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Knochen  

Knọ|chen, der; -s, - [mhd. knoche, zu: knochen = drücken, pressen, eigtl. = das, womit man gegen etw. schlägt, zu einem urspr. lautm. Verb, das mit ↑ knacken verwandt ist (vgl. mhd. knochen = drücken, pressen; engl. to knock = schlagen, stoßen)]:

1.a)harter, hauptsächlich aus Kalk bestehender Teil des Skeletts: schwere, feste, zierliche, kräftige K.; sich einen K. brechen; der K. ist gebrochen, ist wieder gut zusammengewachsen; jmdm. die K. zusammen-, kaputt schlagen (salopp; jmdn. verprügeln); die Wunde geht bis auf den K.;

R du kannst dir die K. nummerieren lassen (derb; Drohung, jmdn. heftig zu verprügeln);


*bis auf/in die K. (ugs.; bis ins Innerste, durch u. durch): wir wurden nass bis auf die K.; er war ein Nazi bis auf die K.;

b)Knochen (1 a) von Schlachttieren: der Fleischer löst den K. aus der Keule; aus den K. eine Suppe kochen; der Hund nagt an einem K.; ein Pfund Fleisch mit, ohne K.; das Fleisch fällt vom K. (ist sehr weich u. zart);

c)<o. Pl.> Knochensubstanz: Kalk wirkt K. bildend; eine aus K. geschnitzte Figur.



2.<Pl.> (ugs.) Glieder, Gliedmaßen: mir tun sämtliche K. weh; die alten K. (der alte Körper) wollen nicht mehr; hoffentlich hast du dir nicht die K. gebrochen; mit heilen K. (unversehrt) davonkommen;

*[für jmdn., für etw.] die/seine K. hinhalten (für eine gefährliche Sache einstehen, sich für jmdn., für etw. opfern); auf die K. gehen (ugs.; sehr anstrengend sein): diese Arbeit geht auf die K.; jmdm. in die K. fahren (jmdn. sehr berühren, von jmdm. stark gespürt werden): ihm war die Angst in die K. gefahren; jmdm. in den K. stecken/sitzen/liegen (von jmdm. noch gespürt werden, in jmdm. nachwirken): der Schreck steckt ihr noch tief in den K.


3.(ugs.) männliche Person, Kerl: er ist ein elender, fauler, zäher, reaktionärer, autoritärer K.; das kann man dem alten K. nicht mehr beibringen.


4.(ugs.) Schraubenschlüssel in Form eines Knochens mit zwei verdickten Enden.
Knochen  

Knọ|chen, der; -s, -
Knochen  

Gerippe, Skelett; (geh.): Gebeine; (salopp): Gräten; (südd., österr., schweiz., sonst veraltet): Beine; (Anat.): Os.
[Knochen]
[Knochens]
Knochen  

Knọ|chen, der; -s, - [mhd. knoche, zu: knochen = drücken, pressen, eigtl. = das, womit man gegen etw. schlägt, zu einem urspr. lautm. Verb, das mit ↑ knacken verwandt ist (vgl. mhd. knochen = drücken, pressen; engl. to knock = schlagen, stoßen)]:

1.
a)harter, hauptsächlich aus Kalk bestehender Teil des Skeletts: schwere, feste, zierliche, kräftige K.; sich einen K. brechen; der K. ist gebrochen, ist wieder gut zusammengewachsen; jmdm. die K. zusammen-, kaputt schlagen (salopp; jmdn. verprügeln); die Wunde geht bis auf den K.;

Rdu kannst dir die K. nummerieren lassen (derb; Drohung, jmdn. heftig zu verprügeln);


*bis auf/in die K. (ugs.; bis ins Innerste, durch u. durch): wir wurden nass bis auf die K.; er war ein Nazi bis auf die K.;

b)Knochen (1 a) von Schlachttieren: der Fleischer löst den K. aus der Keule; aus den K. eine Suppe kochen; der Hund nagt an einem K.; ein Pfund Fleisch mit, ohne K.; das Fleisch fällt vom K. (ist sehr weich u. zart);

c)<o. Pl.> Knochensubstanz: Kalk wirkt K. bildend; eine aus K. geschnitzte Figur.



2.<Pl.> (ugs.) Glieder, Gliedmaßen: mir tun sämtliche K. weh; die alten K. (der alte Körper) wollen nicht mehr; hoffentlich hast du dir nicht die K. gebrochen; mit heilen K. (unversehrt) davonkommen;

*[für jmdn., für etw.] die/seine K. hinhalten (für eine gefährliche Sache einstehen, sich für jmdn., für etw. opfern); auf die K. gehen (ugs.; sehr anstrengend sein): diese Arbeit geht auf die K.; jmdm. in die K. fahren (jmdn. sehr berühren, von jmdm. stark gespürt werden): ihm war die Angst in die K. gefahren; jmdm. in den K. stecken/sitzen/liegen (von jmdm. noch gespürt werden, in jmdm. nachwirken): der Schreck steckt ihr noch tief in den K.


3.(ugs.) männliche Person, Kerl: er ist ein elender, fauler, zäher, reaktionärer, autoritärer K.; das kann man dem alten K. nicht mehr beibringen.


4.(ugs.) Schraubenschlüssel in Form eines Knochens mit zwei verdickten Enden.
Knochen  

n.
<m. 4>
1 feste Stützsubstanz des Skeletts der Wirbeltiere: Os
2 er ist nur noch Haut und ~ sehr dünn, sehr mager;
3 ;sich die ~ brechen; wehtun: mir tun alle ~ weh ich bin zerschlagen, erschöpft; zusammennehmen: nimm, reiß deine ~ zusammen! <umg.> nimm dich zusammen!; jmdm. die ~ (im Leibe) zusammenschlagen <umg.> jmdn. heftig verprügeln;
4 alter ~! alter Kerl, Bursche; feste, schwere, starke, weiche, zarte ~ haben; ein müder ~ <fig.; umg.> schlapper, energieloser Mensch; seine müden ~ ausruhen <umg.>
5 ;der Hund nagt an einem ~; bis auf die ~ abmagern; sich bis auf die ~ blamieren <umg.> sehr blamieren; die Wunde geht bis auf den ~; er ist konservativ bis in die ~ <umg.> sehr, zutiefst, bis ins Innerste konservativ; der Schreck fuhr mir in die ~ <umg.> er hat keinen Mumm in den ~ <umg.> er hat keine Kraft, <fig.> keinen Mut; die Krankheit lag mir schon lange in den ~ <umg.> der Schreck liegt, sitzt mir noch in den ~ <umg.> Fleisch mit, ohne ~ (zum Braten oder Kochen) [<mhd. knoche, wohl lautmalend; zu knacken „Gegenstand zum Schlagen“; verwandt mit engl. knock „schlagen“]
['Kno·chen]
[Knochens]