; nach dem Bild einer sich häutenden Schlange): es ist, um aus der H. zu fahren; nicht aus seiner H. [heraus]können (ugs.; nicht anders handeln, sich verhalten können, als es der eigenen Veranlagung, Anschauung entspricht; sich nicht ändern können); sich <Dativ> etw. nicht aus der H. schneiden können (ugs.; ↑ Rippe 1 ); sich in seiner H. wohlfühlen (ugs.; zufrieden sein mit seiner Lage, Situation, mit den Gegebenheiten, Lebensumständen); jmdm. ist wohl in seiner H. (ugs.; jmd. ist zufrieden mit seiner Lage, seinen Lebensumständen; jmd. fühlt sich sehr behaglich); nicht in jmds. H. stecken mögen (ugs.; nicht an jmds. Stelle, nicht in jmds. übler Lage sein mögen); in keiner guten/gesunden H. stecken (ugs.; oft krank werden, kränkeln); mit heiler H. davonkommen (ugs.; etw. ungestraft, unverletzt überstehen); mit H. und Haar[en] (ugs.; völlig, ganz u. gar, restlos): er hat den ganzen Rest mit H. und Haar[en] aufgegessen, verschlungen; er hat sich dieser Arbeit mit H. und Haar[en] verschrieben; [jmdm.] unter die H. gehen/dringen (ugs.; jmdn. sehr erregen, ihn unmittelbar, im Innersten berühren; bei jmdm. starke Empfindungen auslösen; nach engl. to get under someone's skin): der Film geht unter die H.;

b)Fell, Haut (1 a) bestimmter größerer Tiere als haltbar gemachtes, aber noch nicht gegerbtes Rohmaterial für Leder; Tierhaut: die H. wird abgezogen und gegerbt;

*auf der faulen H. liegen (ugs.; faulenzen, nichts tun); sich auf die faule H. legen (ugs.; zu faulenzen anfangen, sich dem Nichtstun hingeben).



2.a)hautähnliche Schicht, Hülle, Schale: die Zwiebel hat sieben Häute; der Pfirsich hat eine feste H.; von Mandeln die H. abziehen; die Wurst mit der H. essen; der Samen in der Hülse ist von einer feinen, durchsichtigen H. bedeckt;

b)dünne Schicht, die auf der Oberfläche einer Flüssigkeit steht, sich darauf gebildet hat: er verabscheut die H. auf der heißen Milch.



3.<o. Pl.> etw. wie eine Haut (1 a) umgebende, glatte äußere Schicht als Abdeckung, Verkleidung, Bespannung o. Ä.: ein Flugzeug mit einer silbern glänzenden H. (Außenhaut).


4. (ugs.) (in Verbindung mit bestimmten, meist positiv charakterisierenden attributiven Adj.; Mensch, Person: er ist eine ehrliche H.
Haut  

Haut  

Haut, die; -, Häute [mhd., ahd. hūt, eigtl. = die Umhüllende]:

1.
a)aus mehreren Schichten bestehendes, den gesamten Körper von Menschen u. Tieren gleichmäßig umgebendes äußeres Gewebe, das dem Schutz der darunterliegenden Gewebe u. Organe, der Atmung, der Wärmeregulierung u. a. dient: eine zarte, rosige, weiche, trockene, runzlige, unreine H.; die abgeworfene H. einer Schlange; seine H. ist rau geworden; die H. in der Sonne bräunen; die H. hat sich gerötet; die Damen zeigten viel H. (ugs. scherzh.; waren sehr leicht, spärlich bekleidet, tief dekolletiert); die Farbe der H.; wir waren alle durchnässt bis auf die H. (völlig durchnässt);

*nur/bloß noch H. und Knochen sein; nur/bloß noch aus H. und Knochen bestehen (ugs.; völlig abgemagert sein); seine H. retten (ugs.; sich retten); die H. versaufen (salopp;
↑ Fell 1 a); jmdm. die H. gerben (salopp; ↑ Fell 1 a); seine H. zu Markte tragen (ugs.; sich voll für jmdn., etw. einsetzen u. sich dabei selbst gefährden; nach der Vorstellung von der Haut als dem allerletzten Eigentum, das man einsetzt. ugs. scherzh.; als Prostituierte, Callgirl, Stripteasetänzerin o. Ä. arbeiten); seine H. [möglichst] teuer/so teuer wie möglich verkaufen (ugs.; sich mit allen Kräften wehren, verteidigen; es einem Gegner so schwer wie möglich machen); sich seiner H. wehren (ugs.; sich energisch wehren, verteidigen); aus der H. fahren (ugs.; sehr ärgerlich, voller Ungeduld sein; wütend, zornig werden; nach dem Bild einer sich häutenden Schlange): es ist, um aus der H. zu fahren; nicht aus seiner H. [heraus]können (ugs.; nicht anders handeln, sich verhalten können, als es der eigenen Veranlagung, Anschauung entspricht; sich nicht ändern können); sich <Dativ> etw. nicht aus der H. schneiden können (ugs.; ↑ Rippe 1); sich in seiner H. wohlfühlen (ugs.; zufrieden sein mit seiner Lage, Situation, mit den Gegebenheiten, Lebensumständen); jmdm. ist wohl in seiner H. (ugs.; jmd. ist zufrieden mit seiner Lage, seinen Lebensumständen; jmd. fühlt sich sehr behaglich); nicht in jmds. H. stecken mögen (ugs.; nicht an jmds. Stelle, nicht in jmds. übler Lage sein mögen); in keiner guten/gesunden H. stecken (ugs.; oft krank werden, kränkeln); mit heiler H. davonkommen (ugs.; etw. ungestraft, unverletzt überstehen); mit H. und Haar[en] (ugs.; völlig, ganz u. gar, restlos): er hat den ganzen Rest mit H. und Haar[en] aufgegessen, verschlungen; er hat sich dieser Arbeit mit H. und Haar[en] verschrieben; [jmdm.] unter die H. gehen/dringen (ugs.; jmdn. sehr erregen, ihn unmittelbar, im Innersten berühren; bei jmdm. starke Empfindungen auslösen; nach engl. to get under someone's skin): der Film geht unter die H.;

