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Karte  

Kạr|te, die; -, -n [spätmhd. karte = steifes Blatt Papier < frz. carte < lat. charta < griech. chártēs="Blatt" der ägypt. Papyrusstaude, daraus zubereitetes Papier, dünnes Blatt usw.; wohl aus dem Ägypt.]:

1.rechteckiges Blatt aus dünnem Karton, das verschiedene Funktionen erfüllt, z. B. für handschriftliche od. maschinelle Eintragungen, Lochungen o. Ä. verwendet wird: -n [im Format] DIN A 6;

*die Gelbe K. (bes. Fußball; Karte in gelber Farbe, die vom Schiedsrichter nach einem Foul als optisches Zeichen für die Verwarnung eines Spielers in die Höhe gehalten wird); die Rote K. (bes. Fußball; Karte in roter Farbe, die vom Schiedsrichter nach einem groben Foul o. Ä. als optisches Zeichen für das Verweisen eines Spielers vom Spielfeld in die Höhe gehalten wird); die Gelb-Rote K. (Fußball; Ampelkarte); die grüne K. (Verkehrsw.; vom Versicherungsverband ausgestellter Ausweis in grüner Farbe, mit dem ein Kraftfahrer z. B. beim Grenzübertritt nachweist, dass er ordnungsgemäß haftpflichtversichert ist).


2.kurz für Ansichtskarte, Postkarte: eine K. aus dem Urlaub schicken.


3.a)kurz für Visitenkarte: sie tauschten ihre -n aus;

b)kurz für Einladungskarte, Verlobungskarte o. Ä.;

c)kurz für Speisekarte: nach der K. essen (nicht das angebotene Menü nehmen, sondern Einzelgerichte aus der Speisekarte bestellen).



4.a)kurz für Fahrkarte, Flugkarte;

b)kurz für Eintrittskarte: -n für die Oper bestellen;

c)kurz für Lebensmittelkarte: auch Brot gab es nur auf -n.



5.a)Spielkarte: ein Spiel, Satz -n; gute -n in/(Jargon:) auf der Hand haben; die -n neu mischen; -n spielen (ein Kartenspiel spielen);

R diese K. sticht nicht [mehr] (diese Androhung hat keine Wirkung, das Argument überzeugt nicht [mehr]);


*wissen, wie die -n fallen (kommende Ereignisse vorausahnen); die/seine -n aufdecken/[offen] auf den Tisch legen/offen legen (seine Absichten, Pläne enthüllen [u. dabei die vorhandenen eigenen Mittel u. Möglichkeiten offenbaren]); alle -n in der Hand haben (über alle [Macht]mittel u. Möglichkeiten verfügen); die letzte K. ausspielen (mit dem letzten Mittel noch einmal den Versuch machen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen); jmdm. die -n legen/(landsch.:) schlagen (aus den Karten jmds. angebliches Schicksal voraussagen u. deuten); alles auf eine K. setzen (alles riskieren); auf die falsche K. setzen (eine Sache unterstützen, die sich als falsch od. erfolglos erweist); jmdm. in die -n sehen/schauen/(ugs.:) gucken (heimlich in jmds. Pläne Einblick nehmen); sich <Dativ> nicht in die -n sehen/schauen/(ugs.:) gucken lassen (seine Absichten geheim zu halten wissen); mit gezinkten -n spielen (seine Pläne, Ziele mit unlauteren Mitteln verfolgen); mit offenen/verdeckten -n spielen (etw. offen u. ohne Hintergedanken/mit heimlichen Nebenabsichten tun);

b)<o. Pl.> vollständiges, zusammengehörendes Spiel von Spielkarten; Kartenspiel (2) : die französische K. (Kartenspiel mit den Farben Kreuz, Pik, Cœur u. Karo); die deutsche K. (Kartenspiel mit den Farben Eicheln, Grün, Herz u. Schellen); eine K. besteht aus 32 oder 52 Blättern;

c)<o. Pl.> bestimmte Anzahl von Spielkarten, die zu einem Kartenspiel gehören od. die an die einzelnen Spieler ausgegeben wurden: eine gute K., schlechte -n haben; ich habe heute keine K. (Jargon; ganz schlechte Karten).



