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Hund  

Hụnd, der; -[e]s, -e [mhd., ahd. hunt, alter idg. Tiername; 3: viell., weil das Geräusch der knarrenden Räder mit Hundegebell verglichen wurde]:

1.a)(in vielen Rassen gezüchtetes) kleines bis mittelgroßes Säugetier, das bes. wegen seiner Wachsamkeit u. Anhänglichkeit als Haustier gehalten wird, einen gut ausgebildeten Gehör- u. Geruchssinn besitzt u. beißen u. bellen kann: ein scharfer, gefährlicher, streunender, tollwütiger H.; Vorsicht, bissiger H.!; der H. bellt, jault, kläfft, schlägt an; der H. beißt nicht; [sich] einen H. halten; den H. ausführen, an der Leine führen, anleinen; -e dressieren, züchten; von einem H. angefallen werden; sieh dich vor, die -e sind los; weiße -e (geh.; Schaumkronen auf den Wellen des Meeres);

R da liegt der H. begraben (ugs.; das ist der Punkt, auf den es ankommt, die Ursache der Schwierigkeiten; H. u., viell. nach der Volkssage, nach der Hunde als Schatzhüter unter der Erde hausen); da wird der H. in der Pfanne verrückt! (salopp; das ist ja nicht zu fassen!); von dem nimmt kein H. ein Stück/einen Bissen Brot [mehr] (ugs.; er hat die Achtung aller verloren, wird von allen verachtet); das/es kann/muss [sogar] einen H. jammern/dauern (ugs.; das ist zutiefst mitleiderregend, jammervoll); es ist, um junge -e zu kriegen (ugs.; es ist zum Verzweifeln); das ist unter dem/allem H. (ugs.; das ist sehr schlecht, minderwertig, unter aller Kritik); die -e bellen, aber die Karawane zieht weiter;
-e, die [viel] bellen, beißen nicht (jmd., der sich besonders lautstark kämpferisch, gefährlich gibt, macht seine Drohungen o. Ä. doch nicht wahr); viele -e sind des Hasen Tod (gegen eine Übermacht kann der Einzelne nichts ausrichten); den Letzten beißen die -e (der Letzte ist aufgrund seines Platzes besonders benachteiligt); kommt man über den H., kommt man auch über den Schwanz (hat man erst einmal das Schwierigste geschafft, ist der Rest auch noch zu bewältigen);

*ein dicker H.! (ugs.:eine Ungeheuerlichkeit, Unverschämtheit, Frechheit. ein grober Fehler); kalter H. (ugs.; aus Schichten von Keks u. einer Kakaomasse bestehende kuchenähnliche Süßspeise); fliegender H. (veraltend; Flughund); der Große H., der Kleine H. (Sternbilder in der Zone des Himmelsäquators; nach lat. Canis Major u. Canis Minor; der Große Hund ist der Hund des Orion, eines riesigen Jägers der griech. Mythologie); bekannt sein wie ein bunter/scheckiger H. (ugs.; überall bekannt sein); wie ein H. leben (ugs.; sehr ärmlich, elend leben); müde sein wie ein H. (ugs.; sehr müde, erschöpft sein); frieren wie ein junger H. (ugs.; sehr frieren; nach dem auffallenden Zittern neugeborener Hunde); wie H. und Katze leben (ugs.; sich nicht vertragen u. in ständigem Streit miteinander leben); einen dicken H. haben (Skat Jargon; ein gutes Spiel in der Hand haben); schlafende -e wecken (unvorsichtigerweise auf etw. aufmerksam machen u. dadurch eine unerwünschte Entwicklung in Gang setzen); mit etw. keinen H. hinter dem Ofen hervorlocken [können] (ugs.; mit etw. niemandes Interesse wecken [können], niemandem einen Anreiz bieten [können]); jmdn. wie einen H. behandeln (ugs.; jmdn. sehr schlecht, menschenunwürdig behandeln); auf den H. kommen (ugs.; in schlechte Verhältnisse geraten, sehr herunterkommen; viell. nach der untersten Stufe in der Tierrangfolge bei Pferde-, Esel- u. Hundefuhrwerk); jmdn. auf den H. bringen (ugs.; jmdn. ruinieren, vernichten, ins Verderben stürzen); [ganz] auf dem H. sein (ugs.; ruiniert, vernichtet, zugrunde gerichtet sein); mit allen -en gehetzt sein (ugs.; schlau u. gewitzt sein u. sich in einer heiklen Situation entsprechend geschickt verhalten; aus der Jägerspr. u. bezogen auf ein Tier, dem es immer wieder gelingt, den auf seine Fährte gesetzten Hunden zu entkommen); vor die -e gehen (ugs.; zugrunde gehen; viell. nach dem kranken u. schwachen Wild, das den Jagdhunden leicht zum Opfer fällt); etw. vor die -e werfen (ugs.; etw. achtlos verkommen lassen, vergeuden);

b)männlicher Hund (1 a) (im Gegensatz zur Hündin): ist das ein H. oder eine Hündin?



