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Hut  

1Hut, der; -[e]s, Hüte [mhd., ahd. huot, eigtl. = der Schützende, Bedeckende, zu 2↑ Hut ]:

1.aus einem geformten Kopfteil bestehende, meist mit Krempe versehene Kopfbedeckung: ein eleganter H.; ein H. mit breiter Krempe; sich eine Feder an den H. stecken; [für jmdn., etw.] den H. herumgehen lassen ([für jmdn., etw.] in einer Versammlung o. Ä. Geld sammeln, indem man einen Hut herumgehen lässt, in den jeder das von ihm gespendete Geld legt); er war schon in H. und Mantel (bereit zum Ausgehen);

R da geht einem der H. hoch (ugs.; das macht einen wütend, rasend); H. ab! (ugs.; alle Achtung, allen Respekt!);
mit dem -e in der Hand kommt man durch das ganze Land (wer höflich ist [u. stets den Hut zum Gruße zieht], erreicht viel);

*ein alter H. (ugs.; etwas Altbekanntes, längst nicht mehr Neues); den/seinen H. nehmen [müssen] (ugs.; aus dem Amt scheiden, zurücktreten [müssen]); den H. in den Ring werfen (seine Kandidatur anmelden; LÜ von engl. to throw one's hat in the ring); vor jmdm., etw. den H. ziehen (vor jmdm., etw. alle Achtung haben, jmdm., einer Sache seinen Respekt nicht versagen können); sich <Dat.> etw. an den H. stecken können (ugs.; etw. behalten können [weil der Sprecher es nicht haben will, es verächtlich zurückweist o. Ä.]; H. u., viell. ist gemeint, dass man etwas als so wertlos ansieht wie eine Feder, eine Blume oder dergleichen, die man sich als Schmuck an den Hut steckt): sein Geld kann er sich an den H. stecken, das interessiert mich überhaupt nicht; mit jmdm., etw. nichts am H. haben (ugs.; vgl. Sinn 3 a ); jmdm. eins auf den H. geben (ugs.; jmdm. einen Verweis, eine Rüge erteilen); eins auf den H. kriegen, bekommen (ugs.; einen Verweis, eine Rüge erhalten); etw. aus dem H. machen (ugs.; etw. unvorbereitet machen, improvisieren; wahrsch. in Anspielung auf Zauberkünstler, die aus ihrem Hut Tiere o. Ä. hervorzaubern); etw. aus dem H. ziehen/zaubern (ugs.; etw. [überraschend] hervorbringen, herbeischaffen); unter einen H. bringen (ugs.; einigen; in Einklang, Übereinstimmung bringen): es ist schwer, so viele Interessen unter einen H. zu bringen; unter einen H. kommen (ugs.; einig werden, übereinkommen).


2.(Bot.) hut- od. schirmförmiger oberer Teil der Hutpilze.


2Hut, die; - [mhd. huote, ahd. huota = Bewachung, Behütung, Obhut, urspr. = Schutz, Bedeckung] (geh.): Schutz, schützende Aufsicht, Obhut: das Kind ist bei ihr in bester H.;

*[vor jmdm., etw.] auf der H. sein ([vor jmdm., etw.] vorsichtig sein, sich in Acht nehmen; Soldatenspr., eigentl. = auf Wache im Felde außerhalb des Heerlagers stehen).
Hut  

Hut, der; -[e]s, Hüte (Kopfbedeckung)

Hut, die; - (geh. für Schutz, Aufsicht); auf der Hut sein
Hut  

Kappe, Kopfbedeckung, Mütze, Südwester; (ugs.): Bibi, Bombe, Koks; (ugs. scherzh.): Dunstkiepe; (salopp): Deckel; (landsch. abwertend): Speckdeckel; (veraltend): Trotteur; (landsch. veraltend): Dohle; (scherzh., sonst veraltet): Chapeau; (früher): Matelot; (hist.): Petasos.
[1Hut]
[Hutes, Huts, Hute, Hüte, Hüten]

Abschirmung, Behütetheit, Fürsorge, Fürsorglichkeit, Geborgenheit, Schutz, Sicherheit; (geh.): Obhut.
[2Hut]
[Hutes, Huts, Hute, Hüte, Hüten]
Hut  

1Hut, der; -[e]s, Hüte [mhd., ahd. huot, eigtl. = der Schützende, Bedeckende, zu 2↑ Hut]:

1.aus einem geformten Kopfteil bestehende, meist mit Krempe versehene Kopfbedeckung: ein eleganter H.; ein H. mit breiter Krempe; sich eine Feder an den H. stecken; [für jmdn., etw.] den H. herumgehen lassen ([für jmdn., etw.] in einer Versammlung o. Ä. Geld sammeln, indem man einen Hut herumgehen lässt, in den jeder das von ihm gespendete Geld legt); er war schon in H. und Mantel (bereit zum Ausgehen);