6.kurz für Landkarte, Himmelskarte, Sternkarte: eine physikalische (die natürlichen Formen, Ebenen, Gebirge usw. in der Farbgebung herausarbeitende), eine politische (viele Ortschaften sowie die Staaten u. ihre Grenzen verzeichnende), eine historische (historische, ehemalige Verhältnisse, Gegebenheiten verzeichnende) K.; die K. von Europa; eine K. ausbreiten, zusammenfalten; -n zeichnen; etw. in eine K. eintragen.


7.(EDV) kurz für ↑ Steckkarte .


8.kurz für Scheckkarte, Kreditkarte o. Ä.: zahlen Sie bar oder mit [der] K.?
Karte  

Kạr|te, die; -, -n; alles auf eine Karte setzen; die Gelbe od. gelbe Karte, die Rote od. rote Karte (Sport; zur Klein- od. Großschreibung der Adjektive ↑ K 54
Karte  


1. Ansichtskarte, Postkarte.

2. Speisekarte; (veraltet): Menü.

3. a) Fahrausweis, Fahrkarte, Fahrschein, Ticket; (schweiz., sonst veraltet): Billett.

b) Einlasskarte, Eintrittskarte, Ticket; (schweiz., sonst veraltet): Billett.

4. Blatt, Spielkarte.

5. Landkarte, Plan.

[Karte]
[Karten]
Karte  

Kạr|te, die; -, -n [spätmhd. karte = steifes Blatt Papier < frz. carte < lat. charta < griech. chártēs="Blatt" der ägypt. Papyrusstaude, daraus zubereitetes Papier, dünnes Blatt usw.; wohl aus dem Ägypt.]:

1.rechteckiges Blatt aus dünnem Karton, das verschiedene Funktionen erfüllt, z. B. für handschriftliche od. maschinelle Eintragungen, Lochungen o. Ä. verwendet wird: -n [im Format] DIN A 6;

*die Gelbe K. (bes. Fußball; Karte in gelber Farbe, die vom Schiedsrichter nach einem Foul als optisches Zeichen für die Verwarnung eines Spielers in die Höhe gehalten wird); die Rote K. (bes. Fußball; Karte in roter Farbe, die vom Schiedsrichter nach einem groben Foul o. Ä. als optisches Zeichen für das Verweisen eines Spielers vom Spielfeld in die Höhe gehalten wird); die Gelb-Rote K. (Fußball; Ampelkarte); die grüne K. (Verkehrsw.; vom Versicherungsverband ausgestellter Ausweis in grüner Farbe, mit dem ein Kraftfahrer z. B. beim Grenzübertritt nachweist, dass er ordnungsgemäß haftpflichtversichert ist).


2.kurz für Ansichtskarte, Postkarte: eine K. aus dem Urlaub schicken.


3.
a)kurz für Visitenkarte: sie tauschten ihre -n aus;

b)kurz für Einladungskarte, Verlobungskarte o. Ä.;

c)kurz für Speisekarte: nach der K. essen (nicht das angebotene Menü nehmen, sondern Einzelgerichte aus der Speisekarte bestellen).



4.
a)kurz für Fahrkarte, Flugkarte;

b)kurz für Eintrittskarte: -n für die Oper bestellen;

c)kurz für Lebensmittelkarte: auch Brot gab es nur auf -n.



5.
a)Spielkarte: ein Spiel, Satz -n; gute -n in/(Jargon:) auf der Hand haben; die -n neu mischen; -n spielen (ein Kartenspiel spielen);

Rdiese K. sticht nicht [mehr] (diese Androhung hat keine Wirkung, das Argument überzeugt nicht [mehr]);


*wissen, wie die -n fallen (kommende Ereignisse vorausahnen); die/seine -n aufdecken/[offen] auf den Tisch legen/offen legen (seine Absichten, Pläne enthüllen [u. dabei die vorhandenen eigenen Mittel u. Möglichkeiten offenbaren]); alle -n in der Hand haben (über alle [Macht]mittel u. Möglichkeiten verfügen); die letzte K. ausspielen (mit dem letzten Mittel noch einmal den Versuch machen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen); jmdm. die -n legen/(landsch.:) schlagen (aus den Karten jmds. angebliches Schicksal voraussagen u. deuten); alles auf eine K. setzen (alles riskieren); auf die falsche K. setzen (eine Sache unterstützen, die sich als falsch od. erfolglos erweist); jmdm. in die -n sehen/schauen/(ugs.:) gucken (heimlich in jmds. Pläne Einblick nehmen); sich <Dativ> nicht in die -n sehen/schauen/(ugs.:) gucken lassen (seine Absichten geheim zu halten wissen); mit gezinkten -n spielen (seine Pläne, Ziele mit unlauteren Mitteln verfolgen); mit offenen/verdeckten -n spielen (etw. offen u. ohne Hintergedanken/mit heimlichen Nebenabsichten tun);

