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heißen  

1hei|ßen <st. V.; hat> [mhd. heiʒen, ahd. heiʒʒan = auffordern, befehlen; sagen; nennen, wohl eigtl. = antreiben, zu etw. drängen; 1: aus dem passivischen Gebrauch der alten Bed. »nennen«]:

1.den Namen haben, sich nennen, genannt werden: der Junge heißt Peter Müller; wie heißt du [mit Vor-, Nachnamen]?; früher hat sie anders geheißen (landsch. ugs: gehießen); wie heißt die Straße?; er heißt nach seinem Großvater (er trägt den gleichen Vornamen wie sein Großvater);

R wenn es sich so verhält, heiße ich Hans, Emil, Meier/will ich Hans, Emil, Meier h. (ugs.; so verhält es sich ganz gewiss nicht).



2.a)(veraltend) nennen (1 a) : sie haben das Kind [nach seinem Vater] Wilhelm geheißen;

b)(geh.) nennen (1 b) : jmdn. seinen Freund h.; jmdn. launisch h.; das muss man eine großartige Leistung h.; das heiße ich pünktlich [sein].



3.<in Verbindung mit einem Inf. + Akk.> (geh.) das Verlangen äußern, dass etw. Bestimmtes geschehe; zu etw. auffordern: er hieß mich stehen bleiben; wer hat dich kommen heißen/(seltener:) geheißen?; er hieß ihn ein ehrlicher Mensch werden.


4.einer Äußerung o. Ä. in einem anderen Zusammenhang, einem Wort in einer anderen Sprache o. Ä. entsprechen; das Gleiche bedeuten, aussagen, ausdrücken: »guten Abend« heißt auf Französisch »bon soir«; er weiß, was es heißt (bedeutet), Verantwortung zu tragen; das will schon etwas h.; das soll nun etwas h.! (ugs. abwertend; soll Eindruck machen!); (in einer Verärgerung ausdrückenden Antwort, die eine vorangegangene Äußerung aufgreift:) was heißt hier: morgen? Das wird sofort gemacht; (als Erläuterung od. Einschränkung von etw. vorher Gesagtem; Abk.: d. h.:) ich komme morgen, das heißt, nur wenn es nicht regnet.


5.den Wortlaut haben, lauten: der Titel des Romans heißt »Krieg und Frieden«; der Werbespruch, sein Motto heißt: ...


6.(geh. veraltend) <unpers.> a)(als Vermutung, Behauptung o. Ä.) gesagt werden: es heißt, er sei ins Ausland gegangen;

b)(an einer bestimmten Stelle) zu lesen sein, geschrieben stehen: bei Hegel heißt es, ...; in dem Abkommen heißt es ausdrücklich, dass ...; in seinem Brief hatte es geheißen, er wolle zurückkommen.



7.<unpers.> (geh.) nötig, geboten sein: noch heißt es abwarten; da heißt es aufgepasst/aufpassen! (gilt es aufzupassen!).


2hei|ßen <sw. V.; hat> [mit Übernahme der Ausspr. von gleichbed. niederl. hijsen]: hissen: er heißte die Fahne.
heißen  

hei|ßen (einen Namen tragen; nennen; befehlen); du heißt; ich hieß, du hießest; geheißen; heiß[e]!; er hat es mich geheißen, aber wer hat dich das tun heißen?; sie hat mich kommen heißen, seltener geheißen; das heißt (Abk. d._h.)

hei|ßen (hissen); du heißt; du heißtest; geheißt; heiß[e]!
heißen  


1. den Namen haben/tragen, genannt werden, sich nennen; (landsch., sonst veraltend): sich schreiben.

2. ausgeben, bezeichnen, charakterisieren, hinstellen, nennen, titulieren; (geh.): schimpfen; (ugs.): betiteln.

3. ausdrücken, aussagen, bedeuten, besagen, die Bedeutung haben, meinen, sagen, sein.

4. den Wortlaut haben, lauten.