2. (salopp) a)Mensch, Mann: du bist vielleicht ein sturer H.!; -e, wollt ihr ewig leben? (nach den anekdotenhaft überlieferten Worten Friedrichs des Großen »[Ihr verfluchten] Kerls, wollt ihr das ewige Leben haben?«, die er bei Kolin einer vor der Übermacht der Österreicher zurückweichenden Kompanie zurief; auch Filmtitel); damals war ich noch ein junger H.; ein feiner H. (1. gut gekleideter Mann; 2. jmd., auf den man sich verlassen kann; feiner Kerl); der neue Trainer gilt als harter H. (ugs.; als Anhänger harter Trainingsmethoden); er ist ein krummer H. (zwielichtiger, verdächtiger Bursche); als ich in Not war, kam mir kein H. (niemand) zu Hilfe;

b)(abwertend) gemeiner Mann, Lump, Schurke: du [verfluchter, gottverdammter] H.!



3. (Bergmannsspr.) kleiner kastenförmiger Förderwagen: den H. mit Erz beladen.
Hund  

Hund  

Hụnd, der; -[e]s, -e [mhd., ahd. hunt, alter idg. Tiername; 3: viell., weil das Geräusch der knarrenden Räder mit Hundegebell verglichen wurde]:

1.
a)(in vielen Rassen gezüchtetes) kleines bis mittelgroßes Säugetier, das bes. wegen seiner Wachsamkeit u. Anhänglichkeit als Haustier gehalten wird, einen gut ausgebildeten Gehör- u. Geruchssinn besitzt u. beißen u. bellen kann: ein scharfer, gefährlicher, streunender, tollwütiger H.; Vorsicht, bissiger H.!; der H. bellt, jault, kläfft, schlägt an; der H. beißt nicht; [sich] einen H. halten; den H. ausführen, an der Leine führen, anleinen; -e dressieren, züchten; von einem H. angefallen werden; sieh dich vor, die -e sind los; weiße -e (geh.; Schaumkronen auf den Wellen des Meeres);

Rda liegt der H. begraben (ugs.; das ist der Punkt, auf den es ankommt, die Ursache der Schwierigkeiten; H. u., viell. nach der Volkssage, nach der Hunde als Schatzhüter unter der Erde hausen); da wird der H. in der Pfanne verrückt! (salopp; das ist ja nicht zu fassen!); von dem nimmt kein H. ein Stück/einen Bissen Brot [mehr] (ugs.; er hat die Achtung aller verloren, wird von allen verachtet); das/es kann/muss [sogar] einen H. jammern/dauern (ugs.; das ist zutiefst mitleiderregend, jammervoll); es ist, um junge -e zu kriegen (ugs.; es ist zum Verzweifeln); das ist unter dem/allem H. (ugs.; das ist sehr schlecht, minderwertig, unter aller Kritik); die -e bellen, aber die Karawane zieht weiter;
-e, die [viel] bellen, beißen nicht (jmd., der sich besonders lautstark kämpferisch, gefährlich gibt, macht seine Drohungen o. Ä. doch nicht wahr); viele -e sind des Hasen Tod (gegen eine Übermacht kann der Einzelne nichts ausrichten); den Letzten beißen die -e (der Letzte ist aufgrund seines Platzes besonders benachteiligt); kommt man über den H., kommt man auch über den Schwanz (hat man erst einmal das Schwierigste geschafft, ist der Rest auch noch zu bewältigen);

*ein dicker H.! (ugs.:eine Ungeheuerlichkeit, Unverschämtheit, Frechheit. ein grober Fehler); kalter H. (ugs.; aus Schichten von Keks u. einer Kakaomasse bestehende kuchenähnliche Süßspeise); fliegender H. (veraltend; Flughund); der Große H., der Kleine H. (Sternbilder in der Zone des Himmelsäquators; nach lat. Canis Major u. Canis Minor; der Große Hund ist der Hund des Orion, eines riesigen Jägers der griech. Mythologie); bekannt sein wie ein bunter/scheckiger H. (ugs.; überall bekannt sein); wie ein H. leben (ugs.; sehr ärmlich, elend leben); müde sein wie ein H. (ugs.; sehr müde, erschöpft sein); frieren wie ein junger H. (ugs.; sehr frieren; nach dem auffallenden Zittern neugeborener Hunde); wie H. und Katze leben (ugs.; sich nicht vertragen u. in ständigem Streit miteinander leben); einen dicken H. haben (Skat Jargon; ein gutes Spiel in der Hand haben); schlafende -e wecken (unvorsichtigerweise auf etw. aufmerksam machen u. dadurch eine unerwünschte Entwicklung in Gang setzen); mit etw. keinen H. hinter dem Ofen hervorlocken [können] (ugs.; mit etw. niemandes Interesse wecken [können], niemandem einen Anreiz bieten [können]); jmdn. wie einen H. behandeln (ugs.; jmdn. sehr schlecht, menschenunwürdig behandeln); auf den H. kommen (ugs.; in schlechte Verhältnisse geraten, sehr herunterkommen; viell. nach der untersten Stufe in der Tierrangfolge bei Pferde-, Esel- u. Hundefuhrwerk); jmdn. auf den H. bringen (ugs.; jmdn. ruinieren, vernichten, ins Verderben stürzen); [ganz] auf dem H. sein (ugs.; ruiniert, vernichtet, zugrunde gerichtet sein); mit allen -en gehetzt sein (ugs.; schlau u. gewitzt sein u. sich in einer heiklen Situation entsprechend geschickt verhalten; aus der Jägerspr. u. bezogen auf ein Tier, dem es immer wieder gelingt, den auf seine Fährte gesetzten Hunden zu entkommen); vor die -e gehen (ugs.; zugrunde gehen; viell. nach dem kranken u. schwachen Wild, das den Jagdhunden leicht zum Opfer fällt); etw. vor die -e werfen (ugs.; etw. achtlos verkommen lassen, vergeuden);