Rda geht einem der H. hoch (ugs.; das macht einen wütend, rasend); H. ab! (ugs.; alle Achtung, allen Respekt!);
mit dem -e in der Hand kommt man durch das ganze Land (wer höflich ist [u. stets den Hut zum Gruße zieht], erreicht viel);

*ein alter H. (ugs.; etwas Altbekanntes, längst nicht mehr Neues); den/seinen H. nehmen [müssen] (ugs.; aus dem Amt scheiden, zurücktreten [müssen]); den H. in den Ring werfen (seine Kandidatur anmelden; LÜ von engl. to throw one's hat in the ring); vor jmdm., etw. den H. ziehen (vor jmdm., etw. alle Achtung haben, jmdm., einer Sache seinen Respekt nicht versagen können); sich <Dat.> etw. an den H. stecken können (ugs.; etw. behalten können [weil der Sprecher es nicht haben will, es verächtlich zurückweist o. Ä.]; H. u., viell. ist gemeint, dass man etwas als so wertlos ansieht wie eine Feder, eine Blume oder dergleichen, die man sich als Schmuck an den Hut steckt): sein Geld kann er sich an den H. stecken, das interessiert mich überhaupt nicht; mit jmdm., etw. nichts am H. haben (ugs.; vgl. Sinn 3 a); jmdm. eins auf den H. geben (ugs.; jmdm. einen Verweis, eine Rüge erteilen); eins auf den H. kriegen, bekommen (ugs.; einen Verweis, eine Rüge erhalten); etw. aus dem H. machen (ugs.; etw. unvorbereitet machen, improvisieren; wahrsch. in Anspielung auf Zauberkünstler, die aus ihrem Hut Tiere o. Ä. hervorzaubern); etw. aus dem H. ziehen/zaubern (ugs.; etw. [überraschend] hervorbringen, herbeischaffen); unter einen H. bringen (ugs.; einigen; in Einklang, Übereinstimmung bringen): es ist schwer, so viele Interessen unter einen H. zu bringen; unter einen H. kommen (ugs.; einig werden, übereinkommen).


2.(Bot.) hut- od. schirmförmiger oberer Teil der Hutpilze.


2Hut, die; - [mhd. huote, ahd. huota = Bewachung, Behütung, Obhut, urspr. = Schutz, Bedeckung] (geh.): Schutz, schützende Aufsicht, Obhut: das Kind ist bei ihr in bester H.;

*[vor jmdm., etw.] auf der H. sein ([vor jmdm., etw.] vorsichtig sein, sich in Acht nehmen; Soldatenspr., eigentl. = auf Wache im Felde außerhalb des Heerlagers stehen).
Hut  

n.
<m. 1u> Kopfbedeckung mit Krempe für Männer u. Frauen (Damen~, Filz~, Stroh~, Herren~); Oberteil des Pilzes; runder, hohler Gegenstand als Deckel, Gegenstand in Kegel- oder Kegelstumpfform (Finger~, Zucker~); den ~ (vor jmdm.) abnehmen (als Gruß); hochgehen: da geht einem ja der ~ hoch! da verliert man die Geduld, das ist ja empörend!; den ~ ziehen; das ist ein alter ~ <fig.> eine längst bekannte Sache, eine alte Geschichte; ~ ab vor ihm, vor dieser Leistung! vor ihm, davor muss man Respekt haben!; steig mir doch am (= auf den) ~! <bair.> lass mich in Frieden!; das kannst du dir an den ~ stecken! das kannst du behalten, das will ich nicht haben, das brauche ich nicht; damit hab ich nichts am ~ <fig.; umg.> damit habe ich nichts im Sinne, das interessiert mich nicht; an den ~ tippen (als angedeuteter Gruß); eins auf den ~ bekommen <fig.; umg.> gerügt werden; mehrere Leute unter einen ~ bringen <fig.> zu gemeinsamer Ansicht, gemeinsamem Handeln bringen; mehrere Dinge (Pläne, Vorhaben, Programmpunkte) unter einen ~ bringen miteinander harmonisch vereinigen; [<ahd. huot, engl. hat „Hut“ u. hood „Haube“; Hut2]
[Hut1]
[Hutes, Huts, Hute, Hüte, Hüten]

n.
<f.; -; unz.> Obhut, Schutz, Geborgenheit; Vorsicht, Begleitmannschaft (Vor~, Nach~); <mdt.> Weiderecht, Weideland; gehütetes Vieh; (vor etwas od. jmdm.) auf der ~ sein sich in Acht nehmen, vorsichtig u. misstrauisch sein; in guter, sicherer ~ sein; jmdn. in guter ~, in jmds. ~ wissen [<ahd. huota „Aufsicht, Fürsorge“; zu germ. *hod- <idg. *kadh- „hüten, schützend bedecken“; Hut1]
[Hut2]
[Hutes, Huts, Hute, Hüte, Hüten]