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irre  

1Ịr|re, der u. die; -n, -n <Dekl. ↑ Abgeordnete > (Psych., Med. veraltet, sonst salopp): an einer Psychose erkrankter Mensch: wie ein -r (ugs.; sehr schnell, sehr viel) arbeiten; wir gelten als arme I. (salopp; bedauernswerte, nicht ernst zu nehmende Menschen).

2Ịr|re [mhd. irre = Verirrung; Irrfahrt]: in den Wendungen in die I. gehen (geh.; sich verirren: die Wanderer sind in die I. gegangen. sich irren: mit dieser Ansicht gehen sie völlig in die I.); jmdn. in die I. führen, locken (geh.; jmdn. auf einen falschen Weg, in eine falsche Richtung führen, locken: sie versuchten, die Soldaten in die I. zu locken. jmdn. irreführen, täuschen: solche Redner führen das Volk nur in die I.; du darfst dich nicht durch ihre Reden in die I. führen lassen).ịr|re <Adj.> [mhd. irre, ahd. irri = verirrt; verwirrt; erzürnt, urspr. = sich schnell, heftig od. ziellos bewegend]:

1.(Psych., Med. veraltet, sonst salopp) an einer Psychose leidend, für sie kennzeichnend, auf ihr beruhend.


2.(salopp) a)vom Üblichen abweichend u. auf unvorhergesehene Weise ausgefallen, merkwürdig: Las Vegas war für sie eine i. Stadt; er ist schon ein -r Typ!; sie färben sich die Haare in den irrsten Farben; das ist ja i.!;

b)sehr groß, stark: eine i. Angst, Hitze; ein -s Geschrei; ein -r Schmerz;

c)<intensivierend bei Adj. u. Verben> sehr, in höchstem Maße, außerordentlich: es war i. heiß in der Telefonzelle; der Film war i. spannend, komisch.

irre  

Ịr|re, die; -; in die Irre gehen

Ịr|re, der und die; -n, -n (ugs. veraltend)ịr|re, ịrr; irr[e] sein; vgl. aber irreführen, irregehen, irreleiten, irremachen, irrereden, irrewerden
[irr;]
irre  


1. a) ausgefallen, außergewöhnlich, bemerkenswert, besonders, bizarr, eigenwillig, eindrucksvoll, einmalig, einzigartig, exotisch, extravagant, grotesk, herausragend, markant, merkwürdig, nicht alltäglich, originell, phänomenal, sensationell, spektakulär; (bildungsspr.): exzeptionell, skurril, unkonventionell; (ugs.): schrullig, verrückt; (emotional): gewaltig.

b) sehr.

2.

Sprachtipp:
Das Adjektiv irre sollte im öffentlichen Sprachgebrauch nicht mehr auf Menschen bezogen werden, die geistig oder psychisch krank sind. Hier können die entsprechenden neutralen oder fachsprachlichen Bezeichnungen Verwendung finden, so etwa geistig behindert oder psychotisch.



[irre]
[Irren]
irre  

1Ịr|re, der u. die; -n, -n <Dekl. ↑ Abgeordnete> (Psych., Med. veraltet, sonst salopp): an einer Psychose erkrankter Mensch: wie ein -r (ugs.; sehr schnell, sehr viel) arbeiten; wir gelten als arme I. (salopp; bedauernswerte, nicht ernst zu nehmende Menschen).

2Ịr|re [mhd. irre = Verirrung; Irrfahrt]: in den Wendungen in die I. gehen (geh.; sich verirren: die Wanderer sind in die I. gegangen. sich irren: mit dieser Ansicht gehen sie völlig in die I.); jmdn. in die I. führen, locken (geh.; jmdn. auf einen falschen Weg, in eine falsche Richtung führen, locken: sie versuchten, die Soldaten in die I. zu locken. jmdn. irreführen, täuschen: solche Redner führen das Volk nur in die I.; du darfst dich nicht durch ihre Reden in die I. führen lassen).ịr|re <Adj.> [mhd. irre, ahd. irri = verirrt; verwirrt; erzürnt, urspr. = sich schnell, heftig od. ziellos bewegend]:

1.(Psych., Med. veraltet, sonst salopp) an einer Psychose leidend, für sie kennzeichnend, auf ihr beruhend.