b)männlicher
Hund (1 a) (im Gegensatz zur Hündin): ist das ein H. oder eine Hündin?



2. (salopp)
a)Mensch, Mann: du bist vielleicht ein sturer H.!; -e, wollt ihr ewig leben? (nach den anekdotenhaft überlieferten Worten Friedrichs des Großen »[Ihr verfluchten] Kerls, wollt ihr das ewige Leben haben?«, die er bei Kolin einer vor der Übermacht der Österreicher zurückweichenden Kompanie zurief; auch Filmtitel); damals war ich noch ein junger H.; ein feiner H. (1. gut gekleideter Mann; 2. jmd., auf den man sich verlassen kann; feiner Kerl); der neue Trainer gilt als harter H. (ugs.; als Anhänger harter Trainingsmethoden); er ist ein krummer H. (zwielichtiger, verdächtiger Bursche); als ich in Not war, kam mir kein H. (niemand) zu Hilfe;

b)(abwertend) gemeiner Mann, Lump, Schurke: du [verfluchter, gottverdammter] H.!



3. (Bergmannsspr.) kleiner kastenförmiger Förderwagen: den H. mit Erz beladen.
Hund  

n.
<m. 1>
1 Angehöriger einer Familie weltweit verbreiteter, kleiner bis mittelgroßer Raubtiere mit gut ausgebildetem Geruchs- u. Gehörsinn, werden in der Gefangenschaft rasch zahm: Canidae; <i.e.S.> = Haushund: Canis familiaris; <umg.> Kerl, Bursche; gemeiner Kerl; der ~! der gemeine Kerl;
2 ;anschlagen: der ~ schlägt an, gibt Laut; den Letzten beißen die ~e der Letzte muss die Zeche zahlen, der Letzte muss für alle einstehen; ~e, die bellen, beißen nicht <Sprichw.> wer mit etwas droht, tut es nicht; hervorlocken: damit lockt man keinen ~ hinterm Ofen hervor damit kann man niemanden reizen, verlocken; der ~ heult, kläfft, winselt; hinausjagen: bei dem Wetter jagt man keinen ~ hinaus, vor die Tür das Wetter ist so schlecht, dass man nicht ausgehen mag; von ihm nimmt kein ~ ein Stück Brot er wird von allen verachtet, gemieden;
3 ;er ist ein armer ~; da liegt der ~ begraben! das ist die Quelle des Übels, der Kern der (unangenehmen) Angelegenheit; Vorsicht, bissiger ~! (Warnungstafel); das ist ein dicker ~! <fig.; umg.> ein grober Fehler; eine unangenehme Sache, eine schwierige Angelegenheit; der ~ ist auf den Mann dressiert greift Eindringlinge auf Zuruf an; er ist ein falscher, fauler, feiger ~; er steht da wie ein geprügelter ~ beschämt; er ist ein gerissener ~; der Große ~, der Kleine ~ zwei Sternbilder; scharfer, wachsamer ~; ein toter ~ beißt nicht mehr vor Toten ist man sicher;
4 jmdn. auf den ~ bringen <fig.; umg.> jmdn. zugrunde richten; auf den ~ kommen <fig.; umg.> gesundheitl. schwach u. elend werden, moralisch sinken, wirtschaftlich zugrunde gehen; er ist mit allen ~en gehetzt <fig.; umg.> in allen Schlichen u. Tricks erfahren, schlau, durchtrieben; vor die ~e gehen <fig.; umg.> zugrunde gehen; jmdn. wie einen ~ behandeln jmdn. schlecht, menschenunwürdig behandeln; frieren wie ein (junger) ~ sehr frieren; er lebt wie ein ~ sehr kärglich, kümmerlich, schlecht; sie leben wie ~ und Katze miteinander sie vertragen sich nicht, können sich nicht ausstehen; er läuft ihr nach wie ein ~ [<ahd. hunt, engl. hound, got. hunds <germ. *hunda-; zu idg. *kuon-]
[Hund1]
[Hundes, Hunds, Hunde, Hunden]

n.
<m. 1; Bgb.> kleiner Förderwagen; oV Hunt [<slowen. hyntow, ungar. hintó]
[Hund2]
[Hundes, Hunds, Hunde, Hunden]