b)Fell, Haut (1 a) bestimmter größerer Tiere als haltbar gemachtes, aber noch nicht gegerbtes Rohmaterial für Leder; Tierhaut: die H. wird abgezogen und gegerbt;

*auf der faulen H. liegen (ugs.; faulenzen, nichts tun); sich auf die faule H. legen (ugs.; zu faulenzen anfangen, sich dem Nichtstun hingeben).



2.
a)hautähnliche Schicht, Hülle, Schale: die Zwiebel hat sieben Häute; der Pfirsich hat eine feste H.; von Mandeln die H. abziehen; die Wurst mit der H. essen; der Samen in der Hülse ist von einer feinen, durchsichtigen H. bedeckt;

b)dünne Schicht, die auf der Oberfläche einer Flüssigkeit steht, sich darauf gebildet hat: er verabscheut die H. auf der heißen Milch.



3.<o. Pl.> etw. wie eine Haut (1 a) umgebende, glatte äußere Schicht als Abdeckung, Verkleidung, Bespannung o. Ä.: ein Flugzeug mit einer silbern glänzenden H. (Außenhaut).


4. (ugs.) (in Verbindung mit bestimmten, meist positiv charakterisierenden attributiven Adj.; Mensch, Person: er ist eine ehrliche H.
Haut  

(behaarte) Haut, Fell, Pelz
[Fell, Pelz]
Haut  

n.
<f. 7u>
1 die gesamte Körperoberfläche überziehendes, aus drei Schichten bestehendes Organ, das den Körper gegen die Außenwelt abschließt u. schützt, ihn gleichzeitig aber auch mit dieser verbindet (Gesichts~, Ober~); Fell als Rohstoff für Leder; dünne, biegsame Schicht, Bedeckung von Oberflächen, bes. auf Flüssigkeiten (Milch~); Hülle, Umschließung von Hohlräumen, <bes.> Schiffsbekleidung (Schiffs~);<umg.> dünnes, wie eine Haut schützendes Kleidungsstück, <bes.> wasserdichter Mantel (Regen~); die weicheren Teile höherer Pflanzen überziehendes, meist einschichtiges Gewebe; <fig.; umg.> Mensch
2 er ist nur noch ~ und Knochen <fig.; umg.> (bis zum Skelett) abgemagert;
3 ;einer Frucht, einem Hasen die ~ abziehen; bei diesem Geschäft will man mir die ~ abziehen <fig.; umg.> mich gründlich übervorteilen; aufspringen: die ~ springt auf (vor Kälte); auf der abgekochten Milch hat sich eine ~ gebildet; die ~ brennt, rötet sich, schält sich (von der vielen Sonne); die ~ bürsten, eincremen, frottieren, massieren, pflegen, reinigen; Häute gerben; sie haben ihm die ~ gründlich gegerbt <fig.; umg.> ihn verprügelt; du musst dich deiner ~ wehren <fig.> dich verteidigen;
4 ;alternde, gut (schlecht) durchblutete, empfindliche, fettige, jugendliche, rissige, runzlige, weiche, straffe, trockene, welke, zarte ~; er ist eine anständige, brave, ehrliche, gute, gutmütige, lustige, redliche, treue ~ <fig.; umg.>; blasse, braune, fleckige, gebräunte, gelbe, gerötete, rosige, schwarze, sommersprossige ~; auf der faulen ~ liegen <fig.; umg.> faulenzen;
5 ;er war bis auf die ~ durchnässt; aus der ~ fahren <fig.; umg.> ungeduldig, zornig werden; es ist, um aus der ~ zu fahren; niemand kann aus seiner ~ heraus <fig.; umg.> niemand kann seinen Charakter ändern; mir ist nicht wohl in meiner ~ <fig.; umg.> ich fühle mich unbehaglich, befürchte etwas für mich; ich möchte nicht in seiner ~ stecken <fig.; umg.> nicht mit ihm tauschen; in keiner gesunden ~ stecken <fig.; umg.> kränkl. sein; mit ~ und Haar(en) <fig.; umg.> ganz u. gar, bedingungslos; sich jmdm. mit ~ und Haaren verschreiben <fig.; umg.> sich innerl. völlig von jmdm. abhängig machen; er ist noch einmal mit heiler ~ davongekommen <fig.> unbeschadet, unbeschädigt, unbestraft; dieses Buch, dieser Film, dieses Stück, dieses Thema geht unter die ~ <fig.; umg.> berührt einen im Innersten; für ihn werde ich nicht meine ~ zu Markte tragen <fig.; umg.> etwas riskieren; [<ahd. hut, engl. hide <germ. *huai- <idg. *keut-; zu idg. *(s)keu- „bedecken, umhüllen“; verwandt mit Haus, Hütte, Hort]
[Haut]
[Häute, Häuten]