2.(salopp)
a)vom Üblichen abweichend u. auf unvorhergesehene Weise ausgefallen, merkwürdig: Las Vegas war für sie eine i. Stadt; er ist schon ein -r Typ!; sie färben sich die Haare in den irrsten Farben; das ist ja i.!;

b)sehr groß, stark: eine i. Angst, Hitze; ein -s Geschrei; ein -r Schmerz;

c)<intensivierend bei Adj. u. Verben> sehr, in höchstem Maße, außerordentlich: es war i. heiß in der Telefonzelle; der Film war i. spannend, komisch.

irre  

[mhd. irre= Verirrung; Irrfahrt]: in den Wendungen in die I. gehen (geh.; 1. sich verirren: die Wanderer sind in die I. gegangen. 2. sich irren: mit dieser Ansicht gehen sie völlig in die I.); jmdn. in die I. führen, locken (geh.; 1. jmdn. auf einen falschen Weg, in eine falsche Richtung führen, locken: sie versuchten, die Soldaten in die I. zu locken. 2. jmdn. irreführen, täuschen: solche Redner führen das Volk nur in die I.; du darfst dich nicht durch ihre Reden in die I. führen lassen).Adj. [mhd. irre, ahd. irri= verirrt; verwirrt; erzürnt, urspr.= sich schnell, heftig od. ziellos bewegend]: 1. a) psychotisch wirkend, verstört: ein -r Blick; ein -es Grinsen; b) (ugs. veraltend) psychotisch: ein -r Patient; jmdn. für i. halten; c) in seiner Erregung völlig durcheinander gebracht, wie von Sinnen: ein -r Schamane; sich wie i. gebärden; er war i. vor Angst, Schmerz. 2. (salopp) a) vom Üblichen abweichend u. auf unvorhergesehene Weise ausgefallen, merkwürdig: Las Vegas war für sie eine i. Stadt; es ist schon ein -r Typ!; sie färben sich die Haare in den irrsten Farben; das ist ja i.!; b) sehr groß, stark: eine i. Angst, Hitze; ein -s Geschrei; ein -r Schmerz; c) [intensivierend bei Adj. u. Verben] sehr, in höchstem Maße, außerordentlich: es war i. heiß in der Telefonzelle; der Film war i. spannend, komisch.
irre  

n.
<f. 19; unz.> Weglosigkeit, falscher Weg, falsche Richtung; <fast nur in den Wendungen> in die ~ fahren, führen, gehen
['Ir·re]
[Irren]

n.
<f. 30 (m. 29)> Geisteskranke(r); du armer Irrer! <umg.> (Beschimpfung); wie ein Irrer fahren, laufen <umg.> übermäßig schnell;
['Ir·re(r)]
[Irren]n.
<Adj.> unsicher, zweifelnd, verwirrt; irrsinnig, geistesgestört; oV irr; <umg.> sehr ungewöhnlich, toll, großartig; <adv.> ungemein, sehr; eine ~ Idee; das schmeckt ~ gut; ein ~r Blick; mit ~r Geschwindigkeit fahren <umg.> unvernünftig schnell; ~ sein irrsinnig, geistesgestört; ~ werden den Verstand verlieren, in geistige Umnachtung verfallen; der Redner wurde ~ kam aus dem Konzept, verlor den Faden; an jmdm. ~ werden/ irrewerden an jmdm. zweifeln, verzweifeln; irr, ~ vor Angst [<ahd. irri „verirrt, verwirrt, erzürnt“, got. airzeis „verirrt, verführt“; zu idg. *er(e)s- „sich (schnell, heftig oder ziellos) bewegen“]
['ir·re]
[irren]