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Joch  

Jọch, das; -[e]s, -e [mhd. joch, ahd. joh, eigtl. = Zusammenbindendes]:

1.auf der Stirn bzw. dem Nacken aufliegender Teil des Geschirrs (2) (bei als Zugtieren eingespannten Ochsen od. Kühen): einem Ochsen das J. auflegen, abnehmen; die Kühe ins, unters J. spannen;

*kaudinisches J. (bildungsspr.; schimpfliche Demütigung; nach dem aus Speeren gebildeten Joch, durch das die 321 v. Chr. bei Caudium [zw. Capua u. Benevent in Kampanien] geschlagenen Römer schreiten mussten).


2.<Pl. selten> (geh.) etw., dem man unterworfen u. wodurch die eigene Freiheit stark eingeschränkt ist: (scherzh.:) das J. der Ehe; ein schweres, drückendes J. zu tragen haben; jmdm. ein schweres J. auferlegen; das J. der Fremdherrschaft abschütteln; jmdn. unter ein J. zwingen.


3.Gespann (von 2 Ochsen od. Kühen): 2 J. Ochsen.


4.altes (in Österreich noch übliches) Feldmaß von 30 bis 55 Ar, entsprechend der Größe eines Feldstücks, das mit einem Gespann Ochsen an einem Tag gepflügt werden kann: viele tausend J. Land.


5.kurz für ↑ Tragjoch .


6. (Geogr.) Einsattelung im Kamm eines Gebirges; Pass: im Winter sind die hoch gelegenen -e nicht passierbar.


7.(Archit.) a)(in durch Pfeiler od. Säulen gegliederten Räumen) jeweils durch vier Stützen gebildete räumliche Einheit; Travée;

b)durch senkrechte Gliederung einer Wand zustande gekommene, sich mehrfach wiederholende Fläche.



8.(Bauw.) a)Abschnitt zwischen zwei Brückenpfeilern;

b)Zwischenpfeiler bei Holzbrücken;

c)hölzerner Rahmen zum Abstützen beim Ausbau von Schächten u. Stollen besonders im Tunnel- u. Bergbau.



9.(selten) Jochbein.
Joch  

Jọch, das; -[e]s, -e ( auch ein älteres Feldmaß); 9 Joch Acker, 3 Joch Ochsen
Joch  

Anstrengung, Ballast, Belastung, Druck, Elend, Kreuz, Kummer, Last, Leid, Mühe, Problem, Qual, Schmerz, Sorge; (geh.): Beschwernis, Bürde, Geißel, Mühsal, Pein; (bildungsspr.): Krux.
[Joch]
[Joches, Jochs, Joche, Jochen]
Joch  

Jọch, das; -[e]s, -e [mhd. joch, ahd. joh, eigtl. = Zusammenbindendes]:

1.auf der Stirn bzw. dem Nacken aufliegender Teil des Geschirrs (2) (bei als Zugtieren eingespannten Ochsen od. Kühen): einem Ochsen das J. auflegen, abnehmen; die Kühe ins, unters J. spannen;

*kaudinisches J. (bildungsspr.; schimpfliche Demütigung; nach dem aus Speeren gebildeten Joch, durch das die 321 v. Chr. bei Caudium [zw. Capua u. Benevent in Kampanien] geschlagenen Römer schreiten mussten).


2.<Pl. selten> (geh.) etw., dem man unterworfen u. wodurch die eigene Freiheit stark eingeschränkt ist: (scherzh.:) das J. der Ehe; ein schweres, drückendes J. zu tragen haben; jmdm. ein schweres J. auferlegen; das J. der Fremdherrschaft abschütteln; jmdn. unter ein J. zwingen.


3.Gespann (von 2 Ochsen od. Kühen): 2 J. Ochsen.


4.altes (in Österreich noch übliches) Feldmaß von 30 bis 55 Ar, entsprechend der Größe eines Feldstücks, das mit einem Gespann Ochsen an einem Tag gepflügt werden kann: viele tausend J. Land.


5.kurz für ↑ Tragjoch.


6. (Geogr.) Einsattelung im Kamm eines Gebirges; Pass: im Winter sind die hoch gelegenen -e nicht passierbar.


7.(Archit.)
a)(in durch Pfeiler od. Säulen gegliederten Räumen) jeweils durch vier Stützen gebildete räumliche Einheit; Travée;

b)durch senkrechte Gliederung einer Wand zustande gekommene, sich mehrfach wiederholende Fläche.



8.(Bauw.)
a)Abschnitt zwischen zwei Brückenpfeilern;

b)Zwischenpfeiler bei Holzbrücken;

c)hölzerner Rahmen zum Abstützen beim Ausbau von Schächten u. Stollen besonders im Tunnel- u. Bergbau.



9.(selten) Jochbein.
Joch  

n.
<n. 11> Teil des Geschirrs für Ochsen, der über der Stirn od. dem Nacken liegt; ein Gespann Ochsen; Feldmaß, so viel Land, wie man an einem Tage mit einem J. Ochsen umpflügen kann; → a. Juchart, Juchert; hölzerne Stütze mit Querbalken, Tragbalken (Glocken~); Teil der Brücke von einem Pfeiler zum andern (Brücken~); durch vier Pfeiler od. Säulen begrenzter, überwölbter Teil eines Kirchenraumes; Schultertrage für Eimer; Bergsattel; Eisenkörper, in dem sich die magnet. Feldlinien ohne größeren Widerstand schließen können; (magnetisches ~); <fig.> Dienstbarkeit, Unterwerfung; schwere Last, Zustand drückender, schwerer Arbeit; das ~ der Ehe <scherzh.>; das ~ (der Sklaverei o.Ä.) abschütteln; im ~ gehen <a. fig.>; Ochsen, <fig.> jmdn. ins ~ spannen; sich unter jmds. ~ beugen <fig.> sich demütigen, sich jmdm. unterwerfen; unter dem ~ (der Fremdherrschaft o.Ä.) seufzen [<ahd. joh, engl. yoke, got. juk; zu idg. ieug- „zusammenjochen“; zu ieu- „verbinden“; Juchart; verwandt mit Joga]
[Joch]
[Joches, Jochs, Joche, Jochen]