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Kapelle  

1Ka|pẹl|le die; -, -n <lat.-mlat.>:

1.kleines [privates] Gotteshaus ohne Gemeinde.


2.abgeteilter Raum für Gottesdienste in einer Kirche od. einem Wohngebäude


2Ka|pẹl|le die; -, -n <lat.-mlat.-it.>:
a)(im Mittelalter) ein Sängerchor in der Kirche, der die reine Gesangsmusik pflegte; vgl. a cappella;

b)Musikergruppe, Instrumentalorchester


3Ka|pẹl|le, auch: Kupelle die; -, -n <lat.-mlat.-fr.>: Tiegel aus Knochenasche zum Untersuchen von silberhaltigem Blei, in dem das Silber nach dem Schmelzen des Bleis zurückbleibt
Kapelle  

1Ka|pẹl|le, die; -, -n [1: mhd. kap(p)elle, ahd. kapella < mlat. cap(p)ella="kleines" Gotteshaus, eigtl.="kleiner" Mantel (zu spätlat. cappa="Mantel" mit Kapuze, ↑ Kappe ), zuerst vom Aufbewahrungsort des Mantels des hl. Martin (Bischof von Tours, etwa 316-397) im merowingischen Frankenreich, später auf alle kleineren Gotteshäuser übertr.]:

1.kleineres, einfaches, meist nur für eine Andacht u. nicht für regelmäßige Gottesdienste einer Gemeinde bestimmtes Gotteshaus.


2.abgeteilter Raum in einer größeren Kirche od. einem größeren profanen Gebäude (z. B. Schloss, Krankenhaus) für Gottesdienste, Taufen o. Ä.


2Ka|pẹl|le, die; -, -n [ital. cappella = Musikergesellschaft, eigtl. = Musiker- u. Sängerchor in einer Schlosskapelle]:

1.(im MA.) Sängerchor in der Kirche, der die reine Gesangsmusik pflegt.


2. kleineres Orchester, das bes. Unterhaltungs- u. Tanzmusik spielt.
Kapelle  

Ka|pẹl|le, die; -, -n <lat.> (kleiner kirchl. Raum; Orchester)

Ka|pẹl|le, älter Ku|pẹl|le, die; -, -n <lat.> (fachspr. für Tiegel)
[Kupelle]
Kapelle  

Gotteshaus, kleine Kirche; (Kunstwiss.): Karner.
[1Kapelle]
[Kapellen]

Band, Ensemble, Gruppe, [kleines] Orchester, Musikgruppe, Truppe.
[2Kapelle]
[Kapellen]
Kapelle  

1Ka|pẹl|le, die; -, -n [1: mhd. kap(p)elle, ahd. kapella < mlat. cap(p)ella="kleines" Gotteshaus, eigtl.="kleiner" Mantel (zu spätlat. cappa="Mantel" mit Kapuze, ↑ Kappe), zuerst vom Aufbewahrungsort des Mantels des hl. Martin (Bischof von Tours, etwa 316-397) im merowingischen Frankenreich, später auf alle kleineren Gotteshäuser übertr.]:

1.kleineres, einfaches, meist nur für eine Andacht u. nicht für regelmäßige Gottesdienste einer Gemeinde bestimmtes Gotteshaus.


2.abgeteilter Raum in einer größeren Kirche od. einem größeren profanen Gebäude (z. B. Schloss, Krankenhaus) für Gottesdienste, Taufen o. Ä.


2Ka|pẹl|le, die; -, -n [ital. cappella = Musikergesellschaft, eigtl. = Musiker- u. Sängerchor in einer Schlosskapelle]:

1.(im MA.) Sängerchor in der Kirche, der die reine Gesangsmusik pflegt.


2. kleineres Orchester, das bes. Unterhaltungs- u. Tanzmusik spielt.
Kapelle  

n.
<f. 19> kleines Gotteshaus (Schloss~, Wallfahrts~); abgeteilter Raum für gottesdienstliche Handlungen (Grab~, Tauf~) [<ahd. kapella <mlat. cap(p)ella „kleines Gotteshaus“, eigtl. „kleiner Mantel“, Verkleinerungsform zu lat. cappa „Art Kopfbedeckung, Mantel mit Kapuze“; nach dem Mantel des hl. Martin von Tours, der zur Zeit der fränkischen Könige als Reliquie in einem Heiligtum aufbewahrt wurde, das nach ihm seinen Namen erhielt; → a. Kappe]
[Ka'pel·le1]
[Kapellen]

n.
<f. 19; Mus.; urspr.> Kirchenchor; <heute> Gruppe von Musikern, kleines Orchester (Musik~, Tanz~, Militär~) [<ital. cappella „Musikergesellschaft“, urspr. Musiker u. Sängerchor, die bei festlichen Anlässen von einem Fürsten in seiner Schlosskapelle versammelt wurden; Kapelle1]
[Ka'pel·le2]
[Kapellen]

n.
<f. 19> geschlossener Raum mit Abzug zum Untersuchen gesundheitsschädlicher Stoffe; <auch> Tiegel aus Knochenasche zum Untersuchen von silberhaltigem Blei; oV Kupelle [Vermischung aus mlat. capella „Deckel der Destillierblase“ mit mlat. cupella „Probiertiegel“]
[Ka'pel·le3]
[Kapellen]