[heißen]
[heiße, heißt, hieß, hießt, hießest, hießen, heißest, heißet, hieße, hießet, heiß, geheißen, heißend, heissen]
heißen  

1hei|ßen <st. V.; hat> [mhd. heiʒen, ahd. heiʒʒan = auffordern, befehlen; sagen; nennen, wohl eigtl. = antreiben, zu etw. drängen; 1: aus dem passivischen Gebrauch der alten Bed. »nennen«]:

1.den Namen haben, sich nennen, genannt werden: der Junge heißt Peter Müller; wie heißt du [mit Vor-, Nachnamen]?; früher hat sie anders geheißen (landsch. ugs: gehießen); wie heißt die Straße?; er heißt nach seinem Großvater (er trägt den gleichen Vornamen wie sein Großvater);

Rwenn es sich so verhält, heiße ich Hans, Emil, Meier/will ich Hans, Emil, Meier h. (ugs.; so verhält es sich ganz gewiss nicht).



2.
a)(veraltend) nennen (1 a): sie haben das Kind [nach seinem Vater] Wilhelm geheißen;

b)(geh.) nennen (1 b): jmdn. seinen Freund h.; jmdn. launisch h.; das muss man eine großartige Leistung h.; das heiße ich pünktlich [sein].



3.<in Verbindung mit einem Inf. + Akk.> (geh.) das Verlangen äußern, dass etw. Bestimmtes geschehe; zu etw. auffordern: er hieß mich stehen bleiben; wer hat dich kommen heißen/(seltener:) geheißen?; er hieß ihn ein ehrlicher Mensch werden.


4.einer Äußerung o. Ä. in einem anderen Zusammenhang, einem Wort in einer anderen Sprache o. Ä. entsprechen; das Gleiche bedeuten, aussagen, ausdrücken: »guten Abend« heißt auf Französisch »bon soir«; er weiß, was es heißt (bedeutet), Verantwortung zu tragen; das will schon etwas h.; das soll nun etwas h.! (ugs. abwertend; soll Eindruck machen!); (in einer Verärgerung ausdrückenden Antwort, die eine vorangegangene Äußerung aufgreift:) was heißt hier: morgen? Das wird sofort gemacht; (als Erläuterung od. Einschränkung von etw. vorher Gesagtem; Abk.: d. h.:) ich komme morgen, das heißt, nur wenn es nicht regnet.


5.den Wortlaut haben, lauten: der Titel des Romans heißt »Krieg und Frieden«; der Werbespruch, sein Motto heißt: ...


6.(geh. veraltend) <unpers.>
a)(als Vermutung, Behauptung o. Ä.) gesagt werden: es heißt, er sei ins Ausland gegangen;

b)(an einer bestimmten Stelle) zu lesen sein, geschrieben stehen: bei Hegel heißt es, ...; in dem Abkommen heißt es ausdrücklich, dass ...; in seinem Brief hatte es geheißen, er wolle zurückkommen.



7.<unpers.> (geh.) nötig, geboten sein: noch heißt es abwarten; da heißt es aufgepasst/aufpassen! (gilt es aufzupassen!).


2hei|ßen <sw. V.; hat> [mit Übernahme der Ausspr. von gleichbed. niederl. hijsen]: hissen: er heißte die Fahne.
heißen  

[st.V.; hat] [mhd. , ahd. = auffordern, befehlen; sagen; nennen, wohl eigtl.= antreiben, zu etw. drängen; 1:aus dem passivischen Gebrauch der alten Bed. ?nennen?]: 1. den Namen haben, sich nennen, genannt werden: der Junge heißt Peter Müller; wie heißt du [mit Vor-, Nachnamen]?; früher hat sie anders geheißen (landsch. ugs: gehießen); wie heißt die Straße?; er heißt nach seinem Großvater (er trägt den gleichen Vornamen wie sein Großvater); R (ugs. Ausdruck der Bekräftigung eines vorher genannten Sachverhalts) wenn es sich so verhält, heiße ich Hans, Emil, Meier/will ich Hans, Emil, Meier h. (ugs.; so verhält es sich ganz gewiss nicht). 2. a) (veraltend) nennen (1 a): sie haben das Kind [nach seinem Vater] Wilhelm geheißen; b) (geh.) nennen (1 b): jmdn. seinen Freund h.; jmdn. launisch h.; das muss man eine großartige Leistung h.; das heiße ich pünktlich [sein]. 3. [in Verbindung mit einem Inf.+ Akk.] (geh.) das Verlangen äußern, dass etw. Bestimmtes geschehe; zu etw. auffordern: er hieß mich stehen bleiben; wer hat dich kommen heißen/(seltener:) geheißen?; er hieß ihn ein ehrlicher Mensch werden. 4. einer Äußerung o.Ä. in einem anderen Zusammenhang, einem Wort in einer anderen Sprache o.Ä. entsprechen; das Gleiche bedeuten, aussagen, ausdrücken: ?guten Abend? heißt auf Französisch ?bon soir?; er weiß, was es heißt (bedeutet), Verantwortung zu tragen; das will schon etwas h.; das soll nun etwas h.! (ugs. abwertend; soll Eindruck machen!); (in einer Verärgerung ausdrückenden Antwort, die eine vorangegangene Äußerung aufgreift:) was heißt hier: morgen? Das wird sofort gemacht; (als Erläuterung od. Einschränkung von etw. vorher Gesagtem; Abk.: d.h.:) ich komme morgen, das heißt, nur wenn es nicht regnet. 5. den Wortlaut haben, lauten: der Titel des Romans heißt ?Krieg und Frieden?; der Werbespruch, sein Motto heißt:... 6. (geh. veraltend) [unpers.] a) (als Vermutung, Behauptung o.Ä.) gesagt werden: es heißt, er sei ins Ausland gegangen; b) (an einer bestimmten Stelle) zu lesen sein, geschrieben stehen: bei Hegel heißt es,...; in dem Abkommen heißt es ausdrücklich, dass...; in seinem Brief hatte es geheißen, er wolle zurückkommen. 7. [unpers.] (geh.) nötig, geboten sein: noch heißt es abwarten; da heißt es aufgepasst/aufpassen! (gilt es aufzupassen!).
heißen  

(etwas) heißen (umgangssprachlich), bedeuten, besagen, schließen lassen auf
[bedeuten, besagen, schließen lassen auf]
heißen  

v.
<V. 164; hat>
1 <V.t.> nennen, bezeichnen als; jmdn., <seltener> jmdm. etwas ~ ihm etwas befehlen, zu etwas auffordern; er hieß ihn einen Betrüger, Dummkopf, Esel, Lügner, Schuft; er hat mich seinen Freund geheißen; das heiße ich Humor, Lebensklugheit, Mut; ich hieß ihn antworten, eintreten, schweigen; wer hat dich kommen, das tun ~?; wer hat dich geheißen, heute zu kommen, das zu tun?; das heiße ich singen, spielen, tanzen! <anerkennend> das ist gut gesungen usw.; ich hieß ihn schweigen
2 <V.i.> sich nennen, den Namen haben; lauten, den Wortlaut haben; bedeuten, besagen; ich heiße Peter, Ruth, Müller; es heißt dort folgendermaßen …; der Ausdruck war nicht korrekt, richtig heißt es; „...“; bei Schiller heißt es …; in dem Abkommen heißt es ausdrücklich; in dem Gesetz heisst es, dass …; wenn du nicht von mir hörst, das heißt <Abk.: d.h.>, wenn ich nicht komme; das will schon etwas ~, wenn …; das will viel, wenig ~!; das will nicht viel, nichts ~; was soll das ~?; das soll was ~ <umg.> soll Eindruck machen; wie ~ Sie?; wie heißt dieses Wort auf Französisch?; wie heißt die Stelle, der Text, der Titel, der genaue Wortlaut?; wie heißt diese Straße?
3 <unpersönl.> es heißt es wird behauptet, man sagt; es heißt, dass er in den Ruhestand treten will; die Steuersenkung steht unmittelbar bevor, heißt es; das ist nicht nur meine Meinung, es heißt allgemein so; da heißt es: entweder – oder da muss man sich entscheiden; hier heißt es aufpassen, schnell handeln, klug, vorsichtig sein hier muss man aufpassen usw.; [<ahd. heizzan „auffordern, befehlen, sagen, nennen“, got. haitan „(be)nennen, rufen, einladen, befehlen“ <idg. *keid-, *koid-; zu idg. *kei- „in Bewegung setzen“]
['hei·ßen1]
[heiße, heißt, heißen, hieß, hießt, hießest, hießen, heißest, heißet, hieße, hießet, heiß, geheißen, heißend]

v.
<V.t.; hat geheißt> = hissen; heißt Flagge! (Kommando zum Hochziehen der Fahne)
['hei·ßen2]
[heiße, heißt, heißen, hieß, hießt, hießest, hießen, heißest, heißet, hieße, hießet, heiß, geheißen, heißend]