b)<o. Pl.> vollständiges, zusammengehörendes Spiel von Spielkarten; Kartenspiel (2): die französische K. (Kartenspiel mit den Farben Kreuz, Pik, Cœur u. Karo); die deutsche K. (Kartenspiel mit den Farben Eicheln, Grün, Herz u. Schellen); eine K. besteht aus 32 oder 52 Blättern;

c)<o. Pl.> bestimmte Anzahl von Spielkarten, die zu einem Kartenspiel gehören od. die an die einzelnen Spieler ausgegeben wurden: eine gute K., schlechte -n haben; ich habe heute keine K. (Jargon; ganz schlechte Karten).



6.kurz für Landkarte, Himmelskarte, Sternkarte: eine physikalische (die natürlichen Formen, Ebenen, Gebirge usw. in der Farbgebung herausarbeitende), eine politische (viele Ortschaften sowie die Staaten u. ihre Grenzen verzeichnende), eine historische (historische, ehemalige Verhältnisse, Gegebenheiten verzeichnende) K.; die K. von Europa; eine K. ausbreiten, zusammenfalten; -n zeichnen; etw. in eine K. eintragen.


7.(EDV) kurz für ↑ Steckkarte.


8.kurz für Scheckkarte, Kreditkarte o. Ä.: zahlen Sie bar oder mit [der] K.?
Karte  

Karte, Menü, Speisekarte, Speisezettel
[Menü, Speisekarte, Speisezettel]
Karte  

n.
<f. 19>
1 steifes Blatt Papier in verschiedenen Größen u. zu verschiedenen Zwecken: im Format 15 x 10,5 cm für Mitteilungen durch die Post, mit od. ohne Bild (Ansichts~, Post~, Brief~), in kleinem Format als Bescheinigung für bezahlte Gebühr (Fahr~, Eintritts~, Kino~, Theater~) od. mit aufgedrucktem Namen des Besitzers (Besuchs~, Visiten~), in größerem Format als Liste von Speisen u. Getränken in Gasthäusern (Speise~, Wein~), mit aufgedruckten Zahlen u. Bildern für Kartenspiele (Spiel~), für Vermerke, Notizen, Namen in bestimmter Ordnung (Kartei~); zeichner. Darstellung eines Teils der von oben betrachteten Erdoberfläche (Land~, See~); Herr Ober, bitte die ~!
2 ein Spiel ~n alle zu einem Spiel gehörigen Karten;
3 seine ~ abgeben Besuchskarte; eine ~ abwerfen <Kart.> seine ~n aufdecken <fig.> die wahre Sachlage bekannt geben; die ~ aufschlagen Landkarte; eine ~ ausspielen <Kart.> eine ~ bekommen Ansichtskarte, Postkarte; ich habe (fürs Theater heute Abend) keine ~n mehr bekommen; sich eine ~ (für ein Konzert) besorgen; jmdm. die ~n legen Spielkarten auflegen u. daraus (angebl.) Charakter u. Zukunft deuten; die ~n mischen <Kart.> ~n schlagen aus Spielkarten weissagen; jmdm. eine ~ schreiben; ~n spielen; zur Hochzeit ~n verschicken (mit der Anzeige)
4 gute, schlechte ~n haben <Kart.> <fig.> gute, schlechte Aussichten auf Erfolg haben; physikalische, politische ~
5 alles auf eine ~ setzen <fig.> ein großes Risiko eingehen, sämtl. Reserven für eine Sache einsetzen; sich (nicht) in die ~n gucken lassen <fig.> seine Pläne (nicht) preisgeben; mit offenen ~n spielen <fig.> seine Pläne aufdecken, aufrichtig sein; nach der ~ essen sich ein Gericht auf der Speisekarte aussuchen; eine ~ von Deutschland [<spätmhd. karte <frz. carte „steifes Blatt“ <lat. charta „Papier“ <grch. chartes „Blatt der Papyrusstaude“, vermutl. <ägypt.]
['Kar·te]
[